Gernsheim

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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Gernsheim in Hessen. Für weitere Bedeutungen siehe Gernsheim (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Gernsheim
Gernsheim
Deutschlandkarte, Position der Stadt Gernsheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 45′ N, 8° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Kreis: Groß-Gerau
Höhe: 89 m ü. NHN
Fläche: 40,11 km²
Einwohner: 9923 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 247 Einwohner je km²
Postleitzahl: 64579
Vorwahl: 06258
Kfz-Kennzeichen: GG
Gemeindeschlüssel: 06 4 33 004
Stadtgliederung: 3 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Stadthausplatz 1
64579 Gernsheim
Webpräsenz: www.gernsheim.de
Bürgermeister: Peter Burger (CDU)
Lage der Stadt Gernsheim im Kreis Groß-Gerau
Ginsheim-Gustavsburg Bischofsheim (Mainspitze) Rüsselsheim am Main Raunheim Kelsterbach Trebur Nauheim Mörfelden-Walldorf Riedstadt Groß-Gerau Büttelborn Stockstadt am Rhein Biebesheim am Rhein Gernsheim Wiesbaden Main-Taunus-Kreis Frankfurt am Main Rheinland-Pfalz Kreis Bergstraße Landkreis Offenbach Darmstadt Landkreis Darmstadt-DieburgKarte
Über dieses Bild

Gernsheim ist eine Stadt im hessischen Kreis Groß-Gerau und liegt am Rhein. Als Zusatz trägt Gernsheim den Namenstitel „Schöfferstadt“, der ihr 2003 vom Hessischen Innenministerium verliehen wurde. Er verweist auf den bedeutenden Sohn der Stadt Peter Schöffer.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ried bei Gernsheim

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gernsheim liegt etwa 18 km südwestlich von Darmstadt innerhalb der Oberrheinischen Tiefebene in der Mitte des Hessischen Rieds. Es befindet sich am Ostufer des Rheins – stromabwärts betrachtet zwischen seinem Ortsteil Klein-Rohrheim im Süden mit der jenseits davon gelegenen Gemeinde Groß-Rohrheim und der Gemeinde Biebesheim am Rhein im Nordnordwesten; östlicher Nachbarort ist mit Hähnlein ein Gemeindeteil von Alsbach-Hähnlein. Rechtsrheinisch erstreckt sich im Gernsheimer Stadtgebiet und im Gemeindegebiet von Groß-Rohrheim der Hammerauer Altrhein mit dem Naturschutzgebiet Hammer Aue von Gernsheim und Groß-Rohrheim.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gernsheim grenzt im Norden an die Gemeinde Biebesheim und die Stadt Riedstadt (alle Kreis Groß-Gerau), im Osten an die Stadt Pfungstadt und die Gemeinden Bickenbach und Alsbach-Hähnlein (alle Landkreis Darmstadt-Dieburg), im Süden an die Stadt Bensheim und die Gemeinden Einhausen und Groß-Rohrheim (alle Kreis Bergstraße), sowie im Westen an die Gemeinde Hamm am Rhein (Landkreis Alzey-Worms).

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gernsheim besteht aus den Stadtteilen Allmendfeld, Gernsheim und Klein-Rohrheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Römischer Säulenstumpf (1. Jh. n. Chr.)

Vorläufer der heutigen Stadt Gernsheim war ein römisches Kastell aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert. Ein 1972 in der Siegfriedstraße ausgegrabenes Säulenfragment stammt noch aus dieser Zeit. Das Kastell wurde spätestens im 3. Jahrhundert verlassen, als die Römer das rechte Rheinufer aufgaben. Fundamente des Kastells Gernsheim wurden am 27. August 2014 von Archäologen der Universität Frankfurt am Main im Bereich der Nibelungenstraße entdeckt.[2] Bei einer Grabung im Jahr 2015 wurde zudem ein in der Nähe des Kastells gelegenes römisches Dorf entdeckt, das vermutlich vom 1. bis zum 3. Jahrhundert nach Christus und bewohnt worden war.[3]

