Georg M. Oswald

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Georg M. Oswald, 2017

Georg M. Oswald (* 5. August 1963 als Georg Martin Oswald in München) ist ein deutscher Jurist, Schriftsteller und Verlagsleiter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georg M. Oswald wuchs in Weßling/Oberbayern auf. Von 1985 bis 1990 studierte er Jura an der Universität München. Anschließend ließ er sich als Anwalt mit den Spezialgebieten Arbeits- und Gesellschaftsrecht in München nieder.

Georg M. Oswald ist als Schriftsteller mit Prosawerken hervorgetreten, die ihn als gesellschaftskritischen Autor und dezidierten Antipoden der unverbindlichen Popliteratur der 1990er-Jahre ausweisen. Lichtenbergs Fall und Party-Boy sind Romane zum Zustand des deutschen Justizsystems. Oswalds bisher erfolgreichster Roman Alles was zählt, der auch in mehrere Sprachen übersetzt wurde, handelt vom Scheitern eines Karrieristen in der strikt profitorientierten Wirtschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Mit Unter Feinden hat der Autor einen Thriller über scheiternde Integration und Drogen in einem Münchner Problembezirk vorgelegt.[1] Der Roman wurde von Lars Becker für das ZDF unter demselben Titel verfilmt und am 15. November 2013 auf Arte ausgestrahlt. Für die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb Oswald unter dem Titel Wie war dein Tag, Schatz? eine wöchentliche Kolumne mit ironischen Kurzgeschichten über Themen aus der Arbeitswelt.[2] In der Ausgabe vom 26./27. Januar 2013 kündigte Oswald das Ende seiner Kolumne für die FAZ an.[3]

Von Oktober 2013 bis Ende 2016 leitete Georg M. Oswald den Berlin Verlag.[4]

Er ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.[5]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Loch. Erzählungen. München 1995.
  • Lichtenbergs Fall. Roman. München 1997.
  • Party-Boy. Erzählung. München 1998.
  • Alles was zählt. Roman. München u. a. 2000.
  • Im Himmel, Roman. Reinbek bei Hamburg 2003.
  • Vom Geist der Gesetze. Roman. Reinbek bei Hamburg 2007.
  • Wie war dein Tag, Schatz? Kolumnen. Piper, München 2010, ISBN 978-3-492-25849-4.
  • Aufgedrängte Bereicherung. Tübinger Poetik-Dozentur 2010. Mit Juli Zeh, hg. von Dorothee Kimmich und Philipp Ostrowicz. Künzelsau 2011.
  • Unter Feinden. Roman. Piper Verlag, München 2012, ISBN 978-3-492-05383-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rezension von Knut Cordsen in Deutschlandradio Kultur vom 19. März 2012: Auf alles Menschelnde verzichtet - Georg M. Oswald: Unter Feinden.
  2. faz.net (Memento des Originals vom 19. Dezember 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.faz.net Beiträge von Georg M. Oswald in seiner Kolumne Wie war dein Tag, Schatz? - Der unheimliche Büroalltag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
  3. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 26./27. Januar 2013, S. C 1
  4. https://www.buchreport.de/2016/11/04/georg-m-oswald-verlaesst-den-berlin-verlag/
  5. pen-deutschland.de Liste der Mitglieder
  6. wuerth