Georg Herting

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1934: Ausweis-Foto von Georg Herting als Mitglied im Fachverband Bund deutscher Bildhauer

Georg Herting (* 28. September 1872 in Linden; † 22. Januar 1951 in Hannover) war ein deutscher Bildhauer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georg Herting Bürgerbrief Bildhauer Magistrat der Stadt Linden vom 4. Oktober 1897.jpg
Bürgerbrief vom Magistrat der Stadt Linden (1897)
Georg Herting Urkunde Professor Herzog Johann Albrecht Mecklenburg Herzogtum Braunschweig 1911.jpg
Urkunde der Ernennung zum außerordentlichen Professor an der Technischen Hochschule Braunschweig (1911)


Georg Herting studierte bei Wilhelm von Rümann an der Kunstakademie München und lebte ab 1896 als freischaffender Bildhauer in Linden. Obwohl in Linden geboren, erhielt er erst 1897 das Bürgerrecht der inzwischen zur selbständigen Stadt aufgestiegenen ehemaligen Landgemeinde Linden.

1906 wurde er Mitglied des Hannoverschen Künstlervereins.

Herting lehrte als Dozent für Ornament- und Figuren-Modellieren an der Technischen Hochschule Braunschweig, am 3. März 1911 ernannte ihn Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg als Regent des Herzogtums Braunschweig zum außerordentlichen Professor der Hochschule. 1914 wurde er mit dem preußischen Roten Adlerorden 4. Klasse ausgezeichnet.

Zahlreiche seiner Skulpturen und Bildwerke prägen noch heute das Stadtbild Hannovers. In den 1930er und 1940er Jahren näherte sich sein Stil stark der vorherrschenden Kunst im Nationalsozialismus an.

Georg Hertings Grab befindet sich auf dem Stadtfriedhof Ricklingen in Hannover.

Werke (unvollständig)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • um 1902: Relieffries „Hauptmomente in der Entwicklung der Menschheit“ am Provinzialmuseum in Hannover (mit Karl Gundelach und Georg Küsthardt)
  • um 1910: „Brezelmänner“ am Bahlsen-Verwaltungsgebäude in Hannover, Podbielskistraße
  • 1910: Denkmal für Julius Trip (Muschelkalk) im Maschpark in Hannover
  • 1912: Hänsel-und-Gretel-Brunnen (Terrakottafiguren) in Hannover, Lister Straße, an der Rückseite des Bahlsen-Gebäudes (unter Denkmalschutz)
    Die Figuren wurden 1956 durch Kreuzmann erneuert.[1]
  • 1914: Duve-Brunnen in Hannover, ursprünglich am Neustädter Markt, seit 1952 am Leibnizufer (unter Denkmalschutz)
  • 1922: Arbeiterfiguren am Gebäude der Commerzbank in Hannover, Theaterstraße 11 (unter Denkmalschutz)
  • 1935: Egestorffdenkmal in Hannover-Linden-Süd
  • 1941: Arbeiter-Standbild am Werkseingang der Hanomag in Hannover-Linden, Göttinger Straße 14 (unter Denkschutz)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Georg Herting – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rainer Ertel: Hänsel-und-Gretel-Brunnen. In: Stadtlexikon Hannover. S. 248.