George Mikan

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Basketballspieler
George Mikan
GeorgeMikan.jpg
Spielerinformationen
Voller Name George Lawrence Mikan
Spitzname Mr. Basketball
Geburtstag 18. Juni 1924
Geburtsort Joliet, Vereinigte Staaten
Sterbedatum 1. Juni 2005
Sterbeort Scottsdale, Vereinigte Staaten
Größe 208 cm
Position Center
Highschool Joliet Catholic und Quigley Prep (beide Illinois)
College DePaul University
Trikotnummer 99
Vereine als Aktiver
1946–1947 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chicago Gears
1947–1956 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Minneapolis Lakers

George Lawrence Mikan Jr. (* 18. Juni 1924 in Joliet, Illinois; † 1. Juni 2005 in Scottsdale, Arizona) war ein US-amerikanischer Basketballspieler in der National Basketball Association (NBA). Mit 2,08 m war er der erste erfolgreiche „Big Man“ im Basketball. Mikan wurde zum besten Basketballspieler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewählt, war 1996 unter den 50 Greatest Players in NBA History und wurde 1959 in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame aufgenommen.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

George Mikan war Sohn kroatischer Eltern, die aus Vivodina in der Nähe von Karlovac stammten und in die Vereinigten Staaten auswanderten. Mikan studierte an der DePaul University in Chicago und fing dort auch an, Basketball zu spielen. Seine Körpergröße erlaubte es ihm, geworfene Bälle kurz vor dem Korb abzufangen, was im englischenGoaltending“ genannt wird. Mikan und Bob Kurland dominierten mit dieser Art der Verteidigung derart, dass die NCAA 1944 das „Goaltending“ für regelwidrig erklärte. Dennoch hielt die Dominanz an und 1945 wurde Mikan mit der DePaul University National Invitation Tournament-Champion. Dieser bis heute hoch angesehene Titel machte ihn landesweit bekannt und zu einem Star. Er wurde 1944 und 1945 von den Sporting News in deren All-American First Team gewählt.

Im nächsten Jahr unterschrieb er bei den Chicago Gears seinen ersten Profivertrag. Mit den Gears wurde Mikan auf Anhieb Champion der National Basketball League (NBL). Nach dieser äußert erfolgreichen Saison wollte der Besitzer der Gears eine eigene Liga gründen, die National Professional Basketball League. Die Liga löste sich aber frühzeitig wieder auf und die Rechte an Mikan wurden den Minneapolis Lakers zugeschrieben. Mit Mikan im Team gewann der Liganeuling aus Minneapolis direkt das World Professional Basketball Tournament in Chicago gegen die New York Renaissance und Mikan wurde als Center sowohl zum MVP als auch ins All-Tournament First Team gewählt, wie schon 1946 jeweils mit den Chicago American Gears. In der Liga wurden die Lakers Meister und Mikan führte die Liga nach Punkten an und wurde Most Valuable Player. Die National Basketball League erlebte ihre beste Saison und verlor danach aber neben den Lakers zahlreiche Franchises an die Basketball Association of America (BAA). Trotz seiner kurzen Zeit in der NBL wurde Mikan ins All-Time Team der NBL gewählt.

Auch in der BAA und später in der NBA setzte Mikan mit den Lakers seine Erfolgsserie fort und wurde in acht Profijahren insgesamt siebenmal Meister. Nach der Meisterschaft von 1954 beendete Mikan seine Karriere. 1955/56 startete er ein Comeback, brach diesen Versuch jedoch selbst rechtzeitig ab, um keinen Imageschaden zu erleiden. Bis heute ist sein Name untrennbar mit dieser Ära des modernen Profibasketballs verbunden. Kurz nach seinem Karriereende wählte man ihn zum besten Basketballspieler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Diese Wahl wurde zum 50. Geburtstag der NBA bestätigt, als er unter die 50 Greatest Players in NBA History (deutsch: Die 50 besten Spieler der NBA-Geschichte) gewählt wurde.

Ruhestand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

George Mikan versuchte sich in der Saison 1957/58 als Head Coach der Lakers, trat nach einer Bilanz von 9—30 Siegen und einer Siegesquote von 23,1 % aber zurück und wurde im Januar 1958 von John Kundla beerbt. 1967 wurde er erster Commissioner der American Basketball Association (ABA). Auf ihn geht die Idee mit den blau-weiß-roten Bällen zurück.[1]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bruder Ed Mikan spielte von 1948 bis 1954 ebenfalls in BAA und NBA. Sohn Larry spielte in der Saison 1970/71 für die Cleveland Cavaliers.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • George Mikan und Bill Carlson: Mr. Basketball. George Mikan's own story. New York 1952. (engl.)
  • George Mikan und Joseph Oberle: Unstoppable. The Story of George Mikan, the First NBA Superstar. Indianapolis 1997. ISBN 1-57028-132-7 (engl.)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: George Mikan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • George Mikan in der Naismith Memorial Basketball Hall of Fame Auf: Hoophall—Website; Springfield, MA, 2018. Abgerufen am 2. März 2018 (in Englisch).
  • George Mikan Spielerprofil auf Basketball Reference—Website; Philadelphia, PA, 2000–2018. Abgerufen am 2. März 2018 (in Englisch).
  • NBA-Biographie Auf: New York Times—Website; New York City, NY, 2018. Abgerufen am 2. März 2018 (in Englisch).
  • Biografie Auf: Croatian Sports—Website; Zagreb, Kroatien, 1995. Abgerufen am 2. März 2018 (in Englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bijan C. Bayne: Elgin Baylor. The Man Who Changed Basketball. Lanham/Boulder/New York/London, 2015: Rowman and Littlefield Publishers, Inc. ISBN 978-1-4422-4570-9 (Seite 178, in Englisch).