Nach der Völkerwanderung wurde Gernsheim ein fränkischer Königshof (Ersterwähnung 852 in einer Urkunde Ludwig des Deutschen). 908 gelangte dieser in den Besitz des Klosters Lorsch (Erwähnung im Lorscher Codex)[4] und 1232 unter die Herrschaft von Kurmainz, die bis zum Reichsdeputationshauptschluss 1803 währte. So erklärt es sich, dass das Mainzer Rad heute im Wappen erscheint. Stadtrecht bekam Gernsheim 1356 mit einer Urkunde Karls IV.; es wurde befestigt und erhielt ein Wasserschloss als kurfürstliche Residenz. [5]
siehe auch Burg Gernsheim, Burg Falkenau

In den historischen Unterlagen findet Gernsheim unter wechselnden Ortsnamen Erwähnung, so mehrfach als Gernesheim bis ins 12. Jahrhundert, als Geruhnesheim 852, als Kerenesheim 897, als Gerinsheim bis ins 14. Jahrhundert und als Gernsheim erstmals 1283[6].

Das Peter Schöffer-Denkmal

Um 1425 wurde Peter Schöffer, Mitarbeiter Johannes Gutenbergs bei der Erfindung des Buchdrucks, in Gernsheim geboren. Die Stadt Gernsheim, die ihm 1836 auf dem heute nach ihm benannten Platz ein steinernes Denkmal setzte (gehauen von Johann Baptist Scholl aus Darmstadt), feiert den 1503 in Mainz verstorbenen Drucker als größten Sohn der Stadt und nennt sich heute offiziell Schöfferstadt. [5]

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Gernsheim durch die Schweden geplündert. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde es durch die Truppen Generals Ezéchiel de Mélac 1689 in Brand gesetzt. [5]

1803 kam Gernsheim im Zuge der Zerschlagung des kurfürstlichen Territoriums der Mainzer Erzbischöfe zur Landgrafschaft Hessen-Darmstadt (ab 1806 Großherzogtum Hessen). Verwaltungsmäßig gehörte Gernsheim bis 1821 zum Amt Gernsheim. Durch die Verwaltungsreform von 1821 im Großherzogtum Hessen wurde der Ort dem Landratsbezirk Bensheim der Provinz Starkenburg zugeteilt. 1832 wurde dann die Provinz Starkenburg in Kreise aufgeteilt, und Gernsheim gehörte zum Kreis Bensheim. Diesem gehörte es dann, nur unterbrochen durch die Aufteilung von Starkenburg in Regierungsbezirke, bis 1874 an. Von 1848 bis 1852 zählte es zum Regierungsbezirk Heppenheim. Im Zuge der 1874 im Großherzogtum Hessen nach preußischem Vorbild vorgenommenen Reform der Kreisverfassung kam es auch zu einer neuen Kreiseinteilung. Aufgrund dieser Reform gelangte Gernsheim zum Kreis Groß-Gerau, zu dem es bis heute gehört. [6]

Die zuständige Gerichtsbarkeit war während der Zugehörigkeit zu Hessen von 1839 bis 1879 das Landgericht Gernsheim und ab 1879 das daraus hervorgegangene Amtsgericht Gernsheim. Nach dessen Auflösung 1938 fiel Gernsheim in den Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Groß-Gerau. [6]

Im 19. Jahrhundert wurde die Stadtbefestigung geschleift, die Vorstadt erweitert, die Stadt an die Rheinschifffahrt und eine Eisenbahnlinie angeschlossen, und erste Industrieanlagen entstanden.

Am 26. März 1945 wurde Gernsheim bei einem amerikanischen Artillerie-Angriff zu 40 % zerstört.

