Gerichtsbezirk Kufstein

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Gerichtsbezirk Kufstein
Karte des Gerichtsbezirks Kufstein
 Gerichtsbezirk Kufstein
 Landesgericht Innsbruck
Basisdaten
Bundesland Tirol
Bezirk Kufstein
Sitz des Gerichts Kufstein
Kennziffer 7051
zuständiges Landesgericht  Innsbruck
Fläche 498,26 km2 (2010)
Einwohner 74.330 (1. Jänner 2019)
Bezirksgericht Kufstein

Der Gerichtsbezirk Kufstein ist ein dem Bezirksgericht Kufstein unterstehender Gerichtsbezirk im Bundesland Tirol. Er ist neben dem Gerichtsbezirk Rattenberg einer von zwei Gerichtsbezirken im politischen Bezirk Kufstein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gerichtsbezirk Kufstein wurde durch eine 1849 beschlossene Kundmachung der Landes-Gerichts-Einführungs-Kommission geschaffen und umfasste ursprünglich die 25 Gemeinden Angath, Bromberg, Buchberg, Ebbs, Ebbserberg, Ellmau, Erl, Häring, Hauming, Kirchbichl, Kufstein, Langkampfen, Mariastein, Niederndorf, Pirchmoos, Rettenschöß, Riesen, Scheffau, Schwoich, Stockach, Thierberg, Thiersee, Walchsee, Weissach und Wörgl-Kufstein.[1]

Das Gebiet des Gerichtsbezirks Kufstein wurde im Zuge der Trennung der politischen von der judikativen Verwaltung[2] ab 1868 gemeinsam mit dem Gerichtsbezirk Rattenberg zum politischen Bezirk Kufstein zusammengefasst.[3]

Das Gebiet des Gerichtsbezirks Kufstein blieb seit der Gründung nahezu unverändert. So umfasste der Gerichtsbezirk im Jahr 1900 eine Fläche von 493,50 km²,[4] im Jahr 2010 eine nur wenig größere Fläche von 498,26 km², wobei Kufstein per 1. Juni 1924 die Katastralgemeinde Rattenberg-Wörgl vom Gerichtsbezirk Rattenberg zugeschlagen worden war.[5]

2012 wurde im Zuge von Budgeteinsparungen der Wunsch des Justizministeriums publik, den Gerichtsbezirk Rattenberg dem Gerichtsbezirk Kufstein zuzuschlagen.[6][7]

Gerichtssprengel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gerichtssprengel umfasst mit den 18 Gemeinden Angath, Bad Häring, Ebbs, Ellmau, Erl, Kirchbichl, Kufstein, Langkampfen, Mariastein, Niederndorf, Niederndorferberg, Rettenschöss, Scheffau am Wilden Kaiser, Schwoich, Söll, Thiersee, Walchsee und Wörgl den östlichen Teil des Bezirks Kufstein.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Tirol und Vorarlberg. 1850, I. Stück, Nr. 1: Kundmachung der Landes-Gerichts-Einführungs-Kommission vom 29. November 1849, über die Gerichts-Organisierung in dem Kronlande Tirol und Vorarlberg
  2. Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich. Jahrgang 1868, XVII. Stück, Nr. 44. „Gesetz vom 19. Mai 1868 über die Einrichtung der politischen Verwaltungsbehörden in den Königreichen …“
  3. Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich. Jahrgang 1868, XLI. Stück, Nr. 101: Verordnung vom 10. Juli 1868
  4. k.k. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1900. Band VIII. Tirol und Vorarlberg. (Memento des Originals vom 11. April 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/contentdm.lib.byu.edu k. k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1907
  5. Bundesgesetzblatt für die Republik Österreich. Jahrgang 1924, 29. Stück, Nr. 129: „Verordnung des Bundeskanzleramtes vom 16. April 1924 über die Zuweisung der Katastralgemeinde Rattenberg-Wörgl zum Gerichtsbezirk Kufstein.“
  6. Ärger über Bezirksgerichts-Aus. In: tirol.orf.at. 23. Februar 2012, abgerufen am 1. Dezember 2017.
  7. Petition drängt auf Erhaltung des Bezirksgerichts Rattenberg auf www.parlament.gv.at, abgerufen am 15. August 2018

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]