Gerhard Boldt (Offizier)

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Gerhard Boldt (* 24. Januar 1918 in Lübeck; † 7. Mai 1981 ebenda) war ein deutscher Rittmeister der Reserve und Autor. Boldt gilt als Zeitzeuge der letzten Tage in der Reichskanzlei.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. April 1943 war ihm als Oberleutnant der Reserve und Führer der 3. Kompanie der Aufklärungs-Abteilung 158 an der Ostfront das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen worden.[2]

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges war er in der Abteilung Fremde Heere Ost direkt Reinhard Gehlen unterstellt, welcher später den Bundesnachrichtendienst aufbaute. Von Anfang Februar 1945 bis zum 29. April 1945 war Boldt als Adjutant von Bernd Freytag von Loringhoven im Führerbunker in Berlin tätig. Danach setzte er sich zusammen mit von Loringhoven nach Westen ab und ging in britische Kriegsgefangenschaft.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die letzten Tage der Reichskanzlei. Rowohlt, Hamburg-Stuttgart 1947.
  • Hitler: Die letzten Tage in der Reichskanzlei. Ullstein, 1973, ISBN 3-550-07295-3.
  • Mit Alfons Schulz: Drei Jahre in der Nachrichtenzentrale des Führerhauptquartiers. Christiana-Verlag 1997, ISBN 3-7171-1028-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Torben Fischer, Matthias N. Lorenz: Lexikon der 'Vergangenheitsbewältigung' in Deutschland: Debatten- und Diskursgeschichte des Nationalsozialismus nach 1945. transcript Verlag 2015, ISBN 3-839-42366-X, S. 237.
  2. Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939-1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs. Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 233.