Georg Schwarz (KPD)

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Georg Schwarz (* 27. März 1896 in Zwenkau; † 12. Januar 1945 in Dresden) war ein deutscher Politiker und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwarz, von Beruf Bäcker, nahm als Freiwilliger am Ersten Weltkrieg teil, kehrte jedoch als Kriegsgegner zurück. 1918 wurde er Mitglied der SPD, 1919 der USPD und schließlich 1920 der KPD. In den zwanziger Jahren arbeitete Schwarz als Betriebsratsvorsitzender der Leutzscher Eisengießerei Max Jahn. 1929 wurde er in den Sächsischen Landtag gewählt. Von 1929 bis 1933 war Schwarz zudem Politischer Sekretär der KPD-Unterbezirke Leipzig, Flöha und Zwenkau.

Nach der „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten wurde Schwarz bereits in der Nacht vom 1. auf den 2. März 1933 verhaftet. Er war in den KZ Hohnstein und Sachsenburg inhaftiert. Nach seiner Entlassung wirkte er beim Neuaufbau der nunmehr illegalen KPD-Organisation in Leipzig mit, deren Spitze er seit 1937/1938 angehörte. Schwarz schloss sich der Widerstandsgruppe um Georg Schumann, Otto Engert und Kurt Kresse an. Seit März 1944 war er Mitherausgeber der illegal erscheinenden Zeitung Widerstand gegen Krieg und Naziherrschaft. Im Juli 1944 wurde Schwarz verhaftet, am 23. November 1944 zum Tode verurteilt und am 12. Januar 1945 in Dresden hingerichtet.

Seine Tochter Sonja (1924–2013) war ab 1958 mit Alfred Kurella verheiratet.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im August 1945 wurde eine Straße in den Leipziger Stadtteilen Lindenau und Leutzsch, die bis dahin den Namen der nationalsozialistischen Märtyrerfigur Albert Leo Schlageter trug, nach Schwarz benannt. Dieser hatte hier in der Hausnummer 24 gewohnt. Am 21. August 2009 wurde hier ein Stolperstein durch den Künstler Gunter Demnig verlegt[1]. Auch in Zwenkau ist eine Straße im Neubaugebiet nach Georg Schwarz benannt, eine Parallelstraße nach Otto Engert.

Von 1949 bis 1992 trug der heutige Leipziger Alfred-Kunze-Sportpark den Namen Georg-Schwarz-Sportpark. Auch waren zwei Schulen in Leipzig und je eine Schule in Borna, Grimma und Olbersdorf nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ortstermin am Freitag in Leutzsch: Ein Stolperstein für Georg Schwarz. (Memento vom 1. Dezember 2009 im Internet Archive) In: Leipziger Online-Zeitung vom 19. August 2009.