Georgios Pachymeres

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Porträt des Pachymeres in einer Handschrift seiner Byzantinischen Geschichte. Bayerische Staatsbibliothek, München

Georgios Pachymeres (Γεώργιος Παχυμέρης; * 1242 in Nicaea; † 1310 in Konstantinopel) war ein byzantinischer Gelehrter, Dichter und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Fall Konstantinopels 1204 floh Pachymeres’ Vater nach Bithynien, wo auch sein Sohn aufwuchs. Georgios Pachymeres zog 1261 nach Konstantinopel und erhielt dort die Weihe zum Priester. Pachymeres studierte dort Jura. Er lehrte an der Hochschule der Hagia Sophia. Trotz seines Widerspruchs gegen die Vereinigung der katholischen und orthodoxen Kirche bewahrte er eine gewisse Neutralität in seinen Schriften, die den Disput zwischen Michael VIII. und Andronikos II. behandelten.

Ein ebenfalls bedeutendes Kompendium war eine Zusammenstellung von dreizehn Büchern (Syngraphikai historiai), die allesamt die byzantinische Geschichte behandelten und als Fortsetzung von Georgios Akropolites anzusehen sind.

Er betätigte sich auch auf anderen Bereichen der Wissenschaft; so erstellte er eine Sammlung der Schriften des Aristoteles und brachte Handbücher über Astronomie, Mathematik und Musik heraus.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pantelis Golitsis: Pachymérès, Georgios. In: Richard Goulet (Hrsg.): Dictionnaire des philosophes antiques. Band 7. CNRS Éditions, Paris 2018, ISBN 978-2-271-09024-9, S. 627–632
  • Johannes Karayannopulos, Günter Weiß: Quellenkunde zur Geschichte von Byzanz (324-1453). Wiesbaden 1982, ISBN 3-447-02244-2, S. 492 f.
  • Pachymeres, Georgius. In: Encyclopædia Britannica. 11. Auflage. Band 20: Ode – Payment of Members. London 1911, S. 433 (englisch, Volltext [Wikisource]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]