Gesellschaft für Gehirntraining

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Die Gesellschaft für Gehirntraining e.V. (GfG) ist eine internationale, gemeinnützige, Gesellschaft zur Förderung der geistigen Leistungsfähigkeit mit Sitz in Ebersberg. Die GfG ging aus der Entwicklung des im Jahr 1981 begonnenen Gehirnjogging hervor. Sie wurde 1989 in Stuttgart gegründet.

Ziel und Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein setzt sich für die Entwicklung und Verbreitung wissenschaftlicher Trainings zur Steigerung, Erhaltung und Wiederherstellung von Hirnleistungen bzw. der geistigen Leistungsfähigkeit in jedem Lebensalter ein.[1] Oberstes Ziel ist die geistige Leistungsoptimierung. Das bedeutet: weitestgehende Nutzung der eigenen Leistungsressourcen, ohne dabei an Lebensqualität einzubüßen. Es soll sogar möglichst Lebensqualität dazugewonnen werden. Seit Beginn ihres Bestehens förderte die GfG besonders das so genannte Mentale Aktivierungstraining (MAT). Damit ist die Absicht verbunden, aus dem Zustand der Entspanntheit, der weder schnelle noch komplexe geistige Tätigkeiten zulässt, auf ein individuell hohes mentales Leistungsniveau zu gelangen. Täglich einige Minuten auf diesem Niveau im Grenzbereich des persönlichen Leistungsvermögens aktiv zu sein, scheint die Voraussetzung der Förderung der fluiden Intelligenz zu sein (Brehmer et al 2012; Green et al 2012; Holmes et al 2009). Für den Fall, dass Schule, Beruf und Alltag keine entsprechend anspruchsvollen Forderungen stellen, können künstliche Übungen durchgeführt werden, die gegenwärtig unter der Bezeichnung „Adaptives mentales Training“ (AMT) in der GfG entwickelt wurden (Lehrl & Sturm 2013). Für die anschließende rasche Erholung entstand in der GfG das Mentale Relaxationstraining (MRT), das der raschen Erholung und somit der Vermeidung von Erschöpfung und langfristigem Leistungsabfall dient (Schäfer et al 2007). Zur Förderung der geistigen Leistungsfähigkeit berücksichtigt die GfG neben den psychischen Einflussgrößen auch körperliche Maßnahmen aus den Bereichen der Ernährung, der Bewegung, des Schlafs und der Sinnestüchtigkeit, insofern sie die geistige Leistungsfähigkeit unterstützen (Lehrl & Sturm 2013). Wissenschaftliche Studien haben die Wirksamkeit derartiger Kombinationen von geistigen und körperlichen Maßnahmen belegt. Bei der größten davon, welche die GfG in Kooperation mit einer Krankenkasse durchgeführt hatte, wurden mehrere hundert Erwachsene zwischen 28 und 86 Jahren einbezogen, deren geistige Leistungsfähigkeit während acht Monaten gemessen wurde (John et al., 2015a, b). – Alle diese Entwicklungen und Weiterentwicklungen sind der GfG-Mitgliederzeitschrift GEISTIG FIT zu entnehmen.[2]

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die GfG hat heute über 2.500 Mitglieder, darunter etwa 1.000 Trainer für MAT. Nach einer Umstrukturierung im Jahr 2010 umfasst sie sechs Regionalverbände in Deutschland und vier Auslandsverbände: Luxemburg, Niederlande, Österreich und Schweiz. Der Vorstand besteht aus dem 1. Vorsitzenden (zurzeit Siegfried Lehrl), dem 2. Vorsitzenden (zurzeit nicht besetzt) und einem Sprecher der Wissenschaftlichen Akademie (zurzeit Lothar Blaha).[3]

Der Vorstand wird durch den GfG-Rat beraten. Er umfasst Vertreter der verschiedenen Einrichtungen der GfG und Personen mit GfG-wichtigen Kompetenzen.[4]

Die Wissenschaftliche Akademie der GfG legt die Richtlinien für die jetzigen und zukünftigen Aktivitäten der GfG fest und überwacht deren korrekte Durchführung. Der Wissenschaftliche Beirat soll die wissenschaftliche Fortführung und Weiterentwicklung der Lehre und die wissenschaftlich fundierte Publikation und Anwendung von Verfahren zur geistigen Leistungsoptimierung wie MAT gewährleisten.[5]

Das GfG-Trainer-Kolleg bildet MAT-Trainerinnen und -Trainer aus und auf dieser Ausbildung aufbauend Lern- und Gedächtnistrainer für den Einsatz in vielen Bereichen aus, z. B. in Betrieben, Schulen, Hochschulen, Kliniken, Altenheimen, Selbsthilfegruppen, Organisationen für eine gesunde Lebensweise, Volkshochschulen etc.[6] Siehe auch die Vorstellungen der „Gesellschaft für Gehirntraining e.V. (GfG)“ in Spektrum der Wissenschaft[7] und im Steckbrief der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO).[8]