Der Wiederaufbau in den 1950er Jahren ging rasch vonstatten, und Gernsheim nahm eine große Zahl von Flüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten auf, deren Nachfahren heute noch im Städtischen Museum eine „Ostdeutsche Heimatstube“ unterhalten. [5]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurden am 31. Dezember 1971 die beiden bis dahin selbstständigen Gemeinden Allmendfeld und Klein-Rohrheim auf freiwilliger Basis in die Stadt Gernsheim eingegliedert.[7] Allmendfeld wurde 1937 gegründet, Klein-Rohrheim vor ca. 1200 Jahren erstmals schriftlich erwähnt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belegte Einwohnerzahlen sind[6]:

  • 1829: 2.893 Einwohner
  • 1939: 4.905 Einwohner
  • 1961: 7.104 Einwohner
  • 1970: 7.628 Einwohner
Gernsheim: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1967
Jahr     Einwohner
1834
  
2.847
1840
  
3.059
1846
  
3.385
1852
  
3.488
1858
  
3.567
1864
  
3.557
1871
  
3.420
1875
  
3.277
1885
  
3.499
1895
  
3.750
1905
  
4.188
1910
  
4.197
1925
  
4.743
1939
  
4.905
1946
  
5.983
1950
  
6.378
1956
  
6.723
1961
  
7.104
1967
  
7.416
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.

Kirche und Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Beleg für das Vorhandensein einer Kirche stammt aus dem Jahr 908, als eine ecclesia erwähnt wird. In den historischen Dokumenten findet sich dann aus dem Jahr 1390 der Hinweis auf eine Burgkapelle und später auf die Pfarrkirche und die Wallfahrtskapelle Maria Einsiedel. Als Kirchenpatrone werden Maria Magdalena für die Pfarrkirche und Kreuz-Erhöhung für Maria Einsiedel erwähnt. Das Kirchenpatronat hatten vor 908 Liutfried Comes und danach das Kloster Lorsch und ab 1232 das Erzstift Mainz inne. Ab 1236 ist auch das Mainzer Domstift beteiligt. [6]

Als kirchliche Verwaltungen sind heute für Gernsheim das katholische Dekanat Rüsselsheim des Bistums Mainz und das evangelische Dekanat Ried der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zuständig.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[8] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[9][10]

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2016
     
Von 31 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2016
Sitze
2016
 %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 49,2 15 42,3 13 54,2 17 49,3 15
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 28,1 9 28,9 9 25,8 8 30,8 10
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 13,2 4 18,1 6 7,4 2 8,7 3
FWG Freie Wählergemeinschaft e.V. 4,53 1 6,8 2 6,9 2 7,6 2
FDP Freie Demokratische Partei 5,0 2 4,0 1 5,7 2
gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 45,7 44,0 44,8 52,3
Gernsheimer Stadthaus
Stadthalle (1997)

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barockkirche St. Maria Magdalena (18. Jh.)
Spätgotische Wallfahrtskirche Maria Einsiedel

Die Bausubstanz des Ortskerns ist heterogen, was sich durch die Kriegszerstörungen erklärt; es dominiert Putz mit Flachdächern. Einzelne historische Fachwerkhäuser aus dem 18. Jahrhundert haben sich in der Magdalenenstraße und in den benachbarten Straßenzügen erhalten, beispielsweise das Haus Zur Krone (Nr. 37) mit entsprechendem Emblem und Inschrift, der Komplex Nr. 64-68 sowie ein Langbau am Peter-Schöffer-Platz (1711) mit Torbogen von 1560 und Sonnenuhr von 1790 (Haus Nr. 71).

  • Pfarrkirche St. Maria Magdalena
Die Kirche wurde 1750 durch den Mainzer Baumeister Johann Valentin Thoman erbaut. Stilistisch ist sie der Formensprache Balthasar Neumanns zuzuordnen, der im Umkreis (Heusenstamm, Hofheim) wirkte: Weißer Putz, alternierend mit rotem Sandstein an Lisenen und Portal, dreigliedrige Westfassade mit herauswachsendem dreigeschossigem Turm mit Oculus, Rundbogenfenstern und Zwiebelhaube. Querhaus, Nebenkapellen und Chor wurden 1887 hinzugefügt. Glasfenster schuf 1943 Professor Otto Linnemann aus Frankfurt.

