Genschmar

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Genschmar
Wappen der ehemaligen Gemeinde Genschmar
Koordinaten: 52° 36′ 52″ N, 14° 30′ 47″ O
Höhe: 10 m
Einwohner: 319 (2009)
Eingemeindung: 31. Dezember 2001
Postleitzahl: 15328
Vorwahl: 033472

Genschmar ist ein Ort im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg und ein Ortsteil der Gemeinde Bleyen-Genschmar. Die Gemeinde entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Bleyen und Genschmar.[1]

Genschmar, Luftaufnahme (2015)
Abzeichen für Teilnehmer am Ferienlager

Zusammen mit den Gemeinden Alt Tucheband, Golzow, Küstriner Vorland und Zechin werden die Amtsgeschäfte durch das Amt Golzow seit 1992 getätigt.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im östlichen Oderbruch an der hier die Grenze zwischen Deutschland und Polen bildenden Oder.

Ortsgliederung und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Genschmar besteht aus den bewohnten Gemeindeteilen Genschmar, Genschmarer Loose, Henriettenhof, Nieschen und Wilhelminenhof. Ortsvorsteher ist Heinz Wilke.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Genschmar wurde als „Gentzmer“ erstmals 1405 im Register des Bistums Lebus erwähnt. Der Name Gentzmer (seit 1598 Genschmar) könnte etymologisch auf die slawische Form eines vorslawischen Gewässernamens auf -mar (=wässriges Gelände) zurückzuführen sein, was der geographischen Lage entspräche. Zum anderen könnte die slawische Form des germanischen Wortes Gansmari (alt- und mittelhochdeutsch „Gans“) Namensgeber sein. Das am 29. Mai 1997 beschlossen Wappen greift diese Deutungen als redendes Wappen auf.[2]

1953 wurde die LPG im Ort gegründet.

1958 organisierte die Freie Deutsche Jugend (FDJ) ein Sozialistisches Aufbaulager zur Errichtung eines sozialistischen Jugenddorfes, bei dem Lehrlinge der Berufsschule Seelow 4.500 Aufbaustunden leisteten und einen Wert von 280.000 Mark schufen.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1875 1890 1910 1925 1933 1946 1995 2000
Einwohnerzahl[4] 977 867 743 752 752 527 341 338

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DEU Genschmar COA.svg

Der Ortsteil Genschmar führt das Wappen der ehemaligen Gemeinde Genschmar als Ortsteilsymbol weiter. Das Gemeindewappen hat folgende Beschreibung: In Grün über einem von Silber und Blau durch Wellenschnitt geteilten Schildfuß zwei einander zugewendete, schnatternde, goldbewerte silberne Gänse.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Siegmund Wilhelm Wohlbrück: Geschichte des ehemahligen Bisthums Lebus und des Landes dieses Nahmens, Dritter Teil, Berlin, 1832, S. 164 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Genschmar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zahlen und Fakten - Länder & Regionen - Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys - Statistisches Bundesamt (Destatis). Abgerufen am 17. Mai 2017.
  2. Bleyen-Genschmar. In: http://www.amt-golzow.de/. Amt Golzow, abgerufen am 17. Mai 2017.
  3. Jugenddorf Genschmar. In: Facebook. Abgerufen am 17. Mai 2017.
  4. Das Genealogische Orts-Verzeichnis: Genschmar