Georges Clément

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Georges Clément (* 9. Dezember 1825 in Romont; † 11. April 1871 ebenda) war ein Schweizer Politiker. In den Jahren von 1852 bis 1854 war er Staatsrat des Kantons Freiburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clément war katholisch. Seine Eltern waren Antoine Clément, Arzt in Romont, und Marguerite geb. Badoud, aus einer bedeutenden Bürgerfamilie Romonts. Er heiratete Elisabeth Girod, Tochter des Charles-Auguste, Notar und Grossrat. Georges Clément war der Vater von Athénaïs Clément (1869–1935), Förderin des Haushaltsunterrichts und des Mädchenschutzes, sowie von Gustave Clément (1868–1940), dem berühmten Freiburger Arzt und konservativen Grossrat.

Nach dem Besuch des Kollegiums St. Michael studierte Georges Clément an der Freiburger Rechtsakademie bei Professor Jean-François-Marcellin Bussard. Sein Anwaltspraktikum absolvierte er bei Louis de Wuilleret, dem Führer der Freiburger Konservativen.

Clément entwickelte sich zu einem gemässigten Radikalen. Seine politische Laufbahn begann im Jahr 1848. Zunächst war er Sekretär der Justiz-, dann der Finanzdirektion. Von 1852 bis 1856 sass er als Abgeordneter des Glanebezirks im Grossen Rat. Am 17. März 1852 wurde er in einer schwierigen Wahl mit 28 von 48 Stimmen im vierten Wahlgang zum Staatsrat gewählt. Er trat die Nachfolge Alexandre Thorins an, den er als Direktor des Innern ablöste, und leitete die Direktion von 1852 bis 1854. Nach seinem Rücktritt lehnte er eine Wiederwahl ab.

Nach Beendigung seines Regierungsmandats verliess er die Stadt Freiburg und zog wieder nach Romont. Seine gemässigten Ansichten erklären, warum er unter dem liberal-konservativen Regime Präsident des Bezirksgerichts Glane wurde und blieb (1856–1871). Im Jahr 1856 erwarb er das Notarspatent.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]