Gennadi Samoilowitsch Gor

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Gennadi Samoilowitsch Gor (russisch Геннадий Самойлович Гор; * 15. Januarjul./ 28. Januar 1907greg. in Werchneudinsk, Sibirien; † 6. Januar 1981 in Leningrad) war ein russischer Schriftsteller und Science-Fiction-Autor der Sowjetunion.

Biografie[Bearbeiten]

Gennadi Gor, Sohn einer nach Sibirien verbannten jüdischen Familie, ging 1923 nach Petrograd und studierte dort Geschichte und Philologie. Hier nahm er auch mit Vertretern der avantgardistischen Literatur jener Zeit Kontakt auf, darunter Daniil Charms und Alexander Wwedenski, den Köpfen der Avantgarde-Gruppe OBERIU. Bereits 1925 begann er zu publizieren, neben populärwissenschaftlichen Texten über das Leben und die Kultur nordsibirischer Volksstämme auch zunächst experimentelle Gegenwartsliteratur (erster Erzählungsband: Malerei, 1933). Ab 1961 schrieb er auch Science Fiction und veröffentlichte auf diesem Gebiet zahlreiche Romane, Erzählungen und Novellen. In der DDR wurden einige Erzählungen (die in Anthologien erschienen) und zwei Romane übersetzt. 2007 erschienen seine Gedichte aus der Blockadezeit und einige phantastische Erzählungen parallel, übersetzt und herausgegeben von Peter Urban.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Der elektronische Melmoth, 1967 (gekürzt als kap-Heft, auch enthalten in den Anthologien Index J-81 arbeitet für Mr. Faust, 1971, und Das elektronische Glück. Phantastische Erzählungen aus der Sowjetunion, Hg. Reinhard Fischer, Das Neue Berlin, Berlin (DDR) 1982 u. ö.)
  • Konstantin Pankow - Mensch und Werke, 1976
  • Die Statue, 1978 (1985 auch bei Heyne, mit einem Nachwort von Michael Nagula)
  • Das Ohr. Phantastische Geschichten aus dem alten Leningrad, 2007. ISBN 3-932109-51-1
  • Blockade. Gedichte. Russisch - Deutsch, 2007. ISBN 3-902113-52-9

Weblinks[Bearbeiten]