Georg Kellinghusen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Georg Kellinghusen (* 12. März 1947) ist ein deutscher Manager. Er war unter anderem von 2007 bis 2009 Vorstandsvorsitzender der Alno AG.

Georg Kellinghusen

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georg Kellinghusen besuchte die Internatsschule Schloss Eringerfeld. Nach dem Abitur 1967 diente er in der Bundeswehr, zuletzt als Leutnant der Panzertruppe.

1974 schloss er sein Studium der Betriebswirtschaft als Diplom-Kaufmann ab und wurde 1978 mit einer Arbeit über Rückstellungsprognosen im aktienrechtlichen Jahresabschluss zum Dr. rer. pol. promoviert.[1]

In seiner beruflichen Laufbahn war Kellinghusen Vorstandsmitglied eines Geschäftsbereichs der Bertelsmann AG (1978–1989), CFO und Vorstandsmitglied des Batterieherstellers Varta AG (1989–1996), dann in gleicher Funktion beim Telefonunternehmen Vebacom GmbH/o.tel.o communications GmbH & Co/VR Telecommunications GmbH & Co (1996–2000), Finanzvorstand der Escada AG (2000–2005) und CFO (ab Februar 2006) sowie CFO und CEO (ab Juni 2006) der Zapf Creation AG. Seit April 2007 war er Vorstandsvorsitzender des Küchenherstellers Alno AG und zugleich CFO und Technik-Vorstand. In dieser Funktion restrukturierte er das in den roten Zahlen operierende Unternehmen, unter anderem durch eine außerbörsliche Emission von Wertpapieren über 250.000 € und den Abbau von rund 300 Arbeitsplätzen am Standort Pfullendorf. Sein bis zum 15. März 2010 laufender Vertrag wurde zum 1. Juni 2009 vorzeitig gelöst.[2] Ab dem 1. September 2009 war Kellinghusen Geschäftsführer bei der Keiper GmbH&Co. KG in Kaiserslautern und verantwortete dort die Bereiche Finance & Controlling, IT, Global Human Resources sowie die Keiper-Aktivitäten in Nordamerika. Durch seine Aktivitäten innerhalb der Keiper/Putsch-Gruppe kam Kellinghusen zur Brain AG, an der die Putsch-Gruppe mehrheitlich beteiligt ist. Kellinghusen war vom 1. Januar 2016 bis zur Hauptversammlung am 9. März 2017 im Vorstand der BRAIN AG als CFO tätig. Er war in dieser Funktion maßgeblich am Börsengang der BRAIN AG im Jahr 2016 beteiligt. Seit dem 9. März 2017 ist Kellinghusen Mitglied des Aufsichtsrats der BRAIN AG und Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Seit der Hauptversammlung vom 7. März 2019 ist Georg Kellinghusen Vorsitzender des Aufsichtsrates der Brain AG und Vorsitzender des Personalausschusses und des Nominierungsausschusses.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. November 2007 erhielt Kellinghusen den FINANCE-Award „CFO des Jahres“, insbesondere für seine Erfolge in der finanziellen und operativen Restrukturierung von angeschlagenen Unternehmen und in der Kommunikation mit Eigen- und Fremdkapitalgebern[3].

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Georg Kellinghusen: Rückstellungsprognosen. Zur Prüfbarkeit und Objektivierbarkeit von Prognosen im aktienrechtlichen Jahresabschluss. In: Universität München (Hrsg.): Schriftenreihe Wirtschaftswissenschaftliche Forschung und Entwicklung. Band 11. Florentz, München 1978. ISBN 3-921491-91-6
  2. Siegfried Volk: Georg Kellinghusen scheidet zum 1. Juni frühzeitig aus - Jörg Deisel tritt Nachfolge an. Alno-Chef verlässt die Vorstandsetage. In: Südkurier vom 28. Mai 2009
  3. finance-magazin.de über die Preisträger CFO of the year (Memento des Originals vom 7. Mai 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.finance-magazin.de