Am 26. März 1945 wurde die Kirche durch amerikanischen Artilleriebeschuss zerstört. Den Wiederaufbau in den Jahren 1947-51 leitete Hugo Becker aus Mainz. Durch Bischof Albert Stohr wurde die neue Kirche am 1. Mai 1951 eingeweiht. In den Jahren 2005/2006 fanden Sanierungsarbeiten statt. Der Hauptaltar des lokalen Baumeisters Andreas Diettmann (1783) mit Skulpturen von Sebastian Pfaff wurde 1953 von Bürstadt, für deren Kirche er geschaffen worden war, nach Gernsheim übernommen. Vor der Kirche steht die Statue des Heiligen Josef, Gernsheims Stadtpatron (restauriert 1979 nach Beschädigung 1945).

  • Rathaus
Das zwölfachsige klassizistische Gebäude an der Ostseite des Marktplatzes wurde von Georg Moller entworfen. Es handelt sich um eine Rekonstruktion, da das Rathaus 1945 ausbrannte. 2005/2006 wurde es saniert.
  • Städtisches Museum
Am Peter-Schöffer-Platz steht das so genannte Peter-Schöffer-Haus, das 1978 als Museum eingerichtet wurde (renoviert 2002/2003 zum 500. Todestag des Buchdruckers). Vorher war das Gebäude, in dessen Nebengebäude Stadtbücherei und Feuerwehrmuseum untergebracht sind, städtische Volksschule, die Mitte der 1830er Jahre (die Einweihung des Gebäudes war im Jahr 1836) an Stelle des nach seiner Zerstörung abgetragenen Kurmainzer Wasserschlosses errichtet wurde.
  • Stadthalle
Highlight zeitgenössischer Architektur ist die 1997 erbaute Stadthalle mit Brunnenanlage aus Steinblöcken und einem Café unter Spalierpflanzungen.
  • Altes Elektrizitätswerk
1903 im Jugendstil erbaut, 1954 stillgelegt, ist heute Galerie und Lehrmuseum des Künstlers und Verlegers Mario Derra[11].
  • Maria Einsiedel
An der Peripherie des Ortes, abseits der Bundesstraße 44 nach Groß-Gerau, steht inmitten der von kleinen Wasserläufen durchzogenen Riedlandschaft die Wallfahrtskirche, 1495 erstmals erwähnt. Aus dieser Zeit stammt nur der Chor mit Kirchenschiff (erweitert 1508); Vorhalle und Sakristei stammen aus den Jahren 1871-75, die Fenster wurden 1912/13 eingebaut. Der gesamte Komplex wurde 1999 renoviert. Maria Einsiedel besitzt zwei Gnadenbilder, eine gotische Pietà um 1400 und eine barocke böhmische Madonna (um 1625), die am 2. Juli 1650 im Zuge einer großen Wallfahrt an diesen Standort kam.
Die Fähre nach Eich (Rheinhessen). Im Hintergrund die zerstörte Rheinbrücke.
Ruine der zerstörten Rheinbrücke
  • Am Rheinufer, in unmittelbarer Nähe des Hafens und der Fähre nach Hamm am Rhein, befinden sich die Überreste der ehemaligen Rheinbrücke. Sie wurde im März 1945 von der deutschen Wehrmacht vor den von der anderen Rheinseite her heranrückenden Alliierten gesprengt[5] und bisher – trotz mehrerer Anläufe – nicht wieder aufgebaut. Die direkte Verbindung nach Hamm am Rhein wird seither durch eine Fähre ermöglicht. Die Wasserschutzpolizei hat ihr Quartier auf dem Bunker des Brückenschutzes bezogen. Der Bunker ist noch heute Teil der Polizeiwache. Die Brückenreste wirken wie ein Mahnmal gegen den Krieg. Die nächsten Rheinbrücken befinden sich erst in Worms (südliche Richtung) und Mainz (nördliche Richtung).

