Gerda-Maria Jürgens

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gerda-Maria Jürgens (* 10. Mai 1917[1] in Danzig; † 2. Dezember 1998) war eine deutsche Volksschauspielerin bei Bühne, Film und Fernsehen.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jürgens begann ihre Bühnenlaufbahn 1940 in Berlin bei der Gastspieldirektion Pleß. 1941 folgte sie einem Ruf an das Stadttheater der deutsch-besetzten Stadt Lublin. Bis zur Schließung aller deutschen Bühnen im Spätsommer 1944 war sie am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin verpflichtet. Ihr erstes Nachkriegsengagement führte sie 1945 bis 1948 an das Theater der Jugend in Stuttgart. Es folgten Verpflichtungen nach Eisenach, Aachen, Düsseldorf und vor allem (regelmäßig seit 1954) Hamburg, wo man sie unter anderem am Das Junge Theater, am Theater im Zimmer und an Peter Ahrweilers Die kleine Komödie sehen konnte. Ihr Spezialgebiet war das Boulevardtheater, wo sie häufig als zänkische Kleinbürgerin, Nachbarin oder Ehefrau besetzt wurde.

Nebenbei begann Ende der 50er Jahre Film und besonders das Fernsehen an Bedeutung zu gewinnen. Bekannt geworden war Gerda-Maria Jürgens vor allem durch Übertragungen aus dem Kölner Millowitsch-Theater. Neben Auftritten in einer Vielzahl von Fernsehserien (Stahlnetz, Großstadtrevier oder neben Evelyn Hamann in Geschichten aus dem Leben und Adelheid und ihre Mörder) wirkte sie auch in einigen Fernsehspielen, darunter der Frau Holle-Märchenverfilmung von Rudolf Jugert oder Pole Poppenspäler mit. 1996 spielte sie eine kleine Rolle in Francesco Rosis ergreifendem Drama über heimkehrende KZ-Häftlinge Atempause.

Hörspielrollen hatte sie u. a. in Hui Buh – Das Schloßgespenst und Scotland Yard.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehen, wenn nicht anders angegeben

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1950: André Gide/Jean-Louis Barrault: Der Prozeß – Regie: Cläre Schimmel (Hörspiel – SDR)
  • 1950: Die Landung – Regie: Cläre Schimmel
  • 1956: Monsieur Job oder Was alles einem Menschen nicht gehört – Regie: Gert Westphal
  • 1956: Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück (Folge: Die Lokomotive in der Tasche) – Regie: Gerd Fricke
  • 1956: Schloß am Meer – Regie: Kurt Reiss
  • 1956: Der neue Mantel – Regie: Gert Westphal
  • 1956: Unterm Birnbaum – Regie: Gert Westphal
  • 1956: Der Spieler – Regie: Gert Westphal
  • 1956: In einem Garten in Aviano – Regie: Gert Westphal
  • 1957: Die Iden des März – Regie: Gert Westphal
  • 1957: Der Mann, der nicht schlafen konnte – Regie: Hans Rosenhauer
  • 1957: Wieviel Erde braucht der Mensch – Regie: Gustav Burmester
  • 1958: Ein Blinder geht durch die Stadt – Regie: Kurt Reiss
  • 1958: Die Jagd nach dem Täter (Die Dame mit dem grünen Schleier) – Regie: S. O. Wagner
  • 1958: Die sieben Tage der Anna Pauly – Regie: Wolfgang Schwade
  • 1958: Spaziergang in die Vergangenheit (Erinnerung an einen Feiertag/Rückreise) – Regie: Fritz Schröder-Jahn
  • 1958: Die Rückreise – Regie: Fritz Schröder-Jahn
  • 1959: Der Prozess der Jeanne d’Arc zu Rouen 1431 – Regie: Hans Lietzau
  • 1959: Die Karaffe – Regie: Kurt Reiss
  • 1959: Alle inbegriffen – Regie: Wolfgang Schwade
  • 1960: Die Jagd nach dem Täter (Panik in Pearson) – Regie: Gerda von Uslar
  • 1960: Die Jagd nach dem Täter (Totentanz in g-moll) – Regie: Gustav Burmester
  • 1960: Die Bittgänger – Regie: Gustav Burmester
  • 1961: Das schweigende Dorf – Regie: Fritz Schröder-Jahn
  • 1961: Die Jagd nach dem Täter (Der zertrümmerte Aschenbecher) – Regie: S. O. Wagner
  • 1965: Diamanten machen Freude – Regie: Harald Vock
  • 1967: Klavier im Fluß – Regie: Gert Westphal
  • 1984: Tapetenwechsel – Regie: Gottfried von Einem
  • 1992: Tödliche Therapie – Regie: Ferdinand Ludwig

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. andere Quellen nennen das Jahr 1921.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Caspar Glenzdorf:Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon. Band 2, S. 771. Prominent-Filmverl., Bad Münder 1961.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]