Gerd Kleinheyer
Gerd Kleinheyer (* 2. August 1931 in Berlin; † 28. Juni 2026[1][2]) war ein deutscher Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach einem Studium der Rechtswissenschaft, der Promotion 1959 an der Universität Bonn und der Habilitation 1967 an der Universität Bonn (bei Hermann Conrad) war er dort Privatdozent. 1967 wurde er Professor an der Universität Regensburg und 1973 an der Universität Bonn. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit waren Deutsche Rechtsgeschichte, Bürgerliches Recht und Handelsrecht.
Seit 1950 war er Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Bavaria Bonn. Er war Mitglied der Vereinigung für Verfassungsgeschichte.
Gerd Kleinheyer starb am 28. Juni 2026 im Alter von 94 Jahren; seine Frau Agnes geb. Kessel starb am folgenden Tag im Alter von 91 Jahren.[3]
Schriften (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Staat und Bürger im Recht. Die Vorträge des Carl Gottlieb Svarez vor dem preußischen Kronprinzen (1791–1792) (= Bonner rechtswissenschaftliche Abhandlungen, Bd. 47). Röhrscheid, Bonn 1959 (Dissertation Universität Bonn).
- Die kaiserlichen Wahlkapitulationen. Geschichte, Wesen und Funktion (= Studien und Quellen zur Geschichte des deutschen Verfassungsrechts, Reihe A, Bd. 1). Müller, Karlsruhe 1968 (Habilitationsschrift Universität Bonn).
- Zur Rechtsgestalt von Akkusationsprozeß und peinlicher Frage im frühen 17. Jahrhundert. Ein Regensburger Anklageprozeß vor dem Reichshofrat. Opladen 1971, ISBN 3-531-09045-3.
- Das Allgemeine Landrecht für die preußischen Staaten vom 1. Juni 1794. An der Wende des Spätabsolutismus zum liberalen Rechtsstaat. Vortrag: 17. Oktober 1994. Heidelberg 1995, ISBN 3-8114-7295-X.
- Beiträge zur Strafrechtsgeschichte. Berlin 2011, ISBN 978-3-631-63547-6.
- mit Jan Schröder: Deutsche und Europäische Juristen aus neun Jahrhunderten. 6. Auflage. Stuttgart 2017, ISBN 978-3-8252-4526-9.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Franz Dorn und Jan Schröder (Hrsg.): Festschrift für Gerd Kleinheyer zum 70. Geburtstag. C.F. Müller, Heidelberg 2001, ISBN 3-8114-5015-8.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von und über Gerd Kleinheyer im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Biographische Angaben bei beck-shop.de
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Der Fachbereich Rechtswissenschaft trauert um Prof. Dr. iur. Gerd Kleinheyer. Universität Bonn, Fachbereich Rechtswissenschaft, 2. Juli 2026, abgerufen am 3. Juli 2026 (deutsch).
- ↑ Kleinheyer, Gerd. In: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender Online. degruyter.com, abgerufen am 31. Mai 2020 (begründet von Joseph Kürschner; ständig aktualisierte zugangsbeschränkte Onlineausgabe).
- ↑ Der Fachbereich Rechtswissenschaft trauert um Prof. Dr. iur. Gerd Kleinheyer. lebenswege.faz.net, 3. Juli 2026, abgerufen am 4. Juli 2026 (deutsch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kleinheyer, Gerd |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Rechtswissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 2. August 1931 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 28. Juni 2026 |
- Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)
- Rechtshistoriker (20. Jahrhundert)
- Rechtshistoriker (21. Jahrhundert)
- Korporierter im CV
- Absolvent der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
- Mitglied der Vereinigung für Verfassungsgeschichte
- Deutscher
- Geboren 1931
- Gestorben 2026
- Mann