Gerhard Habarta

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Gerhard Habarta

Gerhard Habarta (* 1. Juli 1939 in Wien, Österreich) ist ein österreichischer Autor, Galerist und Verleger.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Palais Pallfy am Josefplatz (2006)

Im Jahr 1955 begann Habarta mit der Jugend- und Bildungsarbeit und gründete die Arbeitsgemeinschaft junger Sammler. 1958 begann er mit seiner Tätigkeit als Galerist, Ausstellungsmacher, Autor und Verleger. In den Jahren 1966 bis 1971 arbeitete er als Programmleiter des Kunstbuchprogramms des Verlages der Stadt Wien mit Buchpublikationen auch von Phantasten, darunter das erste Werkverzeichnis der Druckgrafik von Ernst Fuchs und von Helo Weis, sowie Werkmonographien von A.P.Gütersloh, Fritz Janschka und Helmut Kies.

1971 nahm er seine Tätigkeit als Herausgeber internationaler Grafikeditionen, Skulpturen und Multiples auf. Durch diese Arbeit pflegte er eine verlegerische Zusammenarbeit mit zahlreichen Künstlern des Surrealismus und der Phantastischen Kunst, darunter Salvador Dalí (Grafik und Plastiken), Leonor Fini, Andre Masson, Felix Labisse, Niki de Saint Phalle, Verlon, Rudolf Hausner, Arik Brauer, Ernst Fuchs, Anton Lehmden, Helmut Kies und Wolfgang Hutter.

Ab 1978 veranstaltete er Groß- und Museumsausstellungen zur Alltagskultur mit Werken der klassischen Moderne in Österreich, Deutschland, Frankreich, Belgien und der Schweiz, darunter bedeutende Werkkomplexe von Pablo Picasso, Henry Moore, Marino Marini und Alfred Hrdlicka. Er organisierte zahlreiche Großausstellungen in Österreich, Deutschland, Ungarn, Frankreich und der Schweiz mit mehr als 200 Bildern und Zeichnungen und mehr als 1.000 Arbeiten des Graphischen Werks von Salvador Dalí. Zu diesen Ausstellungen wurden jeweils umfangreiche Katalogbücher veröffentlicht.[1]

Habarta ist Mitbegründer des Phantastenmuseums in Wien, das seit Januar 2011 im Wiener Palais Pallfy am Josefsplatz zu finden ist. Heute ist er als Berater und Kurator für das Museum tätig. Außerdem arbeitet er am Aufbau des internationalen Archivs der phantastischen Künstler, das sich ebenfalls im Palais Palffy befindet, mit.[2][3]

Gerhard Habarta lebt in Niederösterreich.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher zu Kunst und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Handbuch Picasso. Collectors Digest. Books on Demand, 2000, ISBN 3-8311-0931-1.
  • Salvador Dalí - Der Grafiker, der Bildhauer, der Schriftsteller. Verlag ExtraMax, Kranenburg 2003, DNB 1071236946.
  • Ernst Fuchs -Das Einhorn zwischen den Brüsten der Sphinx. Biographie. Verlag Styria, 2001, ISBN 3-222-12851-0.
  • Kunst in Wien nach ’45 - Frühere Verhältnisse. Verlag Der Apfel, Wien 1996, ISBN 3-85450-045-9.
  • Comic Welten. Katalogbuch. Ed. Comic-Forum, Wien 1992, ISBN 3-900390-62-2.
  • Catalogue of the guaranteed genuine & original Engravings of Salvador Dalí, Museum Perrot-Moore. Wien 1988, ISBN 3-85016-031-9.
  • Les 678 Tres riches Signatures de Salvador Dalí. Collectors Club, 1984, ISBN 3-85016-024-6.[4]

Bücher zur Kulturgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erzählungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gerhard Habarta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Autor. Abgerufen am 28. August 2017.
  2. Gerhard Habarta. Abgerufen am 28. August 2017.
  3. Int. Phantastenmuseum Wien. In: Kulturzentrum Palais Palffy. (palais-palffy.at [abgerufen am 28. August 2017]).
  4. Gerhard Habarta. In: Fantastic Visions. 27. August 2010 (fantasticvisions.net [abgerufen am 28. August 2017]).
  5. Hubert Thurnhofer: Gerhard Habarta über die Phantasten unter den Künstlern. Abgerufen am 28. August 2017.