Germany Trade and Invest

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Germany Trade and Invest – Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 1. Januar 2009
Sitz Berlin, Deutschland
Leitung Benno Bunse und Jürgen Friedrich
Mitarbeiter 302 [1]
Umsatz 25 Mio. EUR [2]
Branche Wirtschaftsförderung
Website www.gtai.de
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Die Germany Trade and Invest – Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH (Abk. gtai), seit dem 1. Januar 2009 Nachfolger der Bundesagentur für Außenwirtschaft (Abk. bfai), ist eine GmbH, die komplett im Eigentum des Bundes ist; sie ist dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zugeordnet.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gtai soll Marketing für den Standort Deutschland betreiben. Hinzu kommen Investorenanwerbung sowie das Bereitstellen von Außenwirtschaftsinformationen für in Deutschland ansässige Unternehmen. Ihr Hauptsitz ist Berlin, zudem gibt es eine Zweigstelle in Bonn.

Das Informationsangebot der gtai reicht von der Darstellung der Wirtschaftslage und der Entwicklung weltweit bis hin zu Branchentrends, Rechts- und Zollregelungen. Informationen über Investitions- und Entwicklungsvorhaben werden ebenfalls zur Verfügung gestellt. Unternehmen erhalten Auskunft zu Ausschreibungen und Geschäfts- und Kooperationswünschen ausländischer potentieller Partner. Die Informationsbeschaffung erfolgt über ein Netz von weltweit eingesetzten Korrespondenten an mehr als 50 Standorten sowie Länder-, Rechts-, Steuer- und Zollexperten am Bonner Standort.

Die Informationen werden überwiegend kostenfrei über Internet, E-Mail-Dienste, Broschüren und Zeitschriften vertrieben. Das Unternehmen betreut zudem das Außenwirtschaftsportal iXPOS.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 1951 als Bundesauskunftsstelle für den Außenhandel gegründet und 1953 in Bundesstelle für Außenhandelsinformation mit Sitz in Köln umbenannt. 1960 wurde die Gesellschaft für Außenhandelsinformationen mbH (GfAI) als Tochtergesellschaft der Bundesstelle für Außenhandelsinformationen (BfA) gegründet. Alle für die BfA berichtenden Auslandskorrespondenten waren fortan in dieser Gesellschaft angestellt.

Ab 1971 wird ein „Drei-Säulen-Konzept“ in der Deutschen Außenwirtschaft praktiziert: diplomatische Vertretungen, Auslandshandelskammern (AHKs) und Bundesstelle für Außenhandelsinformationen. Im Zuge der Wiedervereinigung wurde 1991 das Zentrum für die Betreuung von Auslandsinvestoren (ZfA) gegründet. Es war dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zugeordnet und informierte und beriet ausländische Investoren über Standortbedingungen und mögliche Fördermaßnahmen in den neuen Bundesländern.

Ab 1995 wurde das Zentrum im ganzen Bundesgebiet aktiv. 1998 berief die Bundesregierung einen Beauftragten für Auslandsinvestitionen in Deutschland. Zu seiner Unterstützung wurde die Gesellschaft zur Unterstützung des Beauftragten für Auslandsinvestitionen mbH gegründet, die operative Aufgaben wahrnahm. Zwei Jahre später wurden dem Beauftragten für Auslandsinvestitionen in Deutschland die Aufgaben und Ressourcen des ZfA übertragen.

2001 folgte die Umbenennung der Bundesstelle für Außenhandelsinformation (BfAI) in Bundesagentur für Außenwirtschaft (BfAI). 2003 wurde die Gesellschaft zur Unterstützung des Beauftragten für Auslandsinvestitionen mbH in die Invest in Germany GmbH umbenannt. Invest in Germany war die offizielle Standortmarketing-Agentur für Auslandsinvestitionen, während die Bundesagentur für Außenwirtschaft den Export förderte. Zum 1. Januar 2009 entstand die neue Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland durch die Zusammenführung der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) und der Invest in Germany GmbH.[3]

Struktur und Personal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benno Bunse und Jürgen Friedrich sind Geschäftsführer. Der Aufsichtsrat wird geleitet durch Staatssekretär Matthias Machnig, der durch Iris Gleicke, der Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, vertreten wird.

Das Unternehmen hat derzeit über 300 Mitarbeiter, davon 60 im Ausland.[4]

Partner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen unterhält für eine gute Vernetzung Beziehungen zu staatlichen, halbstaatlichen und privaten Partnern:[5]

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Berlin aus nehmen Mitarbeiter des Unternehmens Kontakt zu ausländischen Unternehmen auf, um diese von den Vorteilen des Standorts Deutschland zu überzeugen. Ziel sind Investitionen in Deutschland und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Auf Landesebene wird gtai dabei u. a. von den Wirtschaftsförderungsgesellschaften der 16 Bundesländer, beispielsweise von NRW.INVEST oder Invest in Bavaria, unterstützt.

Das Unternehmen verfügt über Büros an folgenden Standorten:

Westeuropa
Athen, Berlin, Bonn, Brüssel, Den Haag, Helsinki, Istanbul, London, Madrid, Mailand, Paris, Stockholm
Osteuropa
Belgrad, Budapest, Bukarest, Kiew, Moskau, Prag, Warschau, Zagreb
Amerika
Bogotá, Buenos Aires, Chicago, Mexiko-Stadt, New York, San Francisco, Santiago de Chile, São Paulo, Toronto, Washington D.C.
Asien/Pazifik
Bangkok, Bejing, Hanoi, Hongkong, Jakarta, Kuala Lumpur, Mumbai, Neu Delhi, Seoul, Shanghai, Sydney, Taipeh, Tokio
Afrika/Nahost
Accra, Dubai, Jerusalem, Johannesburg, Kairo, Nairobi, Tunis

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Winfried Kasulke: Die Bundesstelle für Außenhandelsinformation. Boldt Verlag, Bonn 1971, ISBN 3-87086-037-5.
  • Wolfgang Ramsteck: Strukturreformen der deutschen und britischen Außenwirtschaftsförderung in Zeiten der Globalisierung: Die Rolle staatlicher und gesellschaftlicher Einflussfaktoren. In: Außenwirtschaft. Vol. 64, Nr. 3, 2009, S. 223–251.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auszug aus den Unternehmensregister: Geschäftsbericht der Germany Trade and Invest
  2. Auszug aus den Unternehmensregister: Geschäftsbericht der Germany Trade and Invest
  3. Historie
  4. Unternehmensprofil
  5. Partner