Gern (München)

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Gern ist ein Stadtviertel der bayerischen Landeshauptstadt München. Zusammen mit Neuhausen und Nymphenburg bildet es den Stadtbezirk 9 Neuhausen-Nymphenburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der früheste urkundliche Beleg für Gern stammt aus dem Jahre 1025, als es zu den Lehen des Freisinger Bischofs Egilbert von Moosburg gehörte, während Neuhausen und Kemnaten (so der alte Name Nymphenburgs) erst in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts in Schäftlarner Klosterurkunden erwähnt werden.[1] In einem Verzeichnis aus den Jahren 1149 bis 1155 wird es als Kerin erwähnt. Bis zur Säkularisation 1803 waren die fünf Anwesen im Besitz des Hochstifts Freising, als sechstes Anwesen wurde später das Jägerhäusl errichtet. Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Siedlung Gern von einem Bauerndorf zu einer Villenvorstadt Münchens. 1899 wurde die Landgemeinde Nymphenburg mit Gern nach München eingemeindet.

Villenkolonie Gern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Villenkolonie Gern ist die älteste Münchner Reihenhaussiedlung. Sie wurde ab 1892 um die Böcklinstraße durch die Firma Heilmann & Littmann errichtet. Es handelt sich um zweistöckige, in Gruppen zusammengefasste Haustypen im Landhausstil mit historisierenden Formen und unterschiedlichen Grundrissen, die heute zum Teil unter Denkmalschutz stehen.

Die U-Bahn-Station Gern wurde mit den Entwürfen der Haus- und Lagepläne der Villenkolonie und anderen Unterlagen zur Stadtviertelgeschichte, die auf große Hinterglasflächen projiziert wurden, dekorativ ausgestaltet.

Wichtige historische Örtlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Gern leb(t)en[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helmuth Stahleder: Gern – Zeitreise ins alte München. Herausgegeben vom Stadtarchiv München im Volk Verlag, München 2010, ISBN 978-3-937200-76-7.
  • Helmuth Stahleder: Vom Klostervorhof zum Villenvorort. Gern und die Eingemeindung von Nymphenburg am 1. Januar 1899. Buchendorfer, München 1999, ISBN 3-934036-10-4.
  • Dehio, Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler Bayern IV: München und Oberbayern. S. 826f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Informationen des Kulturgeschichtspfades der Stadt München

Koordinaten: 48° 10′ N, 11° 31′ O