Gerd Bedszent

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Gerd Bedszent (* 1958 in Nordhausen) ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerd Bedszent erlernte zunächst den Beruf eines Baustoffprüfers, studierte dann Bauingenieurwesen und Betriebswirtschaft. Er arbeitete viele Jahre im Verkehrsbau, bis er dann in die Journalistik wechselte.[1]

In der späten DDR war er ein Mitglied der Initiative für eine Vereinigte Linke (VL), wie aus diversen Beiträgen im Zirkular Vau-elL hervorgeht, die aus den Jahren 1990/1991 datieren.[2] Nach deren Zerfall engagierte er sich zunächst in verschiedenen außerparlamentarischen Initiativen. Ab Mitte der 1990er Jahre engagierte er sich im Rahmen der Krisis-Gruppe. 2004 verließ er den Zusammenhang und schloss sich der damals neugegründeten Exit!-Gruppe an.

Bedszent verfasste mehrere Prosawerke und ist Herausgeber einer Buchreihe mit dramatischen Texten im Rahmen der Trafo-Verlagsgruppe.[3] Zusammen mit der Schriftstellerin Katrin Lange verfasste er mehrere Theaterstücke. Er ist Redakteur der Vierteljahreszeitschrift BIG Business Crime, schreibt regelmäßig für die Tageszeitung "junge Welt" und für die Zweiwochenzeitschrift Ossietzky sowie gelegentlich für das "Neue Deutschland" und die Wochenzeitschrift "Der Freitag".[4]

Bedszent gehörte im März 2018 zu den Erstunterzeichnern einer Erklärung, in der sich Schriftsteller und andere Kulturschaffende mit allen Menschen solidarisieren, die "vor Krieg, Verfolgung und Armut in unsrem Land Zuflucht suchen".[5]

Gerd Bedszent ist Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller und seit dem 9. Mai 2018 Beisitzer im Vorstand des Berliner Landesverbandes (VS Berlin).[6] Er ist verheiratet und lebt in Berlin.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belletristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Meuterei vor Troja, historischer Roman, Trafo Verlag, 2005
  • Jenseits der Cherubim, phantastische Erzählungen, Trafo Verlag, 2006
  • Dark Hole, Science Fiction Erzählung, Edition TES, 2010
  • Der einsame Kobold und andere Geschichten, Kinderbuch, Trafo Verlag, 2011
  • Im Auge des Chaac, Abenteuererzählung, Edition TES, 2012
  • Finklbergs Plan, Science Fiction Erzählung, in: Gerd-Michael Rose (Hg.) Heimkehr - Thüringen morgen und übermorgen, Edition TES + Ringelberg Verlag, 2015
  • Spuren im Wasser, Erzählung, Tageszeitung Junge Welt vom 23./24. Juli 2016 (Wochenendbeilage, Seite 6f.)

Wissenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arbeitskult und Wirklichkeit, Essay, in: Kurz/Trenkle/Lohoff (Hg.) Elf Attacken gegen die Arbeit, Konkret Literatur Verlag, 1999
  • 42 Jahre Volks-Dschamarija, Essay, in: Fritz Edlinger (Hg.) Libyen, Hintergründe, Analysen, Berichte, Promedia Verlag, 2011
  • Zusammenbruch der Peripherie, Sammelband, Horlemann Verlag, 2014
  • Nigeria – vom Ölparadies zum zerbrechenden Staat, Essay, in: Exit! Nr. 13, Horlemann Verlag, 2016
  • Oligarchie als Erscheinungsform erodierender Staatsmacht, Essay, in: Exit! Nr. 14, Horlemann Verlag, 2017
  • Wirtschaftsverbrechen und andere Kleinigkeiten, Sammelband, Nomen Verlag, 2017
  • Staatsgewalt vom Beginn der Neuzeit bis heute, Essay, in: Exit! Nr. 16, zu Klampen Verlag, 2019

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurzbiographie in der Tageszeitung junge Welt, 23./24. Juli 2016 (Wochenendbeilage, S. 6).
  2. Vau-elL Nr. 9 vom 25. November 1990, Seite 11, Vau-elL Nr. 14 vom 29. April 1991, Seite 10, Vau-elL Nr. 25 vom 25. Juni 1991, Seite 6, Vau-elL Nr. 16 vom 28. August 1991, Seite 16ff, Vau-elL Nr. 17 vom 24. Oktober 1991, Seite 8, Vau-elL Nr. 18 vom 5. Dezember 1991, Seite 8, Vau-elL Nr. 19/20 vom 7. März 1992, Seite 38, Vau-elL Nr. 21 vom 2. Mai 1992, Seite 17
  3. trafoberlin.de Gerd Bedszent (Stand: 14.12.2013).
  4. Antieiszeitkomitee Gerd Bedszent PDF.
  5. Unsere Antwort für Demokratie und Menschenrechte.
  6. Neue Vorstände, gewählt am 9. Mai 2018, online unter vs-berlin-brandenburg.de.