Aktivitäten und Leistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mitglieder, aber auch Interessenten werden durch das zweimonatlich erscheinende Magazin „GEISTIG FIT“ informiert.[9] Sie enthält viele Übungen zum geistigen Training und berichtet laufend über Grundlagen zur Wahrnehmung, Intelligenz, Konzentration, Kreativität, zum Denken, Lernen, Gedächtnis usw. aus Sicht der Informationspsychologie. Hauptsächlich werden jedoch Versuche zu deren Förderung behandelt, insbesondere zum Arbeitsspeichertraining, das die GfG kennzeichnet (Lehrl 2008). In diesem Rahmen werden psychische und körperliche Einflussgrößen auf die geistige Leistungsfähigkeit vorgestellt. Das Magazin enthält außerdem Informationen über einschlägige Veranstaltungen. In Originalarbeiten berichtet es über wissenschaftliche Erfolgsprüfungen von Maßnahmen und Produkten, die mit dem Werbeversprechen angeboten werden, die geistige Fitness zu fördern.[10]

Im Namen der GfG finden an vielen Orten Informationsveranstaltungen, Seminare und Kurse für praktisches Gehirntraining statt. Als Veranstalter führte die GfG beispielsweise im Fortbildungszentrum der Hessischen Landesärztekammer in Bad Nauheim den 1. und 2. GfG-Kongress in den Jahren 2010 und 2011 durch.[11][12] Im März 2012 war die GfG Kooperationspartner des Bildungszentrums im Bildungscampus Nürnberg bei der zweitägigen öffentlichen Veranstaltung „Fit im Kopf - fit im Leben!“.[13] Im gleichen Jahr war die GfG Kooperationspartner der bundesweiten Aktion „Warnzeichen Vergesslichkeit!“[14]

Als Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO)[15] beteiligt sich die GfG aktiv an Deutschen Seniorentagen, wo ihre Mitglieder Foren und Ausstellungen durch Messestände mitgestalten (z. B. 9. Deutscher Seniorentag vom 8.-9. Juni 2009 in Leipzig[16] oder 11. Deutscher Seniorentag vom 2. bis 4. Juli 2015 in Frankfurt am Main, BAGSO Dokumentation, S. 241–243.)[17]

Belegliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brehmer Y et al. (2012): Working-memory training in younger and older adults: Training gains, transfer, and maintenance. Front Hum Neurosci 6 (63):1-7.

Green CT et al. (2012): Will Working Memory Training Generalize to Improve Off-Task Behavior in Children with Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder? Neurotherapeutics 9 (3): 639-648.

Holmes J et al (2009): Adaptive training leads to sustained enhancement of poor working memory in children. Developmental Science 12: F9-F15.

John D et al. (2015a): Rundum fit – auch im Kopf. Ein effizientes Programm zur Steigerung der geistigen Fitness. GEISTIG FIT 25 (2): 11-13.

John D et al. (2015b): Rundum fit – auch im Kopf. Prüfung eines Fitness-Programms. GEISTIG FIT 25 (3): 3-5.

Lehrl S (2008): Arbeitsspeichertraining kennzeichnet die GfG. GEISTIG FIT 18 (6): 3-6.

Lehrl S, Sturm P (2013): Brain-Tuning: schneller – schlauer – konzentrierter. Weil dein Gehirn mehr kann. Göttingen: BusinessVillage. ISBN 978-3-86980-230-5.

Schäfer R et al. (2007): Den Stress kontrollieren. Mehr Gelassenheit durch Mentales Relaxationstraining. GEISTIG FIT 17 (5):3-6.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Satzung der GfG – Gesellschaft für Gehirntraining“, Vereinsregister des Amtsgerichtes Ebersberg
  2. Regelmäßiges Erscheinen der Zeitschrift GEISTIG FIT seit 1991 im Vless Verlag, Ebersberg. ISSN 0941-0767
  3. Jeweils neuester Stand auf der vorletzten Seite des aktuellen Hefts der Zeitschrift GEISTIG FIT und im Internet unter [1]
  4. Informationen über GfG: Wir über uns
  5. Informationen über GfG: Wissenschaftlicher Beirat
  6. http://www.gfg-trainerkolleg.de/
  7. http://www.spektrum.de/alias/dachzeile/gesellschaft-fuer-gehirntraining-e-v-gfg/975971
  8. http://www.bagso.de/die-bagso/bagso-verbaende/steckbrief.html?id=51
  9. Vless Verlag, Ebersberg.
  10. NN (2011)Verbraucherinformation: Was macht wirklich geistig fit? GEISTIG FIT 21 (4) 13.
  11. Flyer mit Programm des 1. GfG.Kongresses
  12. Programm des 2. GfG-Kongresses (PDF; 75 kB)
  13. [2]
  14. GfG als Kooperationspartner der bundesweiten Aktion „Warnzeichen Vergesslichkeit!
  15. Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (Hrsg.): Jahresrückblick 2008, Publikation Nr. 23, S. 28
  16. Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (Hrsg.): Die BAGSO-Dokumentation: „Älter leben – Verantwortung übernehmen“, 9. Seniorentag. Kongress mit Ausstellung SenNova, 8.-10. Juni 2009. BAGSO: Bonn, 2010, S. 291ff. ISBN 978-3-9809618-3-7.
  17. http://www.deutscher-seniorentag.de/fileadmin/user_upload/redaktion/PDFs_und_Docs/programm/2015/WEB_DST_2015_programm_210_mm_x_210_mm_29052015.pdf

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]