Gerald Lembke

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Gerald Lembke 2013 (PR-Foto)

Gerald Lembke (* 30. April 1966[1] in Wolfsburg) ist ein deutscher Betriebswirt mit dem Schwerpunkt Digitale Medien und Fachbuchautor.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur am Anna-Sophianeum-Gymnasium in Schöningen in Niedersachsen und einer Ausbildung zum Industriekaufmann studierte Lembke Wirtschaftspädagogik sowie Wirtschaftswissenschaften an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Bereits als Student gründete Lembke 1994 die mediana Internetagentur GbR deren Gesellschafter er bis 1999 war und dann verkaufte. 1996 schloss er ein Studium als Diplom-Handelslehrer ab. 1998 folgte eine halbjährige Weiterbildung zum Change Manager an der Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft in Bad Harzburg, wo er als Produktmanager, Projektmanager und Assistent der Geschäftsführung arbeitete. Von dort wechselte er zu Bertelsmann, wo er sich an der internen Bertelsmann Corporate University zum Projekt-Manager weiterbilden ließ und wo seine Mitarbeit als solcher bei Bertelsmann beim Gabler Verlag in Wiesbaden 2000 endete. Als selbstständiger Unternehmensberater war Lembke von 1999 bis 2007 Geschäftsführer seines eigenen Beratungsunternehmens LearnAct ! mit Sitz in Wiesbaden. Er gründete die LearnAct! Verlagsgesellschaft, einen Digitalverlag, der 2002 mit der Unternehmensberatung in eine GmbH mündete. 2000 bis 2002 ließ er sich zum „Systemischen Organisationsberater“ und NLP-Practitioner weiterbilden.

2005 promovierte er in Betriebswirtschaftslehre über Organisationsentwicklung mit dem Thema „Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften“[2] bei Uwe Schneidewind. Lembke hatte 2000 bis 2004 einen Lehrauftrag an der AKAD Bildungsgesellschaft in Frankfurt, sowie ab 2005 an der Fachhochschule Wiesbaden. 2007 wurde Lembke Professor für Betriebswirtschaftslehre und Medienmanagement an der damaligen Berufsakademie Mannheim.[3] Als Studiengangsleiter und Studiendekan betreut er seit 2009 die wissenschaftliche Ausbildung im Studiengang Digitale Medien an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim.[4] 2008 wurde die LearnAct ! Unternehmensentwicklung und Verlagsgesellschaft mbH von Wiesbaden nach Heidelberg verlegt. 2012 wurde der Sitz nach Weinheim verlegt und das Unternehmen umfirmiert zum Institut für Medien GmbH.

Lembke verfasste mehrere Bücher zu den Themen Wissensmanagement und Digitale Medien. Er gründete 2012 den Bundesverband für Medien und Marketing in Mannheim. Seitdem steht er dem Verband als Präsident vor.[1] Hier setzt er sich für die Professionalisierung der Digitalen Medien in der Wirtschaftspraxis ein.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Buch Die Lüge der digitalen Bildung: Warum unsere Kinder das Lernen verlernen erhielt Lembke mediale Aufmerksamkeit.[5][6] Norbert Neuß, Professor für Pädagogik und Didaktik an der Universität Gießen, kritisierte Lembkes Thesen über das Lernverhalten von Kindern als „Unsinn“.[5]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die lernende Organisation als Grundlage einer entwicklungsfähigen Unternehmung. Tectum Verlag 2001, ISBN 978-3-8288-8712-1.
  • Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften. Initiative und Förderung der Wissensteilung in Organisation. LearnAct Verlag, Wiesbaden 2005, ISBN 978-3-938627-00-6.
  • Wissensnetzwerke. Grundlagen-Anwendungsfelder-Praxisberichte. LearnAct Verlag, Wiesbaden 2006, ISBN 978-3-938627-02-0.
  • mit Fabian Reinfeldt: Organisation und Management in mittelständischen Unternehmen. LearnAct Verlag, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-938627-03-7.
  • Social Media Marketing. Analyse, Konzeption, Strategien, Umsetzung. Cornelsen Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-589-23908-5.
  • mit Nadine Soyez: Digitale Medien im Unternehmen: Perspektiven des betrieblichen Einsatzes von neuen Medien. Springer Verlag, Heidelberg 2012, ISBN 978-3-642-29905-6.
  • mit Ingo Leipner: Zum Frühstück gibt's Apps: Der tägliche Kampf mit der Digitalen Ambivalenz. Springer Science Verlag, Heidelberg 2014, ISBN 978-3-662-43401-7.
  • mit Ingo Leipner: Die Lüge der digitalen Bildung: Warum unsere Kinder das Lernen verlernen. Redline Verlag, München 2015, ISBN 978-3-86881-568-9.
  • Im digitalen Hamsterrad: Ein Plädoyer für den gesunden Umgang mit Smartphone & Co. medhochzwei Verlag, Heidelberg 2016, ISBN 978-3-86216-302-1.
  • Verzockte Zukunft: Wie wir das Potenzial der jungen Generation verspielen. Weinheim 2019, ISBN 978-3-407-86557-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Profil Gerald Lembke auf kress.de (Memento vom 26. Juli 2013 im Internet Archive)
  2. Dissertationen 2005, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  3. Lebenslauf Gerald Lembke (Memento vom 15. April 2009 im Internet Archive)
  4. Digitale Medien. Medienmanagement und Kommunikation (Memento des Originals vom 26. Juni 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dhbw-mannheim.de (PDF; 4,8 MB), Studienführer Fakultät für Wirtschaft 2010, DHBW Mannheim, S. 46
  5. a b Focus: Machen Computer unsere Kinder doof?, 15. März 2015
  6. Süddeutsche Zeitung: Digitalisierung in der Schule. "Raus mit den Computern", 24. März 2015