Georg Christian von Lobkowitz (1686–1755)

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Johann Georg Christian, Fürst von Lobkowitz (* 10. August 1686; † 4. Oktober 1755[1] in Wien) war ein österreichischer Feldmarschall.

Leben[Bearbeiten]

Lobkowitz, Sohn des Fürsten Ferdinand August (1655–1715) und Maria Anna Wilhelmine, Markgräfin von Baden-Baden (1655–1701) und ein Enkel des Fürsten Wenzel Eusebius von Lobkowicz, diente als Soldat den Kaisern Joseph I., Karl VI. und Maria Theresia. Er begann seine Laufbahn unter Prinz Eugen von Savoyen im spanischen Erbfolgekriege und 1716 im venezianisch-österreichischen Türkenkrieg. 1729 wurde er Generalfeldwachtmeister in Neapel, 1732 Gouverneur von Sizilien, 1733 Feldmarschalllieutenant, 1734 General der Kavallerie und Gouverneur in der Lombardei und in Parma. 1739 kommandierte er in Siebenbürgen und 1742 im österreichischen Erbfolgekrieg als Feldmarschall in Böhmen. Von 1743–46 befehligte er in Italien, vertrieb die Spanier aus Rimini, kam im zweiten schlesischen Krieg wieder nach Böhmen. Später übernahm er das Kommando in Ungarn. 1739 erfolgte die Ernennung zum Ritter des Orden vom Goldenen Vlies.

Lobkowitz heiratete am 11. November 1718 in Prag Caroline Henriette von Waldstein (1702-1780) mit der er zehn, nach anderen Quellen acht Kinder hatte. Durch das Erlöschen der älteren Linie Popel-Lobkowitz erbte er 1722 Bilin, Eisenberg und wurde der Stifter der zweiten fürstlichen Linie, welche 1802 ausstarb.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nach Quellen wie Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich und Allgemeine Deutsche Biographie. Laut Militair-Conversations-Lexikon, Hrsg. Hanns Eggert Willibald von der Lühe, Verlag von C. Brüggemann und Otto Wigand, Leipzig 1833 [1] und laut Historisch-biographisches Handwörterbuch der denkwürdigen, berühmten und berüchtigten Menschen aller Stände, Zeiten und Nationen, Jelmenau 1825, Band 3, Seite 462 [2], starb er am 9. Oktober 1753.