Georg Skalecki

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Georg Skalecki

Professor Georg Skalecki (* 28. Februar 1959 in Marpingen, Landkreis St. Wendel) ist ein deutscher Kunsthistoriker, Denkmalpfleger und Leiter des Landesamtes für Denkmalpflege in Bremen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skalecki besuchte ab 1969 das Altsprachliche Gymnasium Saarlouis und machte dort 1978 das Abitur. Von 1980 studierte er Kunstgeschichte, Klassische Archäologie, Vor- und Frühgeschichte sowie Alte und Neuere Geschichte an der Universität Saarbrücken und wurde 1987 mit einer Dissertation über die „Deutsche Architektur zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges – Der Einfluss Italiens auf das deutsche Bauschaffen“ promoviert.

Nach einer Tätigkeit in der Staatlichen Denkmalpflege des Saarlandes (1988–2001) – zuletzt als Leiter des Referates Inventarisation und stellvertretender Landeskonservator – wurde er 2001 zum Landeskonservator und Leiter des Landesamtes für Denkmalpflege Bremen berufen. Seit 2014 ist er stellvertretender Vorsitzender der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland.

Als Lehrbeauftragter für Baugeschichte und Denkmalpflege war Skalecki tätig an der Universität Trier, der Universität des Saarlandes (1994–2001) und seit 2002 an der Universität Bremen sowie der Hochschule Bremen. Seit 2006 ist er Honorarprofessor am Institut für Kunstwissenschaft der Universität Bremen mit den Forschungsschwerpunkten Renaissance- und Barock-Architektur, Industriekultur und Theorien der Denkmalpflege. Er ist Mitglied in mehreren Arbeitsgemeinschaften oder Beiräten von Stiftungen, Kommissionen und Vereinen, zum Beispiel beim Bremer Zentrum für Baukultur, der Wittheit zu Bremen, der Dehio-Vereinigung, dem Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz, dem Bund Deutscher Architekten und ICOMOS – Deutschland.

Skalecki ist verheiratet mit der Kunsthistorikerin und Kriminalautorin Liliane Skalecki, sie haben drei Kinder.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutsche Architektur zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges. (zugleich Dissertation) – Regensburg : Pustet, 1989. ISBN 3-7917-1195-4
  • Schloss Ziegelberg in Mettlach – Neuss : Neusser Druckerei u. Verl., 1988, 1. Aufl. ISBN 3-88094-603-5
  • Seit 2004 Herausgeber und Begründer der Reihe Denkmalpflege in Bremen. – Edition Temmen
  • Rathaus Bremen. Mit Photographien von Christian Richters. Dt./engl. Stuttgart, London 2008. = Opus 69, Edition Axel Menges. ISBN 978-3-932565-69-4
  • Baumeister und Bauhandwerkern beim barocken Neubau der Prämonstratenserabtei Wadgassen. In: Kurtrierisches Jahrbuch 33, 1993, S. 159–175. (in Auszügen hier)
  • mit Stefan Offenhäuser, Liliane Skalecki und Lydia Niehoff: 475 Jahre Haus Schütting. Schünemann Verlag, Bremen 2012. ISBN 3-7961-1004-5
  • Unterwegs in Zwischenräumen. Edition Temmen, Bremen 2012
  • mit Lucius Burckhardt, Johann Peter Lüth; Mit Photographien von Hans Meyer-Veden: Alte Völklinger Hütte. Dt./engl. Stuttgart, London 1997. = Opus 28, Edition Axel Menges. ISBN 978-3-930698-28-8
  • mit Eberhard Syring und Volker Plagemann: Das Haus der Bürgerschaft in Bremen von Wassili Luckhardt. Delmenhorst 2006, ISBN 978-3-939401-09-4
  • Die Kirche Unser Lieben Frauen in Bremen – Ein frühgotischer Zentralbau von 1220. In: INSITU 2020/2, S. 159–180.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]