Gesellschaft der Orgelfreunde

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Die Gesellschaft der Orgelfreunde e. V. (GdO) ist eine internationale Vereinigung, die laut Satzung sich der Pflege, Ausbreitung und Vertiefung der Bemühungen um das Orgelwesen sowie der Mitarbeit am kulturellen Orgelleben widmet.[1]

Geschichte und Zielsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie wurde 1951 in Ochsenhausen gegründet. Ihre etwa 5000 Mitglieder weltweit stammen aus allen Altersgruppen, dazu zählen Organisten, Orgelbauer, Orgelsachverständige, Musiklehrer, Musiker, Theologen und generell Freunde des faszinierenden Instruments Orgel. Sie interessieren und engagieren sich für Themen rund um die Orgel.

In ihren Publikationen befasst sich die GdO mit den Fragen des Orgelbaus, der Orgelmusik, der Orgelbaugeschichte und der Denkmalpflege. Vor allem die seit 1952 erscheinende Zeitschrift Ars Organi und die seit 1968 erscheinenden Acta Organologica sind wichtige musikwissenschaftliche Zeitschriften mit internationalem Ansehen.

Der Hauptausschuß wird von Organisten, Organologen, Orgelbauer, Musikwissenschaftler, Vertreter der Orgeldenkmalpflege und der Kirchen sowie Laien gebildet.[2] Die Leitung obliegt dem Präsidium.[3]

Seit 1. Mai 2013 ist Matthias Schneider Präsident der Gesellschaft.[4], Vizepräsidenten sind Bert Wisgerhof und Matthias Wirth.

Arbeitskreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arbeitskreis Hausorgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Arbeitskreis Hausorgel ist ein Arbeitskreis innerhalb der GDO, der sich dem Themenkreis um die Hausorgel widmet und dafür ab 1991 Mitteilungen aus dem Arbeitskreis Hausorgel, später die Zeitschrift Die Hausorgel herausgibt.[5] Relevant ist dieser Kreis für Mitglieder die entweder eine Hausorgel besitzen oder sich selbst eine Hausorgel bereits bauen oder bauen möchten. Für Selbstbauer steht ein Forum zur Verfügung, das dem Erfahrungsaustausch und der gegenseitige Hilfe dient und somit viele Fragen rund um das Thema Orgelbau beantwortet. Eine Materialbörse ist ebenfalls vorhanden. Gründungsmitglied der GdO, Karl Bormann, rief in der GdO Zeitschrift „Ars Organi“, im Heft 24 von 1964 Heft zu einem Zusammenschluss auf. Nach wechselvoller Geschichte wurde der Arbeitskreis 1987 neu belebt und hat heute etwa 370 Mitglieder. Die zahlreichen Aktivitäten werden von den Mitgliedern gerne genutzt.[6]

Arbeitskreis Harmonium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Arbeitskreis Harmonium mit derzeit etwa 170 Mitgliedern wurde 1998 gegründet mit dem Ziel, auf die besonderen Eigenheiten des Harmoniums zu verweisen und über das Spiel und die Einsatzmöglichkeiten zu informieren.[7] Neben den Jahresheften des Arbeitskreises, sind auch zahlreiche andere Veröffentlichungen online abrufbar.[8]

Internationale Orgeltagungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Internationalen Orgeltagungen finden jährlich Ende Juli / Anfang August statt:

Auswahl früherer Tagungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1989: Freiburg
  • 1990: Wien (A)
  • 1991: Hildesheim
  • 1992: Utrecht (NL)
  • 1993: Berlin
  • 1994: Bremen
  • 1995: Weimar
  • 1996: Sheffield (GB)
  • 1997: Würzburg
  • 1998: Trier
  • 1999: Göteborg (S)
  • 2000: Freiberg
  • 2001: Metz (F)
  • 2002: Luzern (CH)
  • 2003: Bochum
  • 2004: Budapest (H)
  • 2005: Maastricht (NL)
  • 2006: Güstrow
  • 2007: Graz (AT)
  • 2008: Konstanz
  • 2009: Prag (CZ)
  • 2010: Münster
  • 2011: 's-Hertogenbosch (NL)
  • 2012: Karlsruhe
  • 2013: Köln
  • 2014: Bergamo (I)
  • 2015: Dresden
  • 2016: Zwolle (NL)
  • 2017: Kassel
  • 2018: Danzig (PL)
  • 2019: Hamburg

Bevorstehende Tagungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2021: Wien (AT)
  • 2022: Antwerpen (B)
  • 2023: Augsburg

Periodische Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Satzung der Gesellschaft der Orgelfreunde e. V.
  2. Mitglieder des Hauptausschusses.
  3. Mitglieder des Präsidiums.
  4. Greifswalder Professor ist Präsident der internationalen Gesellschaft der Orgelfreunde. In: juraforum.de. 8. Mai 2013, abgerufen am 9. November 2016 (ursprünglich: Ernst Moritz Arndt Universität Greifswald: Pressemitteilung. 8. Mai 2013).
  5. Veröffentlichungen: Die Hausorgel.
  6. Webauftritt des Arbeitskreises Hausorgel.
  7. Webauftritt des Arbeitskreises Harmonium.
  8. Veröffentlichungen des AK Harmonium.