Georg Eilert

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Georg Eilert (* 22. September 1901 in Greifswald; † Anfang Juni 1985 in Hamburg[1]) war ein deutscher Schauspieler, Rundfunk- und Synchronsprecher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur studierte Eilert zunächst Medizin in Greifswald. Während seines Studiums wurde er Mitglied der Sängerverbindung Gotia Greifswald (im Sondershäuser Verband).[2] Später begann er ein Studium der Rechtswissenschaften, das er 1925 mit der Arbeit Die wirtschaftliche Lage der vorpommerschen Theater und ihrer Angehörigen mit der Promotion abschloss. Bereits während seiner Studienzeit begann er sich für die Tätigkeit des Schauspielers zu interessieren und trat an verschiedenen Bühnen in Regensburg, Halle und Berlin auf.

Daneben wirkte er als Sprecher für Hörspiel und Synchronisation sowie als Erzähler für Dokumentationen, so z. B. 1937 für Deutsche Siege in drei Erdteilen über den Rennfahrer Bernd Rosemeyer. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs zog Eilert nach Hamburg, wo er sein Berufsfeld weitestgehend auf den Rundfunk verlagerte. Eilert wirkte als Radio-Kommentator und sprach Reportagen für NDR, WDR und Radio Bremen. Als Hörspielsprecher konnte man ihn in unzähligen Produktionen, meistens in Haupt- und größeren Nebenrollen erleben. So sprach er in dem ersten Durbridge-Mehrteiler Paul Temple und die Affäre Gregory den Part von Sir Graham Forbes von Scotland Yard.

Dennoch trat er ab 1949 regelmäßig als Schauspieler in Film- und Fernsehproduktionen in Erscheinung. Er spielte neben Hans Albers in Das Herz von St. Pauli, in Claus Hubaleks Kriegsdrama Stalingrad, in Egon Monks Ost-West-Drama Preis der Freiheit und unter der Regie von Dieter Wedel in Gedenktag. Er verkörperte den Generaloberst Ludwig Beck in Peter Schulze-Rohrs Der 21. Juli. Darüber hinaus absolvierte er Gastauftritte in Fernsehserien und -reihen wie Die Unverbesserlichen, Hafenpolizei und Tatort. Einem breiten Publikum wurde er durch die Rolle des „Lordrichters Archibald Parkinson“ aus dem „Excentric-Club“ bekannt, die er zwischen 1969 und 1972 für die Serie Percy Stuart spielte. Eilerts letzter Fernsehauftritt erfolgte 1977 in einer Adaption von Dostojewskis Dämonen.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hamburger Abendblatt vom 7. Juni 1985
  2. Verband Alter SVer (VASV): Anschriftenbuch und Vademecum. Ludwigshafen am Rhein 1959, S. 37.