Gerhard Heimerl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Gerhard Heimerl im März 2011.

Gerhard Heimerl (* 16. Oktober 1933 in Neudorf bei Marienbad, Tschechoslowakei) ist ein deutscher Verkehrswissenschaftler. Er ist Professor emeritus für Eisenbahnwesen[1] an der Universität Stuttgart. Zu seinen wissenschaftlichen Schwerpunkten zählen das Eisenbahnwesen und insbesondere die Verkehrswirtschaft.

Er erarbeitete die 1988 vorgestellte so genannte Heimerl-Trasse (Neubaustrecke Wendlingen–Ulm) als Alternative für die Ausbaustrecke/Neubaustrecke Plochingen–Günzburg.[2] Daraus ging letztlich das 1994 als Stuttgart 21 vorgestellte Verkehrskonzept hervor.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerhard Heimerl studierte nach dem Abitur in Kronach (Oberfranken) bis 1958 an der TH München Bauingenieurwesen. Dort wurde er 1954 Mitglied der Studentenvereinigung Polytechnischer Club, heute Burschenschaft Franco-Bavaria München. Später wurde er auch Mitglied der Burschenschaft Hilaritas Stuttgart.[3] In beiden Studentenverbindungen bekleidete er mehrere Ehrenämter. 1958 trat er in den Dienst der Deutschen Bundesbahn. 1961 kam er als Assistent von Professor Walther Lambert an die TH Stuttgart, wo er 1964 seine Promotion abschloss.[4] Von 1964 bis 1973 war er für die Deutsche Bundesbahn tätig. Dabei war er auch zeitweise Bahnhofsvorsteher in Nagold.[5] Nach Tätigkeiten im Bereich der Bundesbahndirektionen Stuttgart, Augsburg, Nürnberg, beim Bundesverkehrsministerium in Bonn sowie bei der Bundesbahnzentrale in Frankfurt, von wo aus er auch beim internationalen Eisenbahnverband UIC in Paris mitarbeitete, wurde er 1973 an die Universität Stuttgart berufen. 1975 folgte er Professor Lambert auch als Direktor des Verkehrswissenschaftlichen Instituts, das er bis zu seiner Emeritierung 2000 leitete. Sein Nachfolger wurde Ullrich Martin.

Im Februar 1994 kandidierte er für den Posten des Rektors der Universität Stuttgart, unterlag jedoch gegen Amtsinhaberin Heide Ziegler.[5] Die Sudetendeutsche Akademie der Wissenschaften und Künste berief ihn 2009 zum ordentlichen Mitglied der Naturwissenschaftlichen Klasse.

Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Namen Gerhard Heimerl sind zahlreiche Arbeiten und Untersuchungen aus dem Bereich des öffentlichen Verkehrs verbunden, u. a.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.uni-stuttgart.de/cgi-bin/htsearch?config=uni-neu&restrict=&exclude=&css=http%3A%2F%2Fwww.uni-stuttgart.de%2Fres%2Fneutral%2Fcss%2Fneutral.css&words=Heimerl
  2. Schwäbische Zeitung: „Was ich wollte, ist in Stuttgart 21“ vom 24. Oktober 2010, abgerufen am 25. Oktober 2010
  3. Festprogramm der Burschenschaft Hilaritas
  4. Ohne Quelle
  5. a b Dietmar Schubert: Portrait der Woche: Gerhard Heimerl. In: Stuttgarter Zeitung, 23. April 1994.
  6. Verzeichnis der Ehrenpromovenden der TH/TU Dresden