Gerbépal

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Gerbépal
Wappen von Gerbépal
Gerbépal (Frankreich)
Gerbépal
Region Lothringen
Département Vosges
Arrondissement Saint-Dié-des-Vosges
Kanton Corcieux
Koordinaten 48° 9′ N, 6° 55′ O48.1508333333336.9227777777778630Koordinaten: 48° 9′ N, 6° 55′ O
Höhe 583–1.083 m
Fläche 19,18 km²
Einwohner 572 (1. Jan. 2012)
Bevölkerungsdichte 30 Einw./km²
Postleitzahl 88430
INSEE-Code
Website http://www.gerbepal.fr

Blick auf Gerbépal von Westen aus

Gerbépal ist eine französische Gemeinde im Département Vosges in der Region Lothringen. Sie gehört zum Arrondissement Saint-Dié-des-Vosges, zum Kanton Corcieux und zum 2002 gegründeten Kommunalverband Val de Neuné.

Geografie[Bearbeiten]

Die 572 Einwohner (1. Januar 2012) zählende Vogesen-Gemeinde Gerbépal liegt an der oberen Neuné, einem Nebenfluss der Vologne, zwischen den Städten Saint-Dié-des-Vosges und Gérardmer. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Col du Plafond (620 m, Übergang zum Tal der Meurthe) im Norden bis zum Col de Martimpré (796 m, Übergang zum Tal der Vologne) im Süden auf einer Länge von zehn Kilometern.

Zur 19,18 km² großen Gemeinde gehören die Ortsteile Aux Fourneaux, La Basse de Martimpré, Les Trexons und Martimpré.

Nachbargemeinden von Gerbépal sind Anould im Norden, Ban-sur-Meurthe-Clefcy im Osten, Xonrupt-Longemer im Süden, Gérardmer im Südwesten, Arrentès-de-Corcieux im Westen sowie Corcieux im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

1378 wurde das Dorf erstmals als Gerbepaltz urkundlich erwähnt. Es bestand zu dieser Zeit aus den Weilern Ruxurieux und Vichibure und war Teil der Herrschaft Martimprey, die der Bailliage von Bruyères zugeordnet war.[1]

Nahe der Kapelle im Ortsteil Martimpré befand sich ein Schloss aus dem Jahr 1532. Es wurde 1635 während des Dreißigjährigen Krieges zerstört, die Ruinen 1830 abgerissen. Anstelle des Schlosses entstanden zwei Häuser, von denen eines 1944 von deutschen Truppen abgebrannt wurde.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 431 449 380 436 483 503 530

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kirche Saint-Jean-Baptiste, im späten 17. Jahrhundert errichtet
  • Kapelle Sainte-Anne im Ortsteil Martimpré, 1606 erbaut
Kirche Saint-Jean-Baptiste
Kapelle Sainte-Anne

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In der Gemeinde Gerbépal sind noch acht Landwirtschaftsbetriebe im Voll- oder Nebenerwerb tätig.[3] Neben dem Tourismus und dem Kleingewerbe (Bäckerei, Autoreparatur, Kerzenherstellung[4]) spielt das Handwerk und der Tourismus zunehmend eine Rolle. Im Norden der Gemeinde, vor dem Col du Plafond, befindet sich eine Kartbahn.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Kartbahn am Col du Plafond

Die Hauptstraße in der Gemeinde verbindet als Départementsstraße D 8 Gerbépal mit der Stadt Gérardmer und (über Anould) mit der Unterpräfektur Saint-Dié-des-Vosges. Die D 86 führt von Gerbépal in die Kleinstadt Corcieux.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Aus Gerbépal stammt Maurice Lemaire (1895-1979), der in der französischen Regierung zwischen 1953 und 1957 verschiedene Ministerämter innehatte.

Quellen[Bearbeiten]

  1. vosges-archives.com/Gerbepal (französisch; PDF; 81 kB)
  2. Le château de Martimpré auf gerbepal.free.fr (französisch)
  3. gerbepal.free.fr/agriculture (französisch)
  4. gerbepal.free.fr/commerce local (französisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gerbépal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien