George Wade

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George Wade in Schottland, um 1731

George Wade (* 1673 in Kilavally, Westmeath; † 14. März 1748) war ein britischer Feldmarschall.

George Wade wurde im irischen Kilavally als dritter Sohn des Jerome Wade of Kilavally geboren. Er trat 1690 in das englische Heer ein und diente ab 1692 in Flandern, wo er 1695 zum Hauptmann befördert wurde. Im Spanischen Erbfolgekrieg von 1702 bis 1713 diente er zunächst unter Marlborough, wurde dort zum Major befördert und stieg 1702 schließlich zum Oberstleutnant auf. Ab 1704 gehörte er dem Stab unter Leitung von Lord Galway in Portugal an. Er zeichnete sich 1706 bei den Siegen in Alcantara und Vila Nova sowie 1707 bei der Niederlage in Almanza aus. Wade wurde 1708 zum Brigadegeneral ernannt und 1708 Vizekommandant nach James Stanhope in Menorca, bevor er 1710 nach Spanien zurückkehrte. Nach der siegreichen Schlacht bei Saragossa und wurde wieder nach England gesandt, wo er bis Kriegsende verblieb und 1714 zum Generalmajor befördert wurde.

In Großbritannien versuchte er, politisch Fuß zu fassen, indem er sich 1715 für den Wahlbezirk Hindon in Wiltshire ins House of Commons wählen ließ, bevor er 1715 zur Unterdrückung der Jakobitischen Rebellion nach Bath abkommandiert wurde. 1717 war er an der Aufdeckung einer regierungsfeindlichen Verschwörung beteiligt, die zur Verhaftung des schwedischen Botschafters Graf Gyllenborg führte. 1719 nahm er im Rahmen des Krieges der Quadrupelallianz an einer Expedition unter dem Viscount Cobham zur Einnahme von Vigo teil. Erstmals 1722 wurde er vom Wahlbezirk Bath ins House of Commons gewählt und hatte diesen Parlamentssitz durchgehend bis zu seinem Tod inne. Wade wurde 1724 von Georg I. als Inspekteur nach Schottland gesandt. Er empfahl den Bau von Kasernen, Brücken und stabilen Straßen, um die Herrschaft in dieser Region zu erleichtern. Innerhalb eines Monats wurde er zum Oberbefehlshaber der königlichen Streitkräfte, der Burgen, Festungen und Kasernen in Nordgroßbritannien ernannt und mit der Aufgabe betraut, seine Empfehlungen umzusetzen. Er behielt diese Stellung bis 1740. Zwischen 1725 und 1737 überwachte Wade den Bau von 400 Kilometer Straßen und 40 Brücken, einschließlich der General Wade’s Bridge in Aberfeldy.[1] Die Straßen verbanden die Militärstandorte in Ruthven, Fort George, Fort Augustus und Fort William. Er rief auch die paramilitärische Highland Watches ins Leben, deren Mitglieder aus dem niederen Landadel stammen. Die ersten sechs Kompanien wurden 1725 gegründet, drei bestehend aus Campbells und je eine aus den Frasers, Grants und Munros. Mit vier weiteren bildeten sie ab 1739 das Black Watch Regiment.

Die Beförderung Wades zum Generalleutnant erfolgte 1742, was ihn gleichzeitig zum Geheimrat machte. Ab 1743 wurde er, im Rang eines Feldmarschalls, zum gemeinsamen Befehlshaber der anglo-österreichischen Truppe im Österreichischen Erbfolgekrieg ernannt, wo er in Flandern gegen die Franzosen kämpfte und die britischen Truppen unter Georg II. in der Schlacht bei Dettingen anführte. Er gab im März 1744 dieses Kommando ab und kehrte als Oberbefehlshaber nach Großbritannien zurück. Als sich die Jakobiten 1745 zum zweiten Mal erhoben, konnte Wade nicht mehr Schritt halten. Es gelang ihm nicht, dem Rebellenheer den Zugang nach England abzuschneiden und er kam zu spät um deren Einnahme von Carlisle zu verhindern. Wade verfolgte die Jakobiten bis Westmorland, wo er auf britische Verstärkungen unter Prinz William August, Duke of Cumberland traf. Aufgrund seiner Misserfolge wurde er vom Kommando entbunden und das Oberkommando dem Duke of Cumberland übertragen, der das britische Heer zum entscheidenden Sieg in der Schlacht von Culloden führte.

Wade blieb unverheiratet und kinderlos, starb am 14. März 1748 und wurde in Westminster Abbey bestattet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Informationen der Royal Commission on the Ancient and Historical Monuments of Scotland
VorgängerAmtNachfolger
John Dalrymple, 2. Earl of StairOberbefehlshaber der britischen Armee
1745–1748
John Ligonier