St. Helena (Insel)

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St. Helena
NASA-Aufnahme von St. Helena
NASA-Aufnahme von St. Helena
Gewässer Südatlantik
Geographische Lage 15° 57′ S, 5° 42′ WKoordinaten: 15° 57′ S, 5° 42′ W
St. Helena (Atlantischer Ozean)
St. Helena
Länge 15 km
Breite 11 km
Fläche 123,28 km²
Höchste Erhebung Diana’s Peak
818 m
Einwohner 4370 (30. September 2017)
35 Einw./km²
Hauptort Jamestown
Topographische Karte von St. Helena
Topographische Karte von St. Helena

St. Helena (englisch auch Saint Helena oder St Helena, Aussprache (BE): [ˌsɪntəˈliːna])[1] ist eine Insel vulkanischen Ursprungs im Südatlantik. Sie bildet mit der Insel Ascension und der Inselgruppe Tristan da Cunha das Britische Überseegebiet St. Helena, Ascension und Tristan da Cunha.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Insel St. Helena ist 1859 km von Afrika (Angola) und 3286 km von Südamerika (Recife, Brasilien) entfernt. Sie liegt auf der Afrikanischen Platte. Die Entfernung von Jamestown nach Georgetown auf Ascension beträgt 1297 km, von Jamestown nach Edinburgh of the Seven Seas auf Tristan da Cunha 2442 km.[2]

Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den Orten, deren Namen denen der Distrikte entsprechen, gibt es noch einige wenige weitere Orte wie Ruperts und Scotland. Der größte Ort ist nicht die Hauptstadt Jamestown mit 629 Einwohnern (Stand 2016), sondern deren Vorort Half Tree Hollow mit 984 Einwohnern (Stand 2016). Zusammen vereinigt diese „Hauptstadtregion“ etwa 35 Prozent der Inselbevölkerung auf sich.

Nebeninseln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entlang der Küste liegen zahlreiche Nebeninseln, Eilande und Felsen, darunter Castle Rock, Speery Island, The Needle, Lower Black Rock, Upper Black Rock (Süden), Bird Island (Südwesten), Black Rock, Thompson’s Valley Island, Peaked Island, Egg Island, Lady’s Chair, Lighter Rock (Westen), Long Ledge (Nordwesten), Shore Island, George Island, Rough Rock Island, Flat Rock (Osten), The Buoys, Sandy Bay Island, The Chimney, White Bird Island und Frightus Rock (Südosten), alle innerhalb einer Distanz von einem Kilometer von der Küste.

Landschaft und Umwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die höchste Erhebung der 123,28 Quadratkilometer[3] großen Insel ist der 818 m hohe Diana’s Peak;[4] jedoch gibt es weitere Gipfel mit über 500 m Höhe.

Die isolierte Lage der Insel, die von Edward O. Wilson als “[…] one step removed from a satellite colony in space[5] beschrieben wurde, hat eine Tier- und Pflanzenwelt entstehen lassen, die durch eine hohe Anzahl endemischer Arten und Gattungen geprägt ist. Bislang sind mehr als 400 Arten bekannt geworden, die ausschließlich auf St. Helena heimisch sind.[6] Allein unter den Bedecktsamern auf St. Helena gibt es 36 endemische Arten.[7]

Die Zerstörung der natürlichen Vegetation erfolgte in mehreren Phasen:[7]

  • 1502–1659: Zerstörung der Vegetation in den tieferen Lagen durch die Beweidung durch eingeführte Säugetiere, vor allem Ziegen
  • 1659–1750: Zerstörung der Commidendrum-Wälder durch den Bedarf der Siedler an Bau- und Feuerholz
  • 1860–1930: Rodung der Baumfarn- und Melanodendron-Bestände in den Höhenlagen über 600 m zugunsten von Phormium tenax-Plantagen
  • 1930–heute: Verdrängung einheimischer Arten durch die weitere Ausbreitung eingeschleppter Arten wie Phormium tenax, Buddleja madagascariensis und Fuchsia coccinea

Zu den endemischen Pflanzenarten der Insel gehören der St. Helena Redwood (Trochetiopis erythroxylon), Baby’s Toes (deutsch: Babyzehen) (Hydrodea cryptantha) sowie Black Cabbage (deutsch: Schwarzkohl) (Melanodendron integrifolium).[8] Einige andere endemische Pflanzenarten sind in historischer Zeit ausgestorben, so etwa die Moorglöckchenart Wahlenbergia roxburghii und inzwischen auch der St.-Helena-Olivenbaum (Nesiota elliptica), dessen letzte Exemplare an Pilzerkrankungen zugrunde gingen.[9]

