Gertwiller

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Gertwiller
Wappen von Gertwiller
Gertwiller (Frankreich)
Gertwiller
Region Grand Est
Département (Nr.) Bas-Rhin (67)
Arrondissement Sélestat-Erstein
Kanton Obernai
Gemeindeverband Pays de Barr
Koordinaten 48° 25′ N, 7° 28′ OKoordinaten: 48° 25′ N, 7° 28′ O
Höhe 165–245 m
Fläche 4,86 km²
Einwohner 1.252 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 258 Einw./km²
Postleitzahl 67140
INSEE-Code

Mairie Gertwiller

Gertwiller (deutsch Gertweiler) ist eine französische Gemeinde mit 1252 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Sélestat-Erstein und zum Kanton Obernai.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Gertwiller liegt an der Kirneck am Fuß der Vogesen, unmittelbar östlich von Barr, etwa 24 Kilometer südwestlich von Straßburg.

Nachbargemeinden von Gertwiller sind Bourgheim im Nordosten, Zellwiller im Südosten, Barr im Südwesten sowie Heiligenstein im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Gertwiller als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Schlettstadt im Bezirk Unterelsaß zugeordnet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2017
Einwohner 724[1] 674 730 832 793 774 868 879 1250

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Gertwiller werden Lebkuchen seit dem 18. Jahrhundert hergestellt. Um das Jahr 1900 sollen acht bis neun selbständige Lebkuchenhersteller existiert haben. Heute bestehen mit Fortwenger und Lips noch zwei Fabriken. Das von ihnen begründete Musée du pain d'épices et de l'art populaire alsacien, das Lebkuchen- und Kunstmuseum, stellt außerdem Frankenthaler Porzellanarbeiten von Paul, Joseph und Karl-Franz Hannong aus.

Märkte und Dorffeste werden jährlich durchgeführt.

Sehenswert sind die Fresken aus dem 14. Jahrhundert im Chor der evangelisch-lutherischen Kirche „Saint-Barthélemy“.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haupterwerbszweige in Gertwiller sind der Weinbau und der Tourismus. Mitten im Elsässischen Weinbaugebiet gelegen, wird hier unter anderem die Sorte Klevener de Heiligenstein gekeltert.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gertwiller hat einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Sélestat–Saverne und ist mit TER-Zügen an Strasbourg und Sélestat angebunden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Kunstmaler Charles Spindler (* 1865, † 1938) und Lucien Blumer (* 1871, † 1947)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-055-8, S. 64–66.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gertwiller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Schlettstadt