Georg Heimann-Trosien

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Heimann-Trosien (1969) mit dem Band des Corps Borussia Breslau

Georg Heimann-Trosien (* 20. Oktober 1900 in Adelnau (Posen); † 11. Dezember 1987 in Karlsruhe) war ein deutscher Richter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vater von Heimann-Trosien war Dr. Friedrich Heimann, Mitinhaber des Bankhauses E. Heimann in Breslau, geb. 1861, gefallen 1915, Bruder des Bankiers Georg Heimann. Heimann-Trosien studierte Rechtswissenschaft an der Schlesischen Friedrich-Wilhelms-Universität. 1920 wurde er im Corps Borussia Breslau aktiv.[1] 1923 wurde er in Breslau zum Dr. iur. promoviert.[2] Georg Heimann-Trosien gehört zu den neun Mitgliedern der Borussia Breslau, die nach Nazi-Jargon „Judenstämmlinge“ waren und deshalb zur Umsetzung des nationalsozialistischen Arierparagraphen ihre Borussia Breslau verließen, in Abstimmung, um den Weiterbestand des Corps zu sichern, 1934–1945. [3]

Von 1929 bis 1945 war er Rechtsanwalt beim Oberlandesgericht Breslau. 1945 wurde er Amtsgerichtsrat, 1946 Landgerichtspräsident in Wesermünde. Noch im selben Jahr ging er als Landgerichtsdirektor nach Bremen, wo er von 1947 bis 1949 Hilfsrichter und von 1949 bis 1952 Senatspräsident beim Hanseatischen Oberlandesgericht war. Schließlich war er ab 1952 sechzehn Jahre Bundesrichter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kösener Corpslisten 1960, 78, 763
  2. Dissertation: Die Voraussetzungen des Eigenbesitzes.
  3. Jürgen Herrlein, Zur „Arierfrage“ in Studentenverbindungen, Nomos, 2015, Seite 366