Ebenfalls ausgestorben sind eingeführte Kokospalmen, die einmal in Jamestown und Sandy Bay wuchsen. 1985 wurde eine Schiffsladung von 100 Kokosnüssen von der Karibikinsel Antigua wieder eingeführt und in Rupert's Bay angepflanzt. Sie mussten besonders vor der weißen Fliege (Aleurotrachelus atratus) geschützt werden. 2002 erkrankten sie jedoch und heute gibt es keine Kokospalmen mehr auf St. Helena.[10]

Das einzige endemische Wirbeltier der Insel ist der Sankt-Helena-Regenpfeifer (Charadrius sanctaehelenae), von den Inselbewohnern Wirebird genannt.[11] Er ist zugleich das National- und Wappentier der Insel.

Heute ist die Insel vorwiegend mit Gras und Büschen bedeckt. Es wird versucht, die geringen Reste der einheimischen Vegetation in den höheren Lagen der Insel zu schützen. 1996 wurde das Gebiet von Diana’s Peak zum Nationalpark erklärt.[7] Aufgrund ihrer ökologischen Einmaligkeit steht die Insel seit Januar 2012 auf der Vorschlagsliste zum Welterbe der UNESCO.[6]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es herrscht mildes ozeanisches Klima.

St. Helena
Klimadiagramm
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für St. Helena
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 21,4 22,3 22,4 21,7 20,6 19,0 17,9 17,4 17,6 17,7 18,5 19,8 Ø 19,7
Min. Temperatur (°C) 16,3 17,3 17,5 17,0 15,9 14,5 13,4 13,0 13,1 13,2 13,9 15,0 Ø 15
Niederschlag (mm) 48 62 83 59 56 75 75 63 47 33 25 31 Σ 657
Sonnenstunden (h/d) 4,9 6,3 5,7 5,0 5,2 4,1 3,5 3,0 1,9 2,2 2,4 3,9 Ø 4
Regentage (d) 9 8 9 14 5 12 13 9 9 7 4 6 Σ 105
Luftfeuchtigkeit (%) 85 86 85 84 82 82 82 83 83 84 84 84 Ø 83,7
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Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf die Bucht und den Hafen von Jamestown im Jahr 1985

St. Helena war aufgrund ihrer Abgeschiedenheit und ihrer Steilküsten bis ins 16. Jahrhundert unbewohnt. Am 21. Mai 1502 (das Datum ist nicht zweifelsfrei belegt)[12] landete der Portugiese João da Nova auf der Insel und benannte sie nach Helena, der Mutter Kaiser Konstantins, da der Tag ihrer Entdeckung ihr Namenstag war. Die Portugiesen importierten Früchte und bauten einige Häuser und eine Kapelle. Als sie weitersegelten, ließen sie ihre Kranken auf der Insel zurück, gründeten aber keine dauerhafte Siedlung. Die Portugiesen hielten die Existenz der Insel geheim, um ihre strategische Bedeutung zu sichern. Der erste längerfristige Bewohner der Insel war Fernão Lopes, ein portugiesischer Soldat, der vom Gouverneur von Goa wegen Verrats hart bestraft worden war. Auf dem Rückweg nach Portugal im Jahr 1516 verließ er bei einem Zwischenstopp auf St. Helena das Schiff und blieb allein auf der Insel zurück. Er verstarb dort um 1546.[13][14]

Der erste Engländer auf der Insel war Thomas Cavendish, der am 8. Juni 1588 mit seinem Schiff Desire vom Pazifik kommend vor St. Helena Anker warf und 12 Tage verblieb. Er beschrieb die Insel als irdisches Paradies; sie war von nun an kein Geheimnis mehr.[15] 1591 erreichte James Lancaster die Insel. Um 1600 gaben die Portugiesen St. Helena auf. Sofort danach wurde es von den Niederländern besetzt. Die niederländische Besetzung dauerte bis 1651. 1659 nahm die Britische Ostindien-Kompanie die Insel in Besitz und errichtete das Fort (Jamestown) sowie eine Garnison. 1673 besetzten die Niederländer St. Helena erneut, wurden jedoch bald von den Engländern vertrieben. Die Kompanie, der die Insel offiziell gehörte, baute große Farmen auf, auf denen viele Schwarze und Chinesen arbeiteten. Der Reichtum St. Helenas vergrößerte sich, denn wegen der sicheren Lage wurden große Mengen Goldes aufbewahrt und reiche Kaufleute residierten auf der Insel. Unter den Gouverneuren gab es auch Hugenotten, wie Stéphane Poirier, der vergeblich versuchte, Wein anzubauen. Der berühmte Astronom Edmond Halley besuchte die Insel in dieser Zeit. Nach ihm wurde Halley’s Mount benannt.

