GQ – Gentlemen’s Quarterly

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GQ – Gentlemen’s Quarterly
GQ Logo.svg
Beschreibung Männermagazin
Sprache Deutsch
Verlag Condé Nast Germany (Deutschland)
Hauptsitz München
Erstausgabe Oktober 1997
Erscheinungsweise elfmal jährlich
Verkaufte Auflage 61.905 Exemplare
(IVW 3/2020)
Verbreitete Auflage 63.017 Exemplare
(IVW 3/2020)
Reichweite 0,46 Mio. Leser
(AWA 2017)
Chefredakteur André Pollmann
Geschäftsführerin Jessica Peppel-Schulz
Weblink gq-magazin.de
ISSN (Print)

GQ – Gentlemen’s Quarterly ist ein Männermagazin von Condé Nast. Die deutsche Ausgabe erscheint bei Condé Nast Germany.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeitschrift existiert in den USA seit 1957. Im Oktober 1997 erschien die erste deutsche Ausgabe, die aus der erstmals 1984 veröffentlichten Männer Vogue hervorging. 2002 wurde die Markenfamilie der Zeitschrift um das Mode-Sonderheft GQ Style erweitert, das zweimal im Jahr erscheint. Mit GQ Cars erschien ab 2004 ein zweiter Ableger, der 2008 wieder eingestellt wurde. Einmal jährlich erscheint außerdem der Ableger GQ Uhren. Für GQ gibt es eine eigenständige Internetpräsenz, die teilweise auch die Inhalte des Heftes übernimmt.

Seit Januar 2020 ist André Pollmann Chief Creative Director der deutschen Ausgabe und Joko Winterscheidt Chief Curiosity Officer.[1] Die verkaufte Auflage beträgt 61.905 Exemplare, ein Minus von 29,8 Prozent seit 1998.[2] Die Erscheinungsfrequenz wurde im Januar 2020 auf elfmal jährlich reduziert und sollte im Januar 2021 auf zehnmal jährlich reduziert werden.[3] Im August 2020 wurde bekanntgegeben, dass die Zeitschrift ab Januar 2021 vierteljährlich erscheint.[4]

Ausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die GQ erscheint neben Deutschland bisher in folgenden 18 Ländern: Australien (über Lizenznehmer), Brasilien, China (über Lizenznehmer), Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Mexiko, Portugal (über Lizenznehmer), Rumänien, Russland, Spanien, Südafrika (über Lizenznehmer), Südkorea (über Lizenznehmer), Taiwan, der Türkei und den USA.

Aus der GQ-Kolumne Kurt versucht’s wieder von Kurt Molzer entstand 2006 das Buch Kurts Geschichten: Aus dem Leben eines grandiosen Frauenhelden.[5] Kurt Molzer war bis Mitte 2009 Chefredakteur der Zeitschrift Penthouse.

Die größte Konkurrenz der GQ stellt international die Zeitschrift Esquire dar.

Männer des Jahres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die GQ kürt jährlich im Rahmen einer Abendgala die GQ Männer des Jahres.[6] Nominiert werden herausragende Persönlichkeiten aus dem internationalen und deutschen Show- und Musikgeschäft sowie aus Gesellschaft, Sport, Kultur und Mode.

Bei der Verleihung 2009 im Münchner Haus der Kunst wurden 14 Kategorien vergeben, unter anderem an Sir Bob Geldof (Life Time Charity), Tom Ford (Mode), Gerard Butler (Film international), Stefan Aust (Medien) und die Band Mando Diao (Musik Pop).

Weitere Preisträger der Vorjahre (Auswahl): Hans-Dietrich Genscher (Lifetime Achievement/Politik), Nicolas Cage (Film international), Jürgen Vogel (Film national), Armin Mueller-Stahl (Lifetime Achievement), David Garrett (Musik), die deutsche Handballnationalmannschaft (Sport) und David Mayer de Rothschild (Engagement).

Seit 2010 findet die Abendgala in den Räumen der Komischen Oper Berlin statt. In den Vorjahren war traditionell München der Veranstaltungsort. Zu den Geehrten gehörten beispielsweise Matthias Schweighöfer (Film National), Bushido (Musik National), Michael Schumacher (Sport), Mark Ronson (Stil), Nora Tschirner (Frau des Jahres 2010) und Annie Lennox (Engagement für ihren Kampf gegen das HI-Virus).[7]

2013 bekam die Sängerin Anastacia einen Sonderpreis für ihren Einsatz für die Brustkrebsfrüherkennung. Sie hatte selbst gerade eine Mastektomie beider Brüste nach der zweiten Brustkrebsdiagnose hinter sich.[8]

2019 wurde die Klimaaktivistin Greta Thunberg als Game Changer of the Year ausgezeichnet.[9]

Initiativen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Januar bis September 2005 wurde von Alfa Romeo das Sondermodell 156 Sportwagon GQ auf den Markt gebracht. Bis auf zwei Motorvarianten gab es keine Möglichkeit, an dem Sondermodell eine Ausstattung zu wählen. Denn dieser Alfa 156 Sportwagon wurde von den Lesern selbst konfiguriert. In einer gemeinsamen Aktion mit Alfa Deutschland hatte GQ zuvor eine Umfrage gemacht, wie der optimale Alfa auszusehen habe.

Der Citroën GQ ist ein Konzeptfahrzeug, das 2010 auf Initiative des Chefredakteurs der GQ entstand.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nach dem Ende von “JWD”: Joko Winterscheidt wird Chief Curiosity Officer bei “GQ” meedia.de, 28. Januar 2020
  2. laut IVW (Details auf ivw.eu)
  3. Condé Nast will weniger Verlag und mehr Markenagentur sein sueddeutsche.de, 1. Oktober 2019
  4. Condé Nast passt Produktportfolio an und trennt sich von 19 Mitarbeitern meedia.de, 27. August 2020
  5. Kurt Molzer: Kurts Geschichten: Aus dem Leben eines grandiosen Frauenhelden. das Beste vom Starkolumnisten der GQ. Ullstein, Berlin 2006, ISBN 978-3-548-36843-6 (249 Seiten).
  6. http://www.gq-magazin.de/articlesbytag/Maenner%2Bdes%2BJahres/0/
  7. gq-magazin.de: GQ Männer des Jahres 2010: alle Gewinner, Bilder und Videos der großen Gala - Komische Oper Berlin - GQ (Memento des Originals vom 31. Dezember 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gq-magazin.de, 30. Oktober 2010, Zugriff am 21. Januar 2011
  8. Kylie Minogue und Anastacia stehlen den Herren die Schau stuttgarter-zeitung.de, 8. November 2013
  9. „Can you hear me?“: Klimaaktivistin Greta Thunberg landet auf dem Cover der britischen „GQ“ meedia.de, 13. August 2019