Georg Vivigenz von Wedel

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Georg Vivigenz von Wedel (* 17. Oktober 1710 in Malchow; † 30. September 1745 bei Soor) war preußischer Oberstleutnant und Ritter des Ordens Pour le Mérite.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gut Göritz, Uckermark

Die Adelsfamilie Wedel gehört dem pommerschen Uradel an. Sein Vater Georg Wilhelm (* 1661; † 13. Juli 1731) war Landrat der Uckermark, Obergerichtsdirektor und Erbherr auf Göritz, seine Mutter war Marie Salome von Eickstedt († 1731) aus dem Haus Eichstedt. Der Generalleutnant Carl Heinrich von Wedel war sein Bruder.

Militärkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wedel trat als Gefreiterkorporal dem preußischen Militär bei und kam zum Leibregiment des Königs (Nr. 6). Nach der Thronbesteigung Friedrich II. wurde er als Major zum Kronprinzenregiment versetzt und wurde dort Kommandeur eines Grenadierbataillons. Am 14. Mai 1741 erhielt er seine Beförderung zum Oberstleutnant.

Nach der, für die Preußen glücklosen Konfrontation von Marschowitz im Oktober 1744 überschritt die von Entbehrungen geplagte preußische Armee unter Friedrich II. am 8. und 9. November 1744 die Elbe bei Neu-Kolin und konnte so ein natürliches Hindernis zwischen die eigenen Truppen und den nachrückenden Österreichern und Sachsen bringen.

Oberstleutnant von Wedel gelang es mit seinem etwa 400 Mann starken Grenadierbataillon unweit der Ortschaft Teltschitz am 19. November 1744 den nachdrängenden Feind mehrere Stunden am Elbübergang zu hindern. Nach und nach erwehrten sich die Preußen gegen eine nahezu zehnfache Übermacht des Feindes. Der durch von Wedel und seine Männer geleistete Widerstand war so wirksam, dass die Absicht des Feindes, des Königs Armee in den Quartieren zu überfallen, vereitelt war und der Rückzug geordnet fortgesetzt werden konnte.

Ehrentafel für G.V.v.Wedel am Obelisken in Rheinsberg

Von Wedels militärisches Geschick brachte ihm den Pour le Mérite[1] und die Hochachtung sowohl seines Königs, der ihn mit Leonidas verglich, als auch seiner Gegner ein.

Im Zweiten Schlesischen Krieg zeichnete sich Wedel weiterhin aus. In der Schlacht bei Hohenfriedberg im Juni 1745 kämpfte sein Bataillon entschlossen im ersten Infanterietreffen auf dem rechten Flügel. Der Feind wird mit dem Bajonett zurückgedrängt. Eine Belobigung vom König folgte.

Am Vormittag des 30. September 1745 fiel Wedel in der Schlacht bei Soor bei dem ersten Angriff auf die Graner Koppe.[2] Prinz Heinrich von Preußen widmete ihm eine Gedenktafel auf seinem Rheinsberger Obelisken.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gustaf Lehmann: Die Ritter des Ordens pour le mérite. Band 1, Mittler, Berlin 1913, S. 16
  2. Johann Friedrich Seyfart: Lebens- und Regierungs-Geschichte Friedrichs des andern Königs in Preussen. Böhmen, 1788. Teil 1, FN 175