Natur und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Golfplatz Gernsheim: Grün 1
TSG Blau-Silber Gernsheim

Durch die Riedlandschaft am Rhein mit Weiden und Schilf führt der Rheinradweg.

Der Gernsheimer Stadtwald ist ebenfalls beliebt bei Radfahrern und Joggern; es werden auch naturkundliche Wanderungen organisiert. Der lokale Natur- und Vogelschutzverein hat hier seinen Standort.

1996 wurde ein 18-Loch-Golfplatz auf dem Gelände des aufgegebenen Bruchhofs gebaut; er gehört seit 2006 zum Verbundsystem der Golfanlagen Weiland und wird auf 27-Loch ausgebaut.[12]

Einer der bekanntesten Gernsheimer Sportvereine ist die Tanzsportgemeinschaft Blau-Silber, die im Bereich des Garde- und Schautanzsport zu Deutschlands erfolgreichsten Vereinen zählt. Die TSG Blau-Silber ist mehrfacher Hessen-, Deutscher- und Europameister. Das Land Hessen zeichnete den Verein im Jahr 2003 für seine „beispielhafte Vereinsarbeit“ mit dem Förderpreis des Landessportbundes aus, dem so genannten Heinz-Lindner-Preis.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gernsheimer Containerhafen
Yachten im Gernsheimer Hafen

Gernsheim liegt an den Bundesstraßen 44 und 426, der Autobahn 67, der Landesstraße 3112 und der Kreisstraße 203. Die Stadt hat einen Bahnhof an der Riedbahn mit Gleisanschluss zum Rheinhafen, der für Containerverladung ausgelegt ist. Busverbindung besteht mit der Linie K59 nach Darmstadt, eine Rheinfähre verkehrt nach Eich.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter-Schöffer-Schule (Grundschule)
  • Johannes-Gutenberg-Schule Gernsheim (Haupt- und Realschule)
  • Gymnasium Gernsheim
  • Schiller-Schule (Förderschule)

Bekannte Gernsheimer Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Magnus Backes, Hans Feldtkeller: Kunsthistorischer Wanderführer Hessen. Stuttgart/Köln 1984, ISBN 3-88199-133-6
  • August Schuchert: Gernsheim im Mainzer Kulturraum. In: Jahrbuch für das Bistum Mainz, Jg. 2 (1947), S. 99–130.
  • Hans-Josef Becker (Red.): Heimat am Strom – Lesebuch Gernsheim (mit CD-ROM). Schöfferstadt Gernsheim am Rhein 2006. ISBN 3-00-019884-9
  • Magistrat der Stadt Gernsheim (Hg.): Stadt Gernsheim 1356–1981. Gernsheim 1981.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gernsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. echo-online.de; Pressemitteilung der Universität Frankfurt am Main: "Frankfurter Archäologen entdecken das lang gesuchte Römerkastell Gernsheim".
  3. Römerdorf bei Gernsheim entdeckt. In: Hessenschau, 11. September 2015. Abgerufen am 11. September 2015.
  4. Minst, Karl Josef [Übers.]: Lorscher Codex (Band 4), Urkunde 2720, 20. November 908 – Reg. 3559. In: Heidelberger historische Bestände – digital. Universitätsbibliothek Heidelberg, S. 214, abgerufen am 2. Februar 2016.
  5. a b c d e Gernsheim – Geschichtliche Entwicklung (abgerufen im Nov. 2012)
  6. a b c d e Gernsheim, Landkreis Groß-Gerau. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), Stand: 23. Juli 2012, abgerufen am 17. November 2012.
  7. Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 251
  8. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  9. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  10. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  11. Information auf gg-online.de (abgerufen im Nov. 2012)
  12. Echo-online: Vorwurf der Salamitaktik (abgerufen im Nov. 2012)