Verbannungsort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Longwood House, Napoleons Aufenthaltsort während der Verbannung; heute Residenz des französischen Konsuls und Museum

Die Insel St. Helena war in der Geschichte mehrfach Verbannungsort von Staatsoberhäuptern und anderen Persönlichkeiten.

  • Napoleon: 1815 wählte die britische Regierung St. Helena als Verbannungsort Napoleons, der im Oktober 1815 dorthin deportiert wurde und bis zu seinem Tod am 5. Mai 1821 im Longwood House residierte. Während Napoleons Verbannung wurde die Insel vollständig von Großbritannien verwaltet, und auch der Gouverneur Hudson Lowe wurde von der Krone ernannt. Danach wurde St. Helena an die Britische Ostindien-Kompanie zurückgegeben. Am 22. April 1834 ging St. Helena in den Besitz der britischen Krone über.
    1858 wurde der Verbannungswohnsitz Napoleons auf Veranlassung seines damals regierenden Neffen Napoleon III. vom französischen Staat für 7100 Pfund erworben. Seitdem residiert der französische Konsul im Longwood House.[16]
  • Zuluherrscher: Von Bedeutung war St. Helena zeitweise auch für das südafrikanische Volk der Zulu. Zwei Zulukönige wohnten vorübergehend auf der Insel: Dinuzulu ka Cetshwayo von 1887 bis 1896 (Zwangsaufenthalt) und Goodwill Zwelithini kaBhekuzulu, der aus Angst vor Attentaten von 1968 bis 1971 Zuflucht auf der Insel suchte.
  • Burenmilitärs: Von 1900 bis 1902 war der Buren-General Piet Cronjé mit tausend seiner Soldaten auf der Insel interniert.
  • Sultan von Sansibar: Auch Chalid ibn Barghasch, der 1896 für wenige Tage Herrscher des Sultanats Sansibar war, hielten die Briten von 1917 bis 1921 hier gefangen.[17]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Distrikte von St. Helena

St. Helena hat de jure 4370 Einwohner (Stand September 2017)[18], wovon 4122 den St.-helenischen Status haben.[19] Die Einwohner sind überwiegend europäischer Herkunft, eine Minderheit hat chinesische Vorfahren (Wanderarbeiter, die um 1810 kamen), weitere Minderheiten sind Abkömmlinge von Farmsklaven, überwiegend aus Madagaskar und Asien, wenige sind afrikanischer Abkunft (Einwanderer seit 1840).[20][21]

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St.-Pauls-Kathedrale im Distrikt St. Paul’s

Die Insel (d. h. das Verwaltungsgebiet St. Helena einschließlich der kleinen küstennahen Inseln und Felsen) gliedert sich in acht Distrikte, die jedoch keine Rechte als eigenständige Verwaltungseinheiten haben. Vor allem dienen die Distrikte als statistische Einheiten und bis 2013 auch als Wahlbezirke (englisch electoral areas). Die vier einwohnerstärksten Wahlbezirke entsenden jeweils zwei Vertreter in den Inselrat (englisch island council), die übrigen vier jeweils einen.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seeverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Helena war vor der Eröffnung des kommerziellen Betriebs des Flughafens im Oktober 2017 nur per Schiff erreichbar. Neben einigen Kreuzfahrtschiffen, die an der Insel anlegen, gibt es eine regelmäßige Verbindung im Drei-Wochen-Takt[22] von und nach Kapstadt mit dem Postschiff RMS St Helena, wofür eine Fahrzeit von fünf Tagen pro Strecke benötigt wird. Mit diesem erfolgt auch die Versorgung der Insel. Dieses Schiff verkehrt ebenfalls regelmäßig zwischen St. Helena und Ascension.[23] Die RMS St. Helena soll im Februar 2018 stillgelegt werden. Der Güterverkehr wird dann, vermutlich monatlich, durch die MV Helena sichergestellt.[24] Für den Bau des Flughafens wurde eine Anlegestelle für Güterschiffe, die Rupert’s Wharf an der Rupert’s Bay nördlich von Jamestown, errichtet und in eine permanente Pier ausgebaut, an der das gesamte Schiffsfrachtgut zur Insel, einschließlich des Treibstoffs für den Flugverkehr, entladen wird.[25]

Flughafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Flughafen St. Helena

St. Helena erhielt 2016 erstmals einen Flughafen. Der Flugbetrieb beendet seit Oktober 2017 die Rolle der RMS St Helena als einziger Verkehrsverbindung zur Außenwelt. Starke Scherwinde erschweren aber das Anfliegen des Flughafens durch größere Flugzeuge, sodass die kommerzielle Eröffnung des Flugbetriebs erst am 14. Oktober 2017 und mit einem kleineren Flugzeug stattfand. Es besteht eine wöchentliche Flugverbindung über Windhoek nach Johannesburg und Kapstadt sowie ab dem 18. November 2017 eine monatliche Flugverbindung nach Ascension mit einem Flugzeug des Typs Embraer E-190.[26] Durch die eingeschränkte Nutzbarkeit des Flughafens wird die gewünschte finanzielle Unabhängigkeit der Insel durch wachsenden Tourismus kontrovers gesehen.[27][28][29][30]

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prince Andrew School

Hauptartikel: Bildungssystem in St. Helena

Es gibt drei Grundschulen für Schüler im Alter von 4–11 Jahren: Harford Primary School in Longwood, Pilling Primary School in Jamestown und St. Paul’s Primary School im Distrikt St. Paul’s sowie eine Sekundarschule für Schüler im Alter von 11 Jahren und darüber, Prince Andrew School in Francis Plain.[31]

Krankenhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt ein Krankenhaus in Jamestown, das Saint Helena General Hospital.

Kommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2015 wurde erstmals ein Mobilfunknetz auf der Insel in Betrieb genommen.[32] Die Telekommunikationsinfrastruktur auf der Insel wird vom US-Unternehmen Cable and Wireless betrieben. Per Satellit sind 17 digitale TV-Sender zu empfangen, darunter BBC World News und Programme aus Südafrika.[33] Bis jetzt besteht die Internetanbindung der Insel aus einer Satellitenverbindung mit einer Datenübertragungsrate von nur 20 MBit/s für die gesamte Insel. Im Jahr 2020 soll die Insel jedoch an das Seekabel South Atlantic Express Cable (SAEx) mit einer Kapazität von 200 GBit/s angebunden werdenVorlage:Zukunft/In 2 Jahren[34].

Amateurfunk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein 1967 gegründeter Kurzwellensender hat Anfang 2000 seinen Dienst eingestellt. Seit November 2006 wurde ein neuer Sender für den so genannten RSD (Radio St. Helena Day) eingesetzt, der früher regelmäßig stattfand. Gesendet wurde seitdem einmal gegen Ende des Jahres mit einem 1-kW-Sender, der vom deutschen Funkamateur und Kurzwellenhörer Robert Kipp (DJØPU) beschafft und installiert worden war. Der Termin für die Sendung im Jahr 2009 war der 14. November. Der KW-Sender wurde für die Zeit von 20 Uhr bis 1 Uhr UTC aktiviert. Die Sendungen wurden auf der Frequenz 11.092,5 kHz in USB ausgestrahlt. Korrekte Empfangsberichte an den Leiter der Station Gary Walters wurden stets mit QSL-Karte bestätigt, wenn Rückporto (5 €-Schein) beilag.[35] Das Präfix von St. Helena für den Amateurfunk ist „ZD7“.

Energieversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2017 werden rund 75 % des Stroms auf St. Helena durch sechs Dieselgeneratoren des Kraftwerks in Rupert’s mit einer Kapazität von 7600 kW erzeugt. Daneben werden 20 bis 30 % der Elektrizität durch zwölf Windkrafträder in der Deadwood Plain erzeugt.[36] Die Windkrafträder sind jedoch von geringer Größe, bedingt durch enorme Logistikprobleme, sie auf die Insel zu schaffen (Größe der Schiffskräne, sehr kurvige Straßen).[37] Die Erzeugung elektrischer Energie durch Solarzellen begann 2012 und nimmt stetig zu. 2017 werden 7,5 % des Stroms über Solarkraftanlagen generiert.[38] Die Stromleitungen verlaufen teils ober-, teils unterirdisch.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf St. Helena gibt es zwei Hörfunksender sowie zwei Wochenzeitungen (Stand Februar 2016). Der Radiosender Saint FM, der 2005 gegründet wurde, stellte seinen Betrieb Ende 2012 ein. Nur wenig später gründete sich, auf Wunsch vieler Einwohner, der freie Radiosender Saint FM Community Radio. Dieser ging erstmals am 11. März 2013 auf Sendung.[39] SAMS Radio 1 ist seit 13. Februar 2013 auf Sendung. Der Sender gehört zum Medienunternehmen South Atlantic Media Services.[40] Mit dem The St Helena Independent und dem The Sentinel erscheinen jeweils donnerstags zwei Wochenzeitungen auf der Insel.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Finanziell ist die Insel vor allem auch auf die Unterstützung Großbritanniens angewiesen. Hauptindustriezweige sind der Fischfang und die Fischverarbeitung.[41]

