George Groves (Boxer)

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George Groves Boxer
George Groves Wembley 2011

George Groves Wembley 2011

Daten
Geburtsname George Groves
Kampfname Saint George
Gewichtsklasse Supermittelgewicht
Nationalität Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Britisch
Geburtstag 26. März 1988
Geburtsort London
Stil Linksauslage
Größe 1,82 m
Kampfstatistik
Kämpfe 31
Siege 28
K.-o.-Siege 20
Niederlagen 3

George Groves (* 26. März 1988 in London) ist ein britischer Profiboxer im Supermittelgewicht. Er wird seit 2016 von Shane McGuigan trainiert, liegt auf Rang 2 der Weltrangliste des Ring Magazine und ist aktueller Weltmeister der WBA und IBO.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Amateur boxte er ausschließlich im Mittelgewicht. Er wurde 2007 und 2008 Englischer Meister und gewann unter anderem Turniere in Finnland, Italien, Bosnien und Kroatien. 2004 erkämpfte er eine Bronzemedaille bei den Kadetten-Europameisterschaften in Russland und die Silbermedaille bei den Junioren-Olympiaden in den USA. 2006 gewann er die Junioren-EU-Meisterschaften in Italien, schied jedoch bei den Juniorenweltmeisterschaften desselben Jahres in Marokko bereits im Achtelfinale aus. 2007 unterlag er bei den Commonwealth-Meisterschaften in England erst im Finale gegen Eamon O’Kane knapp mit 33:34 und erreichte damit Platz 2. Während seiner Amateurlaufbahn gelang ihm auch ein Sieg gegen den Olympiasieger James DeGale.

2008 wurde er Profi, gewann acht Aufbaukämpfe und sicherte sich bereits am 3. April 2010 die Commonwealth-Meisterschaft im Supermittelgewicht durch einen t.K.o.-Sieg gegen Charles Adamu (17-4). Im November 2010 verteidigte er den Titel vorzeitig gegen Kenny Anderson (12-0). Am 21. Mai 2011 gewann er zusätzlich den Britischen Meistertitel im Supermittelgewicht, nachdem er James DeGale (10-0) nach Punkten besiegt hatte. Beide Titel konnte er im November desselben Jahres durch t.K.o. in der zweiten Runde gegen Paul Smith (31-2) verteidigen. Weitere Siege u.a. gegen Ex-Weltmeister Glen Johnson und WM-Herausforderer Noe Alcoba (30-2) folgten, wobei er auch den Interkontinentalen Meistertitel der WBA gewann.

Am 23. November 2013 boxte er in Manchester gegen Carl Froch (31-2) um die Weltmeistertitel der WBA und IBF im Supermittelgewicht. Groves konnte den Titelverteidiger bereits in der ersten Runde mit einer Schlagkombination auf die Bretter schicken, wobei dieser bis Acht angezählt wurde. Im weiteren, schlagstarken Kampfverlauf, konnten beide Boxer abwechselnd mit guten Treffern punkten, ehe Groves umstritten in der neunten Runde vom Ringrichter während einer Schlagserie von Froch aus dem Kampf genommen wurde. Durch das kontroverse Urteil wurde ein Rückkampf angesetzt, der am 31. Mai 2014 in London stattfand. Diesen verlor Groves jedoch durch K.o. in der achten Runde.

Am 20. September 2014 gewann er einstimmig nach Punkten gegen Christopher Rebrasse (22-2) und wurde dadurch Europameister (EBU) im Supermittelgewicht. Im November besiegte er zudem den Amerikaner Denis Douglin (17-3) in der siebenten Runde.

Im September 2015 unterlag er beim Kampf um den WBC-Titel knapp gegen Badou Jack (19-1). Nach einem Sieg gegen Andrea Di Luisa (18-3) im Jänner 2016, gewann er im April desselben Jahres auch gegen David Brophy (16-0) und wurde damit Internationaler WBA-Meister. Im Juni 2016 konnte er Martin Murray (33-3) einstimmig nach Punkten besiegen. Im November 2016 verteidigte er seinen WBA-International-Titel einstimmig gegen Eduard Gutknecht (30-4).

Am 27. Mai 2017 besiegte er Fjodor Tschudinow (14-1) beim Kampf um den WBA-Weltmeistertitel durch technischen K.o. in der sechsten Runde.

George Groves startete beim Turnier World Boxing Super Series und gewann seinen ersten Kampf am 14. Oktober 2017 gegen seinen ungeschlagenen Landsmann Jamie Cox (24-0) durch Knockout in der vierten Runde. Im Halbfinale des Bewerbs traf er am 17. Februar 2018 auf Chris Eubank junior (26-1) und besiegte diesen einstimmig nach Punkten. Er gewann damit den IBO-Weltmeistertitel seines Kontrahenten und qualifizierte sich für das WBSS-Finale, wo er auf den Gewinner der Begegnung zwischen Jürgen Brähmer und Callum Smith treffen soll.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]