Georg-Forster-Station

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-70.77749311.848847Koordinaten: 70° 47′ S, 11° 51′ O

Reliefkarte: Antarktis
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Georg-Forster-Station
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Antarktis

Die Georg-Forster-Station war die erste deutsche Antarktisstation. Sie wurde am 21. April 1976 von der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) in Betrieb genommen. Die ganzjährig besetzte Station lag in der Nähe der sowjetischen Nowolasarewskaja-Station in der Schirmacher-Oase im Königin-Maud-Land. Benannt wurde sie 1987 nach Georg Forster, dem deutschen Reisebegleiter James Cooks, der als erster Deutscher, am 17. Januar 1775 auf Südgeorgien, antarktischen Boden betrat.

Die Antarktisforschungsstation „Georg Forster“ auf einer Briefmarke (DDR 1988)

Zunächst wurde in der Station hauptsächlich die Hochatmosphäre erforscht. Seit 1985 lag der Schwerpunkt der Forschungsarbeit auf der Untersuchung des Ozonlochs. Die Arbeit der Station wurde im Februar 1993 eingestellt. Der letzte „Überwinterer“ der Station war Günther Stoof (1991/92). Von 1993 bis 1996 wurde die Station in drei Schritten abgebaut und das Gebiet von Müll und Schrott befreit. In dieser Zeit intensivierte sich die enge Zusammenarbeit mit den russischen Kollegen der Station Nowolasarewskaja. Alle Teile wurden vollständig demontiert und per Schiff abtransportiert. Ein Gedenkstein, initiiert von den ostdeutschen Expeditionsteilnehmern, erinnert an die Station.

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