Gersten

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gersten
Gersten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gersten hervorgehoben
Koordinaten: 52° 34′ N, 7° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Emsland
Samtgemeinde: Lengerich
Höhe: 39 m ü. NHN
Fläche: 28,83 km2
Einwohner: 1246 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km2
Postleitzahl: 49838
Vorwahl: 05904
Kfz-Kennzeichen: EL
Gemeindeschlüssel: 03 4 54 015
Adresse der Verbandsverwaltung: Handruper Str. 3
49838 Lengerich
Webpräsenz: www.gersten.de
Bürgermeister: Karl Köbbe (CDU)
Lage der Gemeinde Gersten im Landkreis Emsland
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Über dieses Bild

Gersten ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Lengerich im Landkreis Emsland in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gersten liegt etwa 12 Kilometer östlich der Ems und des Dortmund-Ems-Kanals zwischen Lingen und Haselünne.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Norden die Stadt Haselünne, im Osten die Gemeinde Lengerich, im Süden die Gemeinde Langen und im Westen die Gemeinde Bawinkel.

Geschichte und Ortsnamenherleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gersten (alt: Giureston 890, Gerustan) wird sehr früh im Werdener Heberegister erwähnt. Um 890 hatten Thiatgrim und Redwin je 15 Scheffel Korn, 16 Denare Heerschilling und zwei Scheffel Mehl zu liefern. Letzteres soll eine besonders wertvolle Leistung gewesen sein, da das Mahlen mit Handmühlen sehr beschwerlich war. Die Bewohner Gerstens sollen aus Ostfriesland eingewandert sein (Quelle: Lehrerverein der Diözese Osnabrück 1905). Nach H. Bahlow ist der Name sinnverwandt mit garst = verdorben, ranzig, faul; vergl. altnord. gerstr = Faulwasser, Brachwasser.

Einwohnerzahlentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1880: 1007
  • 1885: 953
  • 1900: 934
  • 1925: 1115
  • 1933: 1173
  • 1939: 1124
  • 1950: 1383

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat elf gewählte Mitglieder. Ihm gehören als Ergebnis der Kommunalwahl vom 11. September 2016 zwei Parteien an.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hünengrab
  • Herz-Jesu-Kirche (Neuromanisch, erbaut 1921, Architekt: Karl Determann)

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Frauenteam der Fußballabteilung des SV Victoria Gersten spielt in der 2. Bundesliga. Zur Saison 2011/12 schloss sich die Abteilung dem SV Meppen an.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lehrerverein der Diözese Osnabrück: Der Kreis Lingen. Beiträge zur Heimatkunde des Regierungsbezirks Osnabrück Heft I, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1905
  • Werner Kaemling: Atlas zur Geschichte Niedersachsens, Gerd J. Holtzmeyer Verlag, Braunschweig 1987, ISBN 3-923722-44-3
  • Hermann Abels: Die Ortsnamen des Emslandes, in ihrer sprachlichen und kulturgeschichtlichen Bedeutung, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 1929
  • Christoph Oberthür, Franz Busche, Franz Barth, Heinrich Dünheuft: Heimatkarte des Kreises Lingen mit statistischen Angaben, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1953
  • Ernst Förstemann, Hermann Jellinghaus (Herausgeber): Altdeutsches Namenbuch, Band II, 1 und 2: Ortsnamen, Bonn 1913/1916 (Nachdruck: Band II, 2, Hildesheim 1967/1983, ISBN 3-487-01733-4)
  • Statistik des Deutschen Reichs - Ergebnissen verschiedener Volkszählungen, Berlin 1883–1944
  • Niedersächsisches Amt für Landesplanung und Statistik - Statistisches Jahrbuch 1950, Hannover 1950

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gersten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. http://www.lengerich-emsland.de/fileadmin/lengerich/dokumente/Wahlen/Wahlen_2016/Wahlergebnis_Gersten_2016.pdf