Gertrud von Hackeborn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gertrud von Hackeborn (* 1232 bei Halberstadt; † Anfang 1292 in Helfta) war eine deutsche Zisterzienserin und von 1251 bis zu ihrem Tod Äbtissin des Klosters Helfta.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gertrud entstammte wie ihre jüngere Schwester Mechthild dem ostsächsischen Adelsgeschlecht von Hakeborn. Beide kamen als Klosterschülerinnen ins 1229/1234 gegründete Zisterzienserinnenkloster Rossdorf nordwestlich von Eisleben auf Grundbesitz der Grafen von Mansfeld. Dort wurde Gertrud schon 1251 Äbtissin. Möglicherweise wegen Wassermangels in Rossdorf, aber wohl auch aus politischen Gründen veranlasste sie 1258 die Verlegung des Klosters nach Helpede/Helfta südöstlich von Eisleben im Einflussbereich ihrer eigenen Familie. Ihre Brüder hatten dafür durch Güterstiftung die Voraussetzungen geschaffen.

In den vier Jahrzehnten ihres Abbatiats setzte sich Gertrud mit Tatkraft für die wirtschaftliche und disziplinäre Konsolidierung des Klosters und für die Bildung und das geistliche Leben der Schwestern ein. Sie ließ Bibliothek und Skriptorium erweitern und hielt die Schwestern zum Abschreiben und Ausmalen und zum Studium geistlicher Schriften an. Vor allem durch Gertrud von Helfta, Mechthild von Magdeburg und Gertruds Schwester Mechthild von Hackeborn wurde Helfta zu einem europaweit ausstrahlenden Zentrum mystischer Spiritualität.

Vom Wachstum des Konvents zeugt die Gründung des ebenfalls von Gertruds Familie 1262 gestifteten Tochterklosters in Hedersleben mit zwölf Schwestern aus Helfta.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]