Geoinformationswesen der Bundeswehr

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Geoinformationswesen der Bundeswehr (GeoInfoWBw) umfasst alle Geowissenschaften und zugehörige Randgebiete, die für die Auftragserfüllung der Bundeswehr sowie des Bundesministeriums der Verteidigung erforderlich sind. Insgesamt sind mindestens 18 Wissenschaftsbereiche, von der Biologie und Ökologie über die Geoinformatik, Geodäsie, Geographie und Geologie bis hin zur Meteorologie und Ozeanographie vertreten.

Geoinformationsunterstützung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die GeoInfo-Unterstützung befähigt die Streitkräfte, Geofaktoren in die Planungs- und Entscheidungsprozesse einzubeziehen, einsatzrelevante Umwelteinflüsse zu erkennen und für das eigene Handeln auszuwerten, sich exakt zu positionieren, zu navigieren und präzise auf Ziele zu wirken.

Geoinformationsdienst der Bundeswehr (GeoInfoDBw)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bearbeitung des Geoinformationswesens und die GeoInfo-Unterstützung obliegen dem Geoinformationsdienst der Bundeswehr (GeoInfoDBw). Er ist ein Fachdienst [A 1] der Bundeswehr. Leiter des GeoInfoDBw ist der Kommandeur des Zentrums für Geoinformationswesen der Bundeswehr (ZGeoBw).

An über 80 Standorten sind GeoInfo-Kräfte in ausgewählten Truppenteilen und Dienststellen der Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine, im Rüstungs- und IT-Bereich, sowie in NATO-Hauptquartieren vertreten. Sie nehmen ausschließlich Aufgaben in der unmittelbaren GeoInfo-Beratung und fachlichen Unterstützung vor Ort wahr, insbesondere in der Wetter- und Flugwetterberatung.

Durch die neue Fähigkeit, den Streitkräften ganzheitliche Geo-Serviceleistungen verzugsarm bereitzustellen, leistet der GeoInfoDBw einen wesentlichen Beitrag

  • zum erfolgreichen und ressourcenschonendem Einsatz
  • zum Schutz von Leib und Leben der eigenen Kräfte
  • zur Begrenzung von Kollateralschäden.

Der Einsatz moderner Waffensysteme wie z. B. Taurus kann ohne die Bereitstellung von präzisen und aktuellen Geoinformationen nicht mehr erfolgen oder zumindest nicht seine volle Wirkung entfalten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der GeoInfoDBw wurde ab Mitte 2002 durch die Fusion des Geophysikalischen Beratungsdienstes der Bundeswehr (GeophysBDBw) mit dem Militärgeographischen Dienst (MilGeoDst), zu dem u. a. das Amt für Militärisches Geowesen und die Topographietruppe gehörten, gebildet. Die erste Dienststelle, die (ab 1. Juli 2002) die neue Bezeichnung "GeoInfo" im Namen führte, war die Abteilung Geoinformationswesen im Luftwaffenamt.

Verwandte Begriffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Amt für Wehrgeophysik
  • Deutscher Militärgeographischer Dienst
  • Militärgeographischer Dienst der Bundeswehr
  • Wehrgeologie

Anmerkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Leiter des Fachdienstes ist organisationsbereichsübergreifend Fachvorgesetzter aller Soldaten im Fachdienst und in dieser Eigenschaft verantwortlich für die fachliche Weiterentwicklung.