Gert-Martin Greuel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Gert-Martin Greuel in Oberwolfach, 2006

Gert-Martin Greuel (* 16. Oktober 1944 in Köslin[1]) ist ein deutscher Mathematiker, der sich mit Computeralgebra, algebraischer Geometrie (Singularitätentheorie) und komplexer Analysis beschäftigt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Greuel studierte 1965 bis 1971 Mathematik und Physik an der Universität Göttingen und der ETH Zürich. 1971 machte er sein Diplom in Göttingen, war dann dort wissenschaftlicher Assistent und promovierte 1973 bei Egbert Brieskorn (Der Gauss-Manin-Zusammenhang isolierter Singularitäten von vollständigen Durchschnitten). Danach war er Assistent an der Universität Bonn, wo er sich 1980 habilitierte. Seit 1981 ist er Professor an der Technischen Universität Kaiserslautern, wo er seit 1993 das Zentrum für Computeralgebra leitet. Seine 2010 begonnene Seniorforschungsprofessur endete 2015.

Von 2002 bis 2013 war er als Nachfolger von Matthias Kreck Direktor des Mathematischen Forschungsinstituts Oberwolfach und ab 2010 Vorsitzender der European Research Centres on Mathematics.

Greuel entwickelte mit Gerhard Pfister (ebenfalls Professor in Kaiserslautern) und anderen die Computeralgebrasprache Singular mit Anwendungen in der algebraischen Geometrie, speziell der Untersuchung von Singularitäten, einem Spezialgebiet seines Lehrers Brieskorn, auf dem auch Greuel arbeitete.

Im Jahr 2009 zeichnete die Leibniz Universität Hannover Greuel mit der Ehrendoktorwürde aus.[2]

2012 bis 2015 war Gert-Martin Greuel zudem Chefredakteur der zbMATH-Datenbank (früher Zentralblatt für Mathematik).[3]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homepage von Gert-Martin Greuel, TU Kaiserslautern
  2. Ehrenpromotion für Prof. Gert-Martin Greuel: Fakultät für Mathematik und Physik verleiht Ehrendoktorwürde. (Nicht mehr online verfügbar.) 14. Oktober 2009, archiviert vom Original am 26. November 2011; abgerufen am 4. November 2011.
  3. Überblick zbMATH-Geschichte. 8. April 2016, abgerufen am 8. April 2016.