Gerhard Kurzmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gerhard Kurzmann (2016)

Gerhard Kurzmann (* 30. Oktober 1953 in Graz) ist ein österreichischer Historiker und Politiker der FPÖ. Gerhard Kurzmann vertrat zwischen 1993 und 1998 die FPÖ im Grazer Gemeinderat. Vom 2. April 1998 bis 19. Dezember 2002 war er Abgeordneter zum Österreichischen Nationalrat. Nachdem er von 2003 bis 2006 ausschließlich in der Steiermark tätig war, wechselte er am 30. Oktober 2006 wieder in den Nationalrat. Ab dem 21. Oktober 2010 war Gerhard Kurzmann in der Landesregierung Voves II Landesrat für Umwelt und Verkehr. Seit Juni 2015 ist er Abgeordneter zum Steiermärkischen Landtag und dritter Landtagspräsident.[1][2]

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1960 und 1964 besuchte Gerhard Kurzmann die Volksschule in Graz. Anschließend absolvierte er das Grazer musisch-pädagogische Realgymnasium, welches er 1973 mit der Matura abschloss. Nach dem Präsenzdienst studierte Gerhard Kurzmann Geschichte und Germanistik an der Karl-Franzens-Universität in Graz. 1983 schloss er sein Studium als Dr. phil. ab und ist seither Beamter im wissenschaftlichen kulturellen Dienst der Stadt Graz, Magistrat Kulturamt. Seit 1994 ist Gerhard Kurzmann Obermagistratsrat.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerhard Kurzmann (2010)

Seine politische Laufbahn begann Gerhard Kurzmann 1984 als Bezirksvorsteher-Stellvertreter in Graz/Geidorf. Ab 1993 war er Mitglied des Gemeinderates der steirischen Landeshauptstadt Graz. Zwischen 1998 und 2002 war er zum ersten Mal Mitglied des österreichischen Nationalrates. 2003 wechselte er dann zurück nach Graz und fungierte dort bis 2006 als Stadtparteiobmann der FPÖ Graz. Seit 2006 ist er Landesparteiobmann der Freiheitlichen Partei Österreichs, Landesgruppe Steiermark. Am 30. Oktober 2006 zog er zum wiederholten Mal in den Nationalrat ein, in welchem er bis 2010 vertreten war.

Laut einem Bericht der Tageszeitung Die Presse ist Kurzmann Mitglied des Waffen-SS-Traditionsverbands Kameradschaft IV. Ein Sprecher der FPÖ gab an, dass Kurzmann nicht mehr Mitglied sei.[3] In einem Standard-Interview erklärte Kurzmann selbst mehr als ein Jahr später, nach wie vor Mitglied zu sein.[4]

Bei der Landtagswahl in der Steiermark 2010 war Gerhard Kurzmann Spitzenkandidat seiner Partei. Die steirische FPÖ schaffte mit 10,66 % sowohl den Wiedereinzug in den Landtag als auch den Anspruch auf einen Sitz in der Landesregierung. Am 21. Oktober 2010 wurde Gerhard Kurzmann zum Landesrat gewählt. Er erhielt die Ressorts Verkehr, Technik und Umwelt. Nachdem im Vorfeld der Landtagswahl 2015 das bisher geltende Proporzsystem bei der Besetzung der Landesregierung abgeschafft worden war, konnte die FPÖ trotz starker Zugewinne bei der Wahl nicht erneut in die Steirische Landesregierung einziehen, weshalb Kurzmann aus seinem Posten als Landesrat ausscheiden musste. Er wurde im neu konstituierten Landtag Steiermark zum dritten Landtagspräsidenten gewählt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gerhard Kurzmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurier: Steiermark - Landtagspräsidium wurde gekürt. Artikel vom 16. Juni 2015, abgerufen am 17. Oktober 2015.
  2. orf.at - FPÖ Steiermark vollzieht Führungswechsel. Artikel vom 16. Oktober 2015, abgerufen am 17. Oktober 2015.
  3. „So rechts sind Straches Freiheitliche“, diepresse.com, vom 22. Jänner 2009.
  4. „Die Familie ist blitzartig abzuschieben“, derstandard.at vom 27. Juni 2010.