Georg Schultze (Rechtswissenschaftler)

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Georg Schultze (auch Schultz; * 2. September 1599 in Löwenberg; † 5. Oktober 1634 in Wittenberg) war ein deutscher Rechtswissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren als Sohn des Bürgermeisters Georg Schultze und seiner Frau Regina, die Tochter des Ratsmannes von Löwenberg Nicolaus Fröbe und seiner Frau Regina Schurbart, stammte er aus angesehenem Senatorengeschlecht in seiner Geburtsstadt. Am Folgetag getauft, besuchte er das Gymnasium seiner Heimatstadt, bezog am 15. Oktober 1617 die Universität Leipzig, wechselte an die Universität Wittenberg und begab sich am 17. Oktober 1620 an die Universität Frankfurt (Oder). Dort blieb er ein halbes Jahr, kam am 27. April 1621, über Löwenberg kommend, wieder in Wittenberg an, wo er sich am 18. Dezember 1623 das Lizentiat der Rechte erwarb.

An diesem Tage heiratete er die älteste Tochter von Bartholomäus Reusner. Im Folgejahr wurde er am 11. März als Assessor in die juristische Fakultät der Hochschule aufgenommen und promovierte 1624 zum Doktor der Rechtswissenschaften. 1627 begab er sich in die Dienste der Grafen von Barby und wurde vom sächsischen Kurfürsten als Substitut seines Schwiegervaters in Wittenberg verpflichtet. Nachdem er als Rat und Kanzler in adligen Häusern eingesetzt wurde, wurde er 1628 vom sächsischen Kurfürsten als Hofgerichtsadvokat eingestellt. Als Gottfried Reuter starb, setzte an der Wittenberger Universität eine Diskussion um die Neubesetzung der Stelle ein. Sein Schwiegervater schlug ihn für die vierte Professur den Instituten vor. Aufgrund der letzten Entscheidungsgewalt des Kurfürsten gelangte jedoch Johann Strauch I. an die Professur.

Schultze rückte an dessen Stelle als außerordentlicher Professor der juristischen Fakultät nach, las über die Constiutiones electorales Saxonicae und bekleidete 1633 das Dekanat der juristischen Fakultät. Während seiner Zeit verfasste er sieben Bücher. Infolge einer fiebrigen Erkrankung verstarb er in seinem 35. Lebensjahr und wurde am 6. Oktober 1634 in Wittenberg beigesetzt.

Aus der am 18. Februar 1624 geschlossenen Ehe mit Maria Magdalena Reusner sind zwei Söhne und drei Töchter hervorgegangen. Bartholomäus Schultze und Maria Magdalena Schultze überlebten ihren Vater, Georg Schultze, Regina Schultze und Charitas Schultze hingegen nicht. Seine Frau war mit einem weiteren Kind zu seinem Todeszeitpunkt noch schwanger.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gottfried Suevo: Academiia Wittebergensis Anno Fundationis...
  • Walter Friedensburg: Geschichte der Universität Wittenberg. Max Niemeyer, Halle (Saale) 1917
  • Fritz Roth: Restlose Auswertungen von Leichenpredigten und Personalschriften für genealogische und kulturhistorische Zwecke. Band 6, R 5176
  • Christian Gottlieb Jöcher: Allgemeines Gelehrten-Lexikon. Band 4, 1751, Sp. 380