Gerbrunn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gerbrunn
Gerbrunn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gerbrunn hervorgehoben
Koordinaten: 49° 47′ N, 9° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Höhe: 243 m ü. NHN
Fläche: 4,58 km²
Einwohner: 6235 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 1361 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97218
Vorwahl: 0931
Kfz-Kennzeichen: WÜ, OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 136
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Webpräsenz: www.gerbrunn.de
Bürgermeister: Stefan Wolfshörndl (SPD)
Lage der Gemeinde Gerbrunn im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild

Gerbrunn ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerbrunn liegt am östlichen Stadtrand von Würzburg, etwa vier Kilometer von dessen Innenstadt entfernt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Gerbrunn grenzen außer Würzburg im Westen die Gemeinden Rottendorf im Nordosten, Theilheim im Südosten und Randersacker im Süden.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerbrunn gliedert sich in die zwei Ortsteile Gerbrunn und Gieshügel.[2]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname stammt aus einer Zusammensetzung von Ger (v. ahd. gêr „Wurfspieß“), weil der Ort, auch topografisch bedingt, in seiner Entstehungszeit dieser Form ähnlich sah, und Brunnen, nach dem Brunnen, der heute noch im Altort nahe dem Rathaus aktiv ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerbrunn vom Roßsteig aus 2012
„Römerbrücke“ Gerbrunn 2007

Gerbrunn wurde im Jahre 1107 erstmals urkundlich erwähnt. Als Teil des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde Gerbrunn 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg (1805) Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern zurückfiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Nördlich von Gerbrunn befindet sich die „Römerbrücke“, die im 18. Jahrhundert unter Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim erbaut nach nur einem Jahr wegen Baufälligkeit wieder aufgegeben wurde. Sie hätte die Straßenverbindung Frankfurt – Nürnberg – Wien verbessern sollen.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1900 1939 1950 1970 1987 2002 2005 2011
Einwohner 568 870 1261 4037 5791 6206 6277 6480

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen vom 2. März 2008 und 16. März 2014 führten zu folgenden Ergebnissen:[3][4]

Partei / Liste CSU SPD FWG Grüne Wahl-beteiligung
Sitze 2008 6 8 6 2008: 55,3 %
Stimmenanteil 2008 31,3 % 39,2 % 29,4 %
Sitze 2014 5 8 5 2 2014: 57,4 %
Stimmenanteil 2014 26,9 % 37,7 % 23,7 % 12,3 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Stefan Wolfshörndl (SPD). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Hans Lorke (Freie Wahlgemeinschaft) und 2008 wiedergewählt. 2014 wurde er erneut mit 80,4 % der abgegebenen Stimmen gewählt.

Gemeindefinanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 3.929.000 Euro, davon waren 449.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Gerbrunn ist durch zwei Bogenlinien in drei Felder aufgeteilt: Links oben befindet sich das Stammwappen des Adelsgeschlechts Castell, Ortsherren von 1212 bis 1625, rechts oben sieht man den Fränkischen Rechen, im unteren Feld ist auf blauem Grund ein Brunnen abgebildet, der auf den Ortsnamen hinweist.

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindepartnerschaften bestehen mit[5]

Zu Schoorl in der niederländischen Gemeinde Bergen (Nordholland) bestehen freundschaftliche Beziehungen.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2011 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 305 und im Bereich Handel und Verkehr 247 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 194 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 2159. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2010 sechs landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 107 ha, davon waren 93 ha Ackerfläche.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fußballmannschaft des TSV Gerbrunn war in der Saison 2003/04 als Bayernpokalfinalist für den DFB-Pokal qualifiziert. Gegen den Zweitligisten Wacker Burghausen verlor der Neuntligist sein Erstrundenspiel 0:14 – ebenso hoch wie kurz zuvor das Bayernpokal-Endspiel gegen den Oberligisten TSV Aindling.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gerbrunn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gerbrunn. In: Bayerische Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 13. September 2012 (Die Auflistung der Ortsteile befindet sich auf einer Unterseite).
  3. Statistik kommunal 2011: Gerbrunn. Wahlen. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, 16. Mai 2012, S. 8, 9, abgerufen am 13. September 2012 (pdf; 1,3 MB).
  4. für 2014: Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB)
  5. Initiativkreis für Europäische Städtepartnerschaften (IGEP) e. V.
  6. Website Gerbrunn