Gering

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Gering (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Gering
Gering
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Gering hervorgehoben
Koordinaten: 50° 16′ N, 7° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde: Maifeld
Höhe: 330 m ü. NHN
Fläche: 2,94 km2
Einwohner: 394 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 134 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56751
Vorwahl: 02654
Kfz-Kennzeichen: MYK, MY
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 029
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 4
56751 Polch
Webpräsenz: www.gering-maifeld.de
Ortsbürgermeister: Klaus Scherer
Lage der Ortsgemeinde Gering im Landkreis Mayen-Koblenz
Karte

Gering ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Maifeld an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Polch hat.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gering liegt etwa fünf Kilometer südwestlich der Stadt Polch. Naturräumlich lässt sich der Großteil des Gemeindegebiets mit dem Hauptort dem flach gewellten Obermaifeld zuordnen, der Südteil hingegen dem Elztal (Tal des Elzbachs). Dort erreicht das Gemeindegebiet am Elzbach mit knapp 215 m ü. NN seinen tiefsten, an der nordwestlichen Grenze am Hang der Einiger Höhe mit 360 m ü. NN seinen höchsten Bodenpunkt. Zu Gering gehört der am Elzbach gelegene Wohnplatz Geringermühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gering wurde 1257 erstmals urkundlich als Girreke erwähnt, später als Girniche, Gyrneke oder auch Jerrich.

1563 zählte die Ortschaft unter dem Namen Gerink 13, 1684 15 Feuerstellen. Landesherrlich gehörte sie bis Ende des 18. Jahrhunderts zum Kurfürstentum Trier und unterstand der Verwaltung des Amtes Münster-Maienfeld. Gering war Sitz eines Heimburgers im Hochgericht Münster-Maienfeld.[3]

Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Gering, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Jahr Einwohner
1815 146
1835 229
1871 241
1905 274
1939 273
1950 308
Jahr Einwohner
1961 263
1970 265
1987 274
1997 367
2005 407
2015 394

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Gering besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Silber ein überhöhter roter Sparren, belegt mit drei silbernen Kugeln, darunter ein blauer Schieferhammer mit schwarzem Griff“.

Rot und Silber erinnern an Kurtrier, während die Kugeln auf den Kapellenpatron Nikolaus verweisen. Da Gering lange durch den Schieferbergbau geprägt wurde, hat man den Schieferhammer in das seit 1978 geführte Wappen aufgenommen.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der katholischen Nikolauskapelle von 1922 wurde ein Hochaltaraufsatz vom Ende des 18. Jahrhunderts vom Vorgängerbau übernommen.

Hausnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein besonderes Traditionsbewusstsein in der Gemeinde zeigt sich daran, dass viele Hausbesitzer neben den Hausnummern Schilder angebracht haben, auf denen die traditionellen Hausnamen stehen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gering – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 25 (PDF; 2,16 MB)
  3. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 144, 154, 210.
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen