Germersheimer Linie

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Verlauf der Germersheimer Linie

Als Germersheimer Linie wird eine der Speyerer Linie benachbarte Isoglosse bezeichnet, die sogenannte Pund/Pfund-Linie: In den Gebieten nördlich der Linie ist in den Dialekten (Niederdeutsch, Hessisch, Pfälzisch) die Hochdeutsche Lautverschiebung unvollständig durchgeführt, das Wort <Pfund> heißt dort /pund/, südlich heißt es /(p)fund/. Da jedoch die Appel/Apfel- und die Pund/Pfund-Isoglossen über weite Teile einen fast identischen Verlauf aufweisen, ist es in der Germanistik üblich geworden, in diesem Bereich beide Sprachlinien gemeinschaftlich abzuhandeln, da die hier beschriebene Isoglosse lediglich eine Nebenlinie der Speyerer Linie darstellt.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Germersheimer Linie ist ein Teil des Rheinischen Fächers: Sie beginnt in den Vogesen teilt sich ihren Verlauf mit der Speyerer Linie, mit der sie gemeinschaftlich bei Speyerer den Rhein überschritt. Südlich von Germersheim trennt sich diese Isoglosse und verlief nun in Richtung der Städtelinie Festung PhilippsburgWieslochMosbachBuchenWalldürn, wo sie wieder auf die Speyerer Linie trifft. In Höhe der Stadt Gemünden trennte sich die Germersheimer Linie erneut von der Speyerer Linie und überschritt östlich von Stadtprozelten den Main, um kurze Zeit später wieder zusammen mit dieser entlang der rechten Spessartseite zu verlaufen. Bei Vacha trennte sich die Germersheimer Linie endgültig von der Speyerer Linie und verläuft nun in Richtung Kassel, wo sie östlich der Stadt auf die Benrather Linie stößt. Mit diese verläuft sie in Richtung Osten, wobei sie sich bis zur Flucht und Vertreibung der Deutschen aus den Oder-Neiße-Gebieten bis in heute polnischsprachiges Gebiet fortsetzte.

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