Georges-Antoine Rochegrosse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Plakat zu „Roma“ von Jules Massenet.

Georges-Antoine Rochegrosse (* 1859 in Versailles; † 1938 in Algerien) war ein französischer Maler.

Zu Beginn seiner Karriere war er vor allem ein Historienmaler, wurde durch die Begegnung mit der Kultur Algeriens ein Maler des Orientalismus. Nach dem Tod seiner Frau im Jahr 1920 wurde er durch seine religiöse Malerei berühmt. Er gehört zu den letzten Repräsentanten der Akademischen Kunst.

Rochegrosse wohnte und arbeitete in einem Haus in Paris, das auch das Theater Grand-Guignol beherbergte.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine ersten Kunstkurse bei Alfred Dehodencq in der Académie Julian besuchte er gemeinsam mit Jules Lefebvre und Gustave Boulanger. Später besuchte er die École nationale supérieure des beaux-arts de Paris.

Er bewarb sich in den Jahren 1880 und 1881 um den Prix de Rome. Später erhielt er ein Stipendium, um eine Studienreise zu unternehmen.

Arbeit als Illustrator[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rochegrosse illustrierte die Werke zahlreicher Schriftsteller, darunter Homers Odyssee, das Satyricon von Titus Petronius, die Orestie von Aischylos, Victor Hugos Der lachende Mann und Die Elenden, Auguste Villiers de L'Isle-Adams Akëdysseril, Théophile Gautiers Princesses, Gustave Flauberts Salammbô, Hérodias und La Tentation de saint Antoine sowie Werke von Anatole France.

Algerien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rochegrosse bereiste 1894 Algerien und ließ sich mit seiner Frau Marie Leblond im Jahre 1900 in El Biar in der Nähe von Algier nieder. Jedes Jahr besuchte er im Sommer Paris, wo er der Jury des Salon des artistes français angehörte.

Rochegrosse wurde von Théodore de Banville und Conan Doyle bewundert und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter die Bronzemedaille der Weltausstellung im Jahr 1889, den Ritterorden der Ehrenlegion im Jahr 1892, die Goldmedaille der Weltausstellung 1899 sowie den Offizierorden der Ehrenlegion 1910.

Als Professor in der Kunstakademie in Algier nahm er Einfluss auf Generationen von Orient-Künstlern, darunter Paul Nicolai, José Ortega, Alexandre Rigotard und Marcel Rousseay-Virlogeux.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parsifal, le chevalier aux fleurs (Musée d’Orsay, 1894)
  • 1891: Sündenpfuhl Babylon

Illustrierter Prachtband[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1931: Odysée, übersetzt von Leconte de Lisle, illustriert von Rochegrosse; A. Ferroud, F. Ferroud Successeur, Paris, 501 Exemplare.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Céline Doutriaux, Georges Rochegrosse (1859-1938) ou la violence exacerbée. Un exemple de peinture historico-sadique fin de siècle. Villeneuve d'Ascq : Dactylogramme, 2002, Maîtrise en Histoire de l'Art université de Lille 3 ; D 2002 154

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Georges-Antoine Rochegrosse – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien