Gerd-Helmut Komossa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Gerd-Helmut Komossa (* 11. November 1924 in Allenstein, Ostpreußen; † 26. April 2018 in Bonn[1]) war ein Generalmajor der Bundeswehr. Er war von 1977 bis 1980 Chef des Amtes für Sicherheit der Bundeswehr (ASBw) sowie Chef des Militärischen Abschirmdienstes (MAD).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er trat 1943 in die Wehrmacht ein und wurde als Vorgeschobener Beobachter an der Ostfront eingesetzt. 1945 geriet er in sowjetische Gefangenschaft, welche er in einem Lager in Tilsit in Ostpreußen verbrachte. Nach dem Krieg wurde er 1956 als Oberleutnant in die Bundeswehr übernommen. Von 1971 bis 1973 war er Adjutant des Generalinspekteurs der Bundeswehr, Admiral Armin Zimmermann.

Nach seiner Tätigkeit in der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg übernahm Komossa unter dem sozialdemokratischen Verteidigungsminister Georg Leber am 28. September 1977, nach der Pensionierung von Brigadegeneral Paul-Albert Scherer, die Leitung des Militärischen Abschirmdienstes (MAD). Der MAD war damals wegen einer Reihe von klandestinen Abhöroperationen (z. B. Lauschaffäre Traube), schwer angeschlagen, Komossa sollte den Nachrichtendienst neu organisieren. Danach übernahm er als Nachfolger von Gert Bastian das Kommando über die 12. Panzerdivision und wurde zum Generalmajor befördert. Im Anschluss daran war er vom 1. April 1983 bis zum 31. März 1985 Befehlshaber des Territorialkommandos Süd.

1996/97 gehörte Komossa zu den Gründungsmitgliedern der Stimme der Mehrheit.

Seit 2000 veröffentlichte Gerd Komossa mehrere Bücher, zwei davon im als politisch rechtsgerichtet geltenden Verlag Stocker/Ares. Der rechtsextremen National Zeitung gab er ein Interview (Ausgabe 25/2005). Er war Vorsitzender der Gesellschaft für die Einheit Deutschlands e. V. (Bonn), die 2001 von der Bundeszentrale für politische Bildung als anerkannter Bildungsträger gefördert wurde.[2][3]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Traueranzeige von Gerd Helmut Komossa Generalmajor a.D. † 26.04.2018. Abgerufen am 6. Juni 2018.
  2. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/www.bpb.deBundeszentrale für politische Bildung/Partner
  3. @1@2Vorlage:Toter Link/www.bpb.de(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: Anerkannte Bildungseinrichtungen)