Germanium(II)-tellurid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Germanium(II)-tellurid
Allgemeines
Name Germanium(II)-tellurid
Andere Namen
  • Germaniumtellurid
  • Germaniummonotellurid
Verhältnisformel GeTe
CAS-Nummer 12025-39-7
PubChem 16213264
Kurzbeschreibung

geruchloser schwarzer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 200,19 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

6,14 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

725 °C[1]

Löslichkeit
  • nahezu unlöslich in Wasser[1]
  • löslich in konzentrierter Salpetersäure[2]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Germanium(II)-tellurid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Telluride.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Germanium(II)-tellurid kann durch Reaktion von Germanium mit Tellur gewonnen werden.[3]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Germanium(II)-tellurid ist ein geruchloser schwarzer Feststoff, der unlöslich in Wasser ist.[1] Er kommt in drei Modifikationen vor, zwei bei Raumtemperatur vorliegende Formen α (rhomboedrischen) und γ (orthorhombisch, Raumgruppe Pnma[4]) und eine Hochtemperaturform β mit kubischer Kristallstruktur vom Steinsalz-Typ mit der Raumgruppe Fm3m (Raumgruppen-Nr. 225)Vorlage:Raumgruppe/225). Bei reinem Germanium(II)-tellurid ist die α-Form unterhalb der ferroelektrischen Curie-Temperatur von etwa 670 K die Häufigste,[3] wobei die von der genauen stöchiometrischen Zusammensetzung abhängt und bei 51 % Tellur zur γ-Form neigt.[5]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Germanium(II)-tellurid ist ein vielversprechendes Material für thermoelektrische Anwendungen und ein wichtiges Halbleitermaterial für prototypische Phasenänderungsmaterialien für Anwendungen in optischen und elektronischen nichtflüchtigen Speichern.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Datenblatt Germanium(II)-tellurid bei AlfaAesar, abgerufen am 27. März 2016 (JavaScript erforderlich).
  2. William M. Haynes: CRC Handbook of Chemistry and Physics, 96th Edition. CRC Press, 2015, ISBN 978-1-4822-6097-7, S. 65 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. a b E.I. Givargizov, A.M. Melnikova: Growth of Crystals. Springer Science & Business Media, 2002, ISBN 978-0-306-18121-4, S. 12 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. R. Blachnik: Taschenbuch für Chemiker und Physiker Band 3: Elemente, anorganische Verbindungen und Materialien, Minerale. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-58842-6, S. 476 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. M. Bardosova, T. Wagner: Nanomaterials and Nanoarchitectures A Complex Review of Current Hot Topics and their Applications. Springer, 2015, ISBN 978-94-017-9921-8, S. 157 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. Datenblatt Germanium(II) telluride, 99.999% trace metals basis bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 27. März 2016 (PDF).