Der Tourismus soll, mit Eröffnung des Flughafens, einer der wichtigsten Wirtschaftszweige werden.[42] Als weitere Wachstumssektoren werden das Baugewerbe, Landwirtschaft, Handel, Immobilien und der Dienstleistungssektor genannt.[43]

Zu den bekanntesten Exportprodukten der Insel zählt Kaffee, der zu den teuersten der Welt gehört.[44]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jakobsleiter

Zu den bekanntesten sportlichen Ereignissen der Insel gehört das jährlich stattfindende St Helena Festival of Running, das auch als „das abgelegenste Rennen der Welt“ bezeichnet wird. Hierbei werden die 699 Stufen der Jakobsleiter von Jamestown auf den Ladder Hill sowie der höchste Gipfel der Insel, Diana’s Peak, erklommen. Zudem muss ein Marathon oder Halbmarathon bewältigt werden. Außerdem gibt es einen Triathlon in und um Jamestown.[45]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • State of the Island 2015 (PDF; 1,3 MB) Statistische Eckdaten auf der Website der Regierung von St. Helena (englisch).
  • Statistisches Jahrbuch 2013/14 (PDF; 2,5 MB) auf der Website der Regierung von St. Helena, (englisch).
  • Volkszählungsergebnisse von 2008 (PDF; 2,9 MB) auf der Website der Regierung von St. Helena, (englisch).
  • Julia Blackburn: Des Kaisers letzte Insel. Napoleon auf Sankt Helena. Aus dem Englischen von Isabella König. dtv, München 1998, ISBN 3-423-20080-4 (Rezension).
  • Mario Marquet: Sankt Helena – Insel ohne Geschichte? Der letzte Verbannungsort Napoleons von der Entdeckung bis zur Gegenwart. Hermann Böhlaus Nachfolger, Wien / Köln / Graz 1986, ISBN 3-205-05018-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Helena – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. St Helena. Definition and pronunciation. In: Oxford Advanced Learner’s Dictionary, Online-Version. Abgerufen am 28. April 2017.
  2. Google Earth Pro. Ausgemessen am 2. September 2017.
  3. Table 2.5 Population Density by Electoral Area. In: The 2008 Population Census of St Helena. St Helena Government – Statistics Office, November 2009, S. 11; abgerufen am 28. April 2017 (PDF; 2,93 MB, englisch).
  4. Diana’s Peak – our highest point. In: Saint Helena Island Info: All about St Helena, in the South Atlantic Ocean. Moonbeams Shop, John Turner; abgerufen am 28. April 2017 (englisch).
  5. Edward O. Wilson: The Diversity of Life. The Belknap Press of Harvard University Press, Cambridge (Massachusetts) 1992, ISBN 0-674-21298-3, S. 104 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)., deutsch: „[nur] einen Schritt entfernt von einer Satelliten-Kolonie im Weltraum“
  6. a b Island of St Helena. In: UNESCO World Heritage Centre – Tentative Lists. UNESCO; abgerufen am 28. April 2017 (englisch).
  7. a b c Doug Smith: A Rescue Plan for the Threatened Tree Fern Thicket of Diana’s Peak National Park, St Helena. In: BGCNews. Band 2, Nr. 7. Botanic Gardens Conservation International (BGCI), Dezember 1996, ISSN 1017-9046 (englisch, online im BGCNews-Archiv).
  8. Some animals and plants endemic to the islands Kidstonmill.org, abgerufen am 18. Oktober 2017.
  9. St Helena olive (Nesiota elliptica). In: www.arkive.org. Wildscreen-ARKive; abgerufen am 28. April 2017 (englisch).
  10. Rupert's - I've got a lovely bunch Saint Helena Island info, abgerufen am 29. Oktober 2017.
  11. Endemics Saint Helena Island info, abgerufen am 18. Oktober 2017.
  12. Discovery of St Helena. In: Saint Helena Island Info: All about St Helena, in the South Atlantic Ocean. Moonbeams Shop, John Turner; abgerufen am 28. April 2017 (englisch).
  13. THE OTHER EXILE: The Remarkable Story of Fernao Lopes Geographical, abgerufen am 22. Oktober 2017.
  14. Famous Exiles St Helena Island info, abgerufen am 22. Oktober 2017.
  15. Susan Britt-Gallagher, Tricia Hayne: St Helena Ascension. Tristan Da Cunha. Bradt Travel Guides, 2015, ISBN 978-1-84162-939-1, S. 6 (Vorschau in der Google-Buchsuche).
  16. Stefan Ulrich: Ich bin dann mal weg. Vor 25 Jahren wurde Michel Dancoisne-Martineau Konsul auf Napoleons Verbannungsinsel Sankt Helena. In: Süddeutsche Zeitung. 12. September 2011.
  17. Julien Durup: The Exile Sayyid Khalid bin Barghash Al-Busaidi in the Seychelles. In: seychellesweekly.com. 5. September 2010; abgerufen am 15. Oktober 2017 (englisch).
  18. St Helena in Figures. Government St Helena 24. November 2017.
  19. Census 2016 – Summary Report. St Helena Government, 6. Juni 2016; abgerufen am 28. April 2017 (englisch).
  20. CIA World Factbook: Demographic Profile (englisch). Abgerufen am 28. April 2017.
  21. The People. In: St Helena – Secret of the South Atlantic. St Helena Tourism; abgerufen am 28. April 2017 (englisch).
  22. tagesschau.de: Reise mit dem Postschiff: St. Helena - ein Dorf mitten im Atlantik. Abgerufen am 27. Mai 2017.
  23. Schedules & Fares. Fahrplan der RMS St Helena. In: RMS St Helena. AW Ship Management Ltd, 2017; abgerufen am 28. April 2017 (englisch).
  24. NEW SHIP! AWSM Names their New Cargo Ship MV Helena. The Sentinel, 19. Mai 2016.
  25. Rupert's Saint Helena Island info, abgerufen am 19. Oktober 2017.
  26. Schedule and ticket prices (PDF) Saint Helena Gov., 18. September 2017, abgerufen am 19. Oktober 2017.
  27. Flüge zum unmöglichen Flughafen. In: Der Spiegel 36 (2017), vom 2. September 2017, S. 97.
  28. St Helena luxury hotel boom on track as SA Airlink deal being finalised. Traveller24, 13. Juni 2017.
  29. St Helena aims for tourism boost despite airport woes. City AM, 25. Januar 2017.
  30. St Helena: World's 'most useless airport' finally gets scheduled flight. The Independent vom 25. Juli 2017.
  31. Education and Employment Saint Helena Gov., abgerufen am 20. Oktober 2017.
  32. Mobile. Sure. Abgerufen am 5. Oktober 2015.
  33. St Helena, Ascension, Tristan da Cunha profiles - media BBC, 16. März 2016, abgerufen am 20. Oktober 2017.
  34. SAEx: Internet-Seekabel für Südatlantikinsel St. Helena - Golem.de. (golem.de).
  35. The Radio St Helena Project. Dokumentation des Projekts aus dem Jahr 2009. Abgerufen am 12. März 2012.
  36. Electricity Generation Connect St Helena Ltd, abgerufen am 21. Oktober 2017.
  37. Wind Power Connect St Helena Ltd, abgerufen am 21. Oktober 2017.
  38. Solar Power Connect St Helena Ltd, abgerufen am 21. Oktober 2017.
  39. About Saint FM. Saint FM. Abgerufen am 10. Februar 2016
  40. SAMS Radio 1. South Atlantic Media Services. Abgerufen am 10. Februar 2016
  41. Saint Helena, Ascension and Tristan da Cunha: Economy. In: CIA World Factbook 2016, abgerufen am 10. Februar 2016.
  42. "Afrika, Afrika!": St. Helenas Traum vom Fliegen. In: tagesschau.de. Abgerufen am 27. Juni 2017.
  43. Growth Industries. Enterprise St Helena, abgerufen am 10. Februar 2016.
  44. Coffee. Saint Helena Island Info, abgerufen am 10. Februar 2016.
  45. Festival of Running Saint Helena Tourism, abgerufen am 19. Oktober 2017.