Georg Riedel (Jazzmusiker)

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Georg Riedel (2010)

Georg Riedel (* 8. Januar 1934 in Karlsbad, Tschechoslowakei) ist ein schwedischer Jazz-Bassist und Filmkomponist.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Riedel gelangte mit vier Jahren zusammen mit seinen Eltern nach Schweden. In Stockholm studierte er zunächst klassisches Cello, wechselte dann aber zum Kontrabass und in den Jazz. 1948 gründete er gemeinsam mit Lasse Bagge und Rune Öfwerman die Boogie Bop Six. Später spielte er häufig mit dem schwedischen Jazzmusiker Jan Johansson zusammen, unter anderem auf dessen Album Jazz på svenska (1963), das auf Volksmelodien basiert. Zudem trat er mit Arne Domnérus, Lars Gullin, Gunnar Svensson, Egil Johansen, Rune Gustafsson, dem Trompeter Jan Allan und der schwedischen Radio-Bigband von Harry Arnold auf. 1976 leitete er die Swedish Radio Jazz Group für eine Produktion mit Terje Rypdal (Odyssey: In Studio & In Concert).

Seit den 1960er Jahren schrieb Riedel auch Filmmusik, unter anderem für Fernsehfilme nach Astrid Lindgren, mit der er bis in die 1980er Jahre zusammenarbeitete, zuerst für die Fernsehserie Pippi Langstrumpf (1968) gemeinsam mit seinem Freund Jan Johansson, später für Wir Kinder aus Bullerbü und Michel aus Lönneberga. Auch die Signaturmelodie zu den sehr erfolgreichen Zeichentrickfilmen, die im Anschluss an die Kinderbücher von Gunilla Bergström, in denen Willi Wiberg die Hauptrolle spielt, entstanden sind, stammt von Riedel. Viele dieser Lieder sind in Schweden allgemein bekannt und werden bei bestimmten Anlässen, wie zum Beispiel am letzten Schultag vor den Sommerferien, in den meisten Schulklassen bis zum sechsten Schuljahr gesungen.

2006 erhielt er den Django d’Or (Schweden) als Master of Jazz.

Riedels 1979 geborene Tochter Sarah Riedel ist als Jazz- und Popsängerin aktiv. Sie arbeitet gelegentlich mit ihrem Vater zusammen, zum Beispiel auf dessen Album Cornelis vs. Riedel (2011), auf dem sie neben mit Nicolai Dunger Texte von Cornelis Vreeswijk in der Vertonung Georg Riedels singt.

Filmmusik (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]