Gert Scobel

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Gert Scobel 2015

Gert Scobel (* 12. Mai 1959 in Aachen) ist ein deutscher Journalist, Fernsehmoderator, Autor und Philosoph.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gert Scobel studierte Philosophie und katholische Theologie zunächst an der Jesuiten-Hochschule St. Georgen in Frankfurt am Main, wo er 1983 das Diplom ablegte, sowie an der University of California, Berkeley, wo er ebenfalls einen Abschluss machte. Zurück in Frankfurt am Main, vertiefte er an der Johann Wolfgang Goethe-Universität seine Kenntnisse in Wissenschaftstheorie und Sprachphilosophie und lehrte drei Monate an der University of San Francisco. Parallel zu seiner durch ein Stipendium ermöglichten Forschung am Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried bei München arbeitete Scobel als freier Mitarbeiter bei dem inzwischen eingestellten Magazin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sowie beim Hessischen und Westdeutschen Rundfunk.

Seit 1995, also von Anfang an, war Scobel einer der Moderatoren der täglichen 3sat-Sendung Kulturzeit, aus der er im Dezember 2007 ausstieg. Zusätzlich moderierte er von 2001 bis 2003 das ARD-Morgenmagazin und von 2004 bis Januar 2008 an jedem zweiten Donnerstagabend die Sendung delta bei 3sat. Von 2003 bis 2014 übernahm er zunächst allein und ab 2008 im Wechsel die Moderation der Sendung sonntags – TV fürs Leben im ZDF. Seit April 2008 präsentiert er bei 3sat die einmal wöchentlich ausgestrahlte Sendung mit dem Namen scobel.[1] 2013 moderierte Scobel die Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises. Nachdem er 1999 und 2001 bereits nominiert gewesen war, wurde er 2005 für die Moderation von Kulturzeit und delta mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet sowie vom Medium Magazin zum „Kulturjournalisten des Jahres“ gewählt.

Seit 2006 promoviert er am Institut für Hermeneutik und Religionsphilosophie der Universität Zürich bei Ingolf Dalferth zum Thema Pluralismus.[2]

Scobel lebte bis 2007 mit Susanne Fröhlich zusammen, die er während seines Volontariates beim Hessischen Rundfunk kennenlernte. Dass die beiden verheiratet waren, wurde zwar berichtet,[3] von Fröhlich aber bestritten.[4] Sie lebten in Oberreifenberg und haben zwei gemeinsame Kinder.[5]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Ausweg aus dem Fliegenglas: Wie wir Glauben und Vernunft in Einklang bringen können. Fischer, Frankfurt 2010, ISBN 978-3-10-070214-2.
  • Weisheit: Über das, was uns fehlt. DuMont Literatur und Kunst Verlag, Köln 2008, ISBN 978-3-8321-8016-4.
  • Warum wir philosophieren müssen. Die Erfahrung des Denkens. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-10-070215-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gert Scobel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gert Scobel Biographie bei 3sat.online. Abgerufen am 8. Dezember 2011.
  2. Pluralisms – towards a theory of complex systems In: Forschungsdatenbank Universität Zürich. Abgerufen am 8. Dezember 2011.
  3. Jacqueline Vogt: Susanne Fröhlich im Porträt. Als wäre sie eine Freundin, In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 26. Januar 2013. Abgerufen am 27. Januar 2013.
  4. Susanne Fröhlich im Interview, Frankfurter Neue Presse vom 21. Juni 2014, abgerufen am 30. Januar 2015
  5. Susanne Fröhlich & Gert Scobel. Trennung schon vor drei Jahren. In: BUNTE. 9. November 2011. Abgerufen am 4. Dezember 2011.