Gerardo Seoane

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Gerardo Seoane
Personalia
Voller Name Gerardo Seoane Castro
Geburtstag 30. Oktober 1978
Geburtsort LuzernSchweiz
Grösse 186 cm
Position Innenverteidigung
Junioren
Jahre Station
1986–1990 FC Rothenburg
1990–1995 FC Luzern
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1995–1997 FC Luzern 39 0(2)
1997–1998 FC Sion 13 0(1)
1998–2002 Deportivo La Coruña B 91 (24)
1999–2000 → AC Bellinzona (Leihe) 9 0(0)
2002–2004 FC Aarau 62 0(4)
2004–2006 Grasshoppers Zürich 48 0(4)
2007–2010 FC Luzern 74 0(2)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
mind. 1998–1999 Schweiz U21 mind. 7 0(1)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2011–2012 FC Luzern U15
2012–2014 FC Luzern U18
2013 → FC Luzern (interim)
2014–2017 FC Luzern U21
2014 FC Luzern (Co-Trainer)
2018 FC Luzern
2018–2021 BSC Young Boys
2021– Bayer 04 Leverkusen
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Gerardo «Gerry» Seoane Castro (* 30. Oktober 1978 in Luzern) ist ein ehemaliger Schweizer Fussballspieler und heutiger -trainer, der auch die spanische Staatsbürgerschaft hält. Seit der Saison 2021/22 ist er Cheftrainer beim deutschen Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen.

Karriere als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerardo Seoane begann seine Karriere als Junior beim FC Rothenburg und wechselte später zum FC Luzern. Seoane galt Ende der 1990er Jahre als ein grosses Talent im Schweizer Fussball, doch weder beim FC Luzern noch später beim FC Sion konnte er sich durchsetzen. 1998 wechselte er nach Spanien und schloss sich für mehrere Jahre in der galicischen Heimat seiner Eltern Deportivo La Coruña an.[1] Dort kam er lediglich für die B-Mannschaft zum Einsatz und 2001 schloss er sich leihweise für ein halbes Jahr dem AC Bellinzona an. Daraufhin kehrte Seoane zu Deportivo La Coruña zurück, für die er weiterhin kein Spiel für die Profimannschaft absolvierte.

2002 verpflichtete ihn der FC Aarau, für den er zwei Jahre lang Stammspieler war. Von dort ging er zusammen mit Trainer Alain Geiger zum Stadtzürcher Grasshopper-Club. Auf Anfang 2007 kehrte er zum FC Luzern zurück und spielte dort bis 2010. Im Cupspiel gegen den Grasshopper-Club zog sich der damals 28-Jährige am 14. März 2007 einen Bruch des Schien- und Wadenbeins zu. Er war Mannschaftskapitän des FC Luzern und beendete dort im Juni 2010 seine Karriere.

Karriere als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Ende seiner Laufbahn als Fussballprofi arbeitete Seoane im Nachwuchsbereich des FC Luzern und betreute im April 2013 interimistisch dessen 1. Mannschaft für ein Spiel. Von 2014 bis 2017 war er Trainer des U21-Teams des FC Luzern. Nach der Entlassung von Markus Babbel übernahm Seoane im Januar 2018 die erste Mannschaft des Vereins als Cheftrainer[2], welche zu dem Zeitpunkt auf dem neunten Rang, drei Zähler vor dem Abstiegsplatz, stand. Aufgrund einer überragenden Rückrunde wurde die Saison als Tabellendritter beendet.

Zur Saison 2018/19 wurde er Cheftrainer des Schweizer Meisters BSC Young Boys, mit der er in seiner ersten Saison den Titel verteidigte.[3] Er nahm mit den Young Boys an der Champions League 2018/19 teil und schied nach der Gruppenphase als Gruppenletzter mit vier Punkten aus.

Zur Saison 2021/22 übernahm Seoane den deutschen Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen. Er einigte sich mit dem Verein auf einen Vertrag mit einer Laufzeit über drei Jahre.[4][5] Als Tabellendritter qualifizierten sich die Leverkusener für die Champions League, es war die nach Punkten beste Spielzeit seit neun Jahren für Bayer 04. Im DFB-Pokal schied Seoanes Team in der 2. Hauptrunde gegen den Zweitligisten Karlsruher SC aus. Im Europa-League-Achtelfinale hatten sie sich Atalanta Bergamo geschlagen geben müssen.

Titel und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seoanes Eltern stammen aus Galicien im Nordwesten Spaniens; er besitzt sowohl das Schweizer Bürgerrecht als auch die spanische Staatsbürgerschaft.[6] Neben dem Deutschen und Spanischen spricht Seoane mit Englisch, Französisch, Italienisch und Portugiesisch insgesamt sechs Sprachen fliessend.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ganz nahe am Glamour – und doch weit weg. In: nzz.ch. Neue Zürcher Zeitung, 19. Mai 2002, abgerufen am 19. Mai 2021.
  2. Gerardo Seoane neuer FCL-Trainer (Memento vom 10. Januar 2018 im Internet Archive)
  3. Gerardo Seoane wird neuer YB-Trainer. In: bscyb.ch. BSC Young Boys, 1. Juni 2018, abgerufen am 19. Mai 2021.
  4. Gerry Seoane wechselt zu Bayer 04 Leverkusen. In: BSC Young Boys. Berner Sport Club Young Boys, 19. Mai 2021, abgerufen am 19. Mai 2021.
  5. Seoane wird Cheftrainer – Wolf kehrt zum DFB zurück. In: bayer04.de. Bayer 04 Leverkusen, 19. Mai 2021, abgerufen am 19. Mai 2021.
  6. Daniel Wyrsch: Fussball: FCL-Trainer Gerardo Seoane: «Ich atme 24 Stunden Fussball». In: luzernerzeitung.ch. Luzerner Zeitung, 9. Januar 2018, abgerufen am 21. April 2019.
  7. Gerardo Seoane: Sprach-Talent und Offensiv-Liebhaber; bayer04.de, vom 19. Mai 2021, abgerufen am 21. Mai 2021