Gerhard Anton Gramberg

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Gerhard Anton Gramberg (* 5. November 1744 in Tettens; † 10. März 1818 in Oldenburg) war Stadt- und Landphysikus in Oldenburg (Oldenburg)

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gramberg studierte ab 1763 in Göttingen und promovierte 1766 über das Thema „Lungenbluten“. 1767 ließ er sich als praktischer Arzt im damals dänischen Oldenburg nieder und wurde 1778 zum Hof- und Garnisonsmedicus ernannt. 1783 wurde er Kanzleirat und im Jahr 1792 wurde Gramberg zum Mitglied der Leopoldina gewählt. Im gleichen Jahr erhielt er die Cothenius-Medaille der Leopoldina.

Gramberg verfügte über eine für diese Zeit ungewöhnlich große Fachbibliothek mit 5295 Bänden, davon 2114 im medizinischen Bereich, welche sich heute in der Landesbibliothek Oldenburg befinden. Zusammen mit Gerhard Anton von Halem redigierte er die „Oldenburger Blätter“. Seit 1794 zum Stadt- und Landphysikus ernannt, war er 1800 und 1814 beteiligt an der Durchsetzung medizinischer Reformen.[1]

Er war Teil eines Freundeskreis u. a. mit Helfrich Peter Sturz und Georg Christian Oeder, später kam Gerhard Anton von Halem dazu

Sein ältester Sohn war der jung verstorbene Jurist und Dichter Gerhard Anton Hermann Gramberg (1772–1816).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • MutzenbecherGramberg, Gerhard Anton. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 9, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 576.
  • Gabriele Crusius (Hrsg.): „Leben und wirken Sie noch lange für Wahrheit, Wissenschaft und Geschmack!“ - Briefe des Oldenburger Arztes und Schriftstellers Gerhard Anton Gramberg an den Berliner Buchhändler und Schriftsteller Friedrich Nicolai aus der Zeit zwischen 1789 und 1808. Isensee, Oldenburg 2001 (= Oldenburger Forschungen, Neue Folge 14), ISBN 3-89598-755-7
  • Gabriele Crusius: Medizin und Kultur im Oldenburg der Spätaufklärung. Zur Gestalt des Gerhard Anton Gramberg (1744-1818). In: Oldenburger Jahrbuch. Band 95, 1995, S. 49-72, ISSN 0340-4447
  • Formen der Geselligkeit in Nordwestdeutschland 1750-1820 herausgegeben von Peter Albrecht, Hans Erich Bödeker, Ernst Hinrichs, ISSN 0342-5940 Seite 47 ff

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andreas Mettenleiter: Selbstzeugnisse, Erinnerungen, Tagebücher und Briefe deutschsprachiger Ärzte. Nachträge und Ergänzungen II (A–H). In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. 21, 2002, S. 490